Blick zurück: Woanders gelesen: Ostern 2014 – Brief an Frau Käßmann

von Hans Penner, Dipl.Chemiker

 

Sehr geehrte Frau Professor Käßmann,
am Fronleichnamstag ist in Stuttgart die christliche Großveranstaltung “Christustag 2014″ geplant, zu der Sie eingeladen wurden. Ich bitte Sie, an dieser Veranstaltung nicht teilzunehmen wegen zu großer weltanschaulicher Differenzen. In Ihrem SPIEGEL-Interview (30/2013) haben Sie deutlich zum Ausdruck gebracht, daß Sie eine antichristliche Weltanschauung vertreten.

Das von Ihnen abgelehnte Apostolische Glaubensbekenntnis eint weltweit die Christen aller Denominationen. Dieses formuliert die persönliche Überzeugung der praktizierenden Christen und bezeugt die Erschaffung der Welt durch den Gott Israels, der auch im Grundgesetz respektvoll genannt wird. Eine plausible atheistische Erklärung der Entstehung des Kosmos und des Lebens, etwa durch Selbstorganisation der Materie, gibt es nicht.

Niemand bestreitet, daß die Menschen erlösungsbedürftig sind. Wir brauchen Erlösung von der eigenen Schuld und von der Schuld anderer. Das Apostolische Glaubensbekenntnis bezeugt den im Tenach angekündigten Messias als präexistenten Sohn Gottes, den Gott zu unserer Erlösung in die Welt sandte und der als Jesus von Nazareth in Bethlehem ohne menschlichen Vater geboren wurde.

Auf Geheiß einiger vom talmudischen Judentum geprägter Theologen wurde Jesus in Jerusalem von den Römern gekreuzigt. Dieses Kreuz hat Erlösungsbedeutung. Wer im vertrauenden Blick auf dieses Kreuz seine Schuld bekennt, wird frei. Es gibt genügend Biographien, die dieses Phänomen beweisen. Ich erwähne nur Dietrich Bonhoeffer.

Das drei Tage nach der Bestattung von Jesus leere Felsengrab dürfte zu den bestbezeugten historischen Ereignissen der Antike gehören. Weltweit feiern die Christen die Auferstehung von Jesus an Ostern. Der Christusglaube ist das Fundament der abendländischen Kultur einschließlich der Sozialen Marktwirtschaft, ohne die es keinen Wohlstand für alle gibt.

An den auferstandenen Jesus Christus dürften in Deutschland etwa zwei Prozent der Bevölkerung glauben. In diesem Zusammenhang verdient eine Bemerkung des Psychoanalytikers Erich Fromm Erwähnung: “Aber wurde Europa denn je wirklich christianisiert? Obwohl diese Frage üblicherweise bejaht wird, zeigt eine gründliche Analyse, daß die Bekehrung Europas zum Christentum weitgehend an der Oberfläche blieb; daß… die Bekehrung im großen und ganzen eine Bekehrung zu einer Ideologie blieb… und daß sie nicht mit einem Wandel des Herzens, das heißt einer Veränderung der Charakterstruktur einherging. Ausnahmen sind allerdings die zahlreichen echt christlichen Bewegungen.”

Ich bemühe mich um eine Verbreitung dieses Schreibens*

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner

 

* was ich hiermit gerne tue.

Ich nehme an, Frau Käßmann wird der Bitte von Hans Penner nicht folgen, ginge doch dieser eitlen ProtesTante eine der geliebten Gelegenheiten verloren, sich und ihre Zeitgeist-affinen und ketzerischen Ansichten vor großem Medienpublikum auszubreiten.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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