7. Mai/Weidemond Kalenderblatt: Otto II., Schlacht von Harran, Hamburg, Friedrich I. Barbarossa, Oberlausitzer Grenzurkunde, Neubrandenburger Hausvertrag, Götz von Berlichingen, Griechenland, Otto von Bismarck, Luxemburgkrise, Versailler-Vertrag, Generaloberst Jodl, Stalinstadt, Indochinakrieg, Kosovokrieg,

973: Otto II., Mitkaiser seit 967, wird nach dem Tod seines Vaters Otto I. alleiniger Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

1104: In der Schlacht von Harran bezwingen die Seldschuken vereinte Kreuzritterheere aus dem Fürstentum Antiochia und der Grafschaft Edessa. Es ist die erste größere Schlacht gegen die während des Ersten Kreuzzugs neu gegründeten Staaten.

1189: Eine Siedlung am westlichen Alsterufer, welche zuvor von Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein gegründet worden ist, erhält durch einen kaiserliches Freibrief Friedrich Barbarossas weitgehende handels- und stadtrechtliche Privilegien. Dieses Diplom gilt als Gründungsurkunde Hamburgs.

1190: Im von Friedrich I. Barbarossa geführten Dritten Kreuzzug besiegt eine Vorhut der Kreuzfahrer unter Friedrich V. von Schwaben ein Heer der Rum-Seldschuken in der Schlacht bei Philomelion.

1241: König Wenzel von Böhmen unterzeichnet auf dem Königstein die Oberlausitzer Grenzurkunde, mit der die Grenzen zwischen der zum Königreich Böhmen gehörenden Oberlausitz und den Besitzungen des Bischofs von Meißen definiert werden. Viele der Oberlausitzer Orte, die im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus gegründet worden sind, werden hier erstmals schriftlich erwähnt.

1520: Mit dem Neubrandenburger Hausvertrag wird die Teilung Mecklenburgs in Mecklenburg-Güstrow unter Albrecht VII. und Mecklenburg-Schwerin unter Heinrich V. festgelegt. Das Herzogtum Mecklenburg wird aber immer noch als einheitliches Ganzes gesehen.

1525: Im Deutschen Bauernkrieg nehmen Aufständische unter der Leitung von Götz von Berlichingen die Stadt Würzburg ein, die Festung Marienberg widersteht dem Landvolk.

1832: Auf der Londoner Konferenz einigen sich Großbritannien, Frankreich und Russland, das mit dem Londoner Protokoll von 1830 im Februar neu geschaffene Griechenland als unabhängiges Königreich zu gestalten und sind mit Otto von Wittelsbach als dessen künftigem Herrscher unter der Bedingung einverstanden, dass es nicht zu einer Vereinigung mit dem Königreich Bayern kommen darf. Für seinen Gebietsverlust wird das Osmanische Reich finanziell entschädigt.

1866: Der Tübinger Student Ferdinand Cohen-Blind verübt Unter den Linden in Berlin ein Attentat auf Otto von Bismarck. Bismarck wird kaum verletzt und entwaffnet den Attentäter anschließend selbst. Dieser begeht in der Nacht im Polizeigewahrsam Selbstmord.

1867: In London beginnt die zweite Londoner Konferenz unter der Teilnahme von Vertretern der Großmächte Großbritannien, Frankreich, Preußen und Russland. Ziel ist es, die Luxemburgkrise zwischen dem französischen Kaiser Napoleon III. und dem preußischen Kanzler Otto von Bismarck beizulegen.

1919: In Versailles erhält die deutsche Delegation den Entwurf des Friedensvertrages der Alliierten zur Beendigung des Ersten Weltkriegs ausgehändigt. Die quasi unabänderbaren Vertragsbedingungen bewirken im Juni den geschlossenen Rücktritt des Kabinetts Scheidemann.

1945: Im operativen Hauptquartier der SHAEF in Reims unterzeichnet Generaloberst Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, die bedingungslose Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht (mit Wirkung 9. Mai, 0:01 Uhr MESZ).

1953: In der DDR wird der im März gestorbene russische Machthaber Josef Stalin mit der Benennung von Stalinstadt geehrt. Nach der Entstalinisierung erhält der Ort im Jahr 1961 den Namen Eisenhüttenstadt.

1954: Die Kapitulation der französischen Garnison Điện Biên Phủ unter Christian Marie de Castries besiegelt die Niederlage der französischen Truppen gegen die Việt Minh unter Võ Nguyên Giáp in der Schlacht von Điện Biên Phủ und leitet das Ende des Indochinakriegs ein.

1999: Während des Kosovokrieges wird die chinesische Botschaft in Belgrad von NATO-Bomben getroffen, vier Menschen sterben, etwa 20 werden verletzt.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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