8. September/Scheiding Kalenderblatt: Bayern-Österreich, Michelangelo, Malta, Dritter Koalitionskrieg, Sewastopol, Zimmerwalder Manifest, Völkerbund, Leningrad, Exodus, Konrad Adenauer, Schah von Persien, Leni Riefenstahl,

1156: Kaiser Friedrich I. Barbarossa schlichtet auf dem Hoftag zu Regensburg den langjährigen Streit um das Herzogtum Bayern. Der Welfe Heinrich der Löwe erhält Bayern, der Babenberger Heinrich II. Jasomirgott das davon abgespaltene, spätere Österreich. Neun Tage danach wird hierüber die Urkunde Privilegium Minus verfasst.

1504: Michelangelo präsentiert die legendäre, über 5 m hohe David-Statue.

1565: Die Türken beenden die erfolglose Belagerung von Malta. Sultan Süleyman der Prächtige ist erstmals geschlagen. Malta wird von den Osmanen noch mehrfach überfallen, aber nie eingenommen.

1805: Österreichische Truppen unter Karl Mack von Leiberich dringen in Bayern ein. Mit der Kriegserklärung Frankreichs an Österreich 15 Tage später wird der Dritte Koalitionskrieg ausgelöst.

1855: Die russische Festung Sewastopol ergibt sich während des Krimkrieges nach fast einjähriger Belagerung der britisch-französischen Armee.

1915: Mit der Annahme des von Leo Trotzki vorgelegten Zimmerwalder Manifests, in dem unter anderen das Selbstbestimmungsrecht der Völker postuliert wird, endet die internationale sozialistische Konferenz in Zimmerwald. Das von Lenin vorgelegte radikalere Zusatzprotokoll findet keine mehrheitliche Zustimmung.

1926: Deutschland wird einstimmig in den Völkerbund aufgenommen.

1941: Nach der Eroberung von Schlüsselburg durch die Wehrmacht beginnt im Zweiten Weltkrieg die Belagerung von Leningrad, die bis Januar 1944 andauern wird.

1947: Die Passagiere der Exodus werden von der britischen Marine im Hamburger Hafen vor den Augen der internationalen Presse mit Gewalt von Deck gebracht und in ein Lager bei Lübeck verbracht.

1955: Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zum ersten Staatsbesuch eines deutschen Regierungschefs nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion ein.

1978: In Teheran (Iran) kommt es bei Demonstrationen gegen Schah Mohammad Reza Pahlavi zu gewalttätigen Ausschreitungen auf dem Jaleh-Platz, in dessen Verlauf 64 Demonstranten den Tod finden. Der Tag geht als Schwarzer Freitag in die Geschichte Irans ein.

2003: gestorben Leni Riefenstahl, deutsche Tänzerin, Schauspielerin, Filmregisseurin und Fotografin.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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4 Antworten zu 8. September/Scheiding Kalenderblatt: Bayern-Österreich, Michelangelo, Malta, Dritter Koalitionskrieg, Sewastopol, Zimmerwalder Manifest, Völkerbund, Leningrad, Exodus, Konrad Adenauer, Schah von Persien, Leni Riefenstahl,

  1. KW schreibt:

    Lieber Gerd, Moin, im Kalenderblatt zum 8. September fehlt die Grundsatzrede von Carlo Schmid vor dem Parlamentarischen Rat am 8. September 1948
    2018 wurde noch auf sie hingewiesen. Ich hatte das gestern zum Stammtisch auf Deiner Seite nachrecherchiert, weil das Kalenderblatt ganz fehlte und folgende Punkte noch einmal herausgestellt:
    0.39:58 Nur eine deutsche Nationalversammlung kann eine Verfassung aufsetzen. Wenn nötig, ist Gewalt erforderlich, wenn die Besatzungsmächte dem entgegenstehen.
    0.46:18 Die deutsche Verfassung ist das Besatzungsstatut, in dem das Grundgesetz wirkt. Nur das deutsche Volk kann dies beenden, nicht die Regierung.
    0.59:16 Eine deutsche Verfassung darf nicht durch Abänderung des Grundgesetzes entstehen
    1.23:46 Gesetze dürfen Grundrechte nicht beschneiden

    (Eigentum? Meinungsfreiheit?) Wo sind die Verfassungsrechtler?

    Im Grunde müssen wir wieder zum 28.10.1918 zurück, um das damals aufdiktierte Handelsrecht wieder zu revidieren. Bis dahin hatten wir eine gut funktionierende Verfassung.
    Warum ist am 8.9. die Rede dieses Jahr im Kalenderblatt nicht vorhanden? Mit ihren Löschungen im Weltnetz zurren sie ihre Zensur immer fester, was zeigt, daß sie auch das Weltnetz übernommen haben. Wir haben die Lücke wieder mal nicht genutzt. In paar Jahren haben sie uns wieder eingelullt.Diese Grundsatzrede müßte jeden Abend um 20 Uhr in der Aktuellen Kamera, sorry, im staatlich gelenkten Funk ARD und ZDF, ausgestrahlt werden, damit die Masse sich ihres gefängnisähnlichen Zustandes seit 1945 gewiß wird.
    Carlo Schmid redete Klartext, daß das dämliche Grundgesetz nichts anderes als ein koloniales Diktat ist.Kolonien haben ein Grundgesetz, souveräne Staaten eine Verfassung, aber schau Dich um, welches Land ist noch souverän? Zerstören sich alle europäischen Länder
    nicht ebenfalls gerade selbst mit Volksvermischung (England fing 1948 an) und allgemeinem Schwachsinn wie Genderismus und Klimaidiotie?
    Ist es nicht an der Zeit, allmählich aufzuwachen? Was funktioniert in diesem irren Staat noch, endend mit der Führung in Form eines fetten Zitteraals?

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Servus Kersti, die Grundsatzrede ist bei YouTube momentan nicht mehr zu finden. Wenn Sie jemand findet, bitte den Link einstellen. Ansonsten bleibe ich auch dran. Normalerweise sollte man sich solche Dinge runterladen und speichern, damit man sie bei Bedarf wieder einstellen kann. Vielleicht machst Du so etwas?
      Gruß
      Gerd

  2. Gerhard Bauer schreibt:

    Danke, werde sie morgen einstellen. Es ist ja ein Inhaltsverzeichnis dabei, da kann sich jeder raussuchen was er braucht.

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