Woanders gelesen: Auf zum letzten Gefecht?

Die Linke rüstet momentan wieder auf. Nicht mit Baseballschlägern oder „Mollis“.
Nein, publizistisch – mit redaktionellen Aufwallungen und inbegriffener Psychologie.

Die dank der Medien und von Merkel mit ihren Vasallen verwirklichte Linksdrifft in Politik und deutscher Allgemeinheit scheint zu kippen.
Anzeichen dafür waren/sind die Massenflucht von vielen Lesern und Konsumenten aus dem linken Meinungssumpf von SZ, FAZ, Welt, Spiegel und den GEZ-Medien, die (bedrohliche) Popularisierung des (Rechts-)Populismus, das Aufkommen einer niveauvollen Gegenpublizistik zum Mainstream und der „Verrat“ mancher, vermeintlich dem Mainstream verhafteter Philosophen, Publizisten und Historiker (Sieferle, Safranski, Sloterdijk, zuletzt Heinrich Winkler).

Es scheint Gefahr im Verzug und „Wehret den Anfängen“ ist denn wieder mal angesagt.

Da jetzt „Rechte und Rechtsextreme mit Zorn und Eifer das Internet vollschreiben“, hat der sattsam bekannte linke Quatschquetscher Sascha Lobo vom Spiegel (der mit dem Plutzer eines mittelamerikanischen Kampfgockels) einen „Übersetzungsleitfaden: Deutsch-Rechts/Rechts-Deutsch“ aufgelegt, „Um zu begreifen, wer da wie und warum im Netz kommuniziert“.
Von „Merkel“ über „Gutmenschen“ bis „Schuldkult“ und „Volk“ listet Lobo „typische“ Begriffe aus dem Wortschatz der Rechten auf, um gleich jede Bezeichnung als „Rechts-Sprech“, aus der Sprache des Unmenschentums, zu entlarven. Damit das Ganze auch besonders überzeugend in Erinnerung bleibt, hat SpOn dazu auch eine beeindruckende Sammlung von Kommentaren unzähliger linker Dörrpflaumen für den ungeneigten Leser dazu herbei-zensuriert.
Dass die linke Schreib-Elite und deren Begleit-Pöbel nicht mehr zwischen konservativ, rechts und rechtsradikal unterscheiden kann oder will, beklagt u.a. Claudio Casula auf Achgut und hat dazu einen lesenswerten Gegenentwurf verfasst.

Die taz, dieser linksgrüne Wortdreckhaufen aus Berlin, diese Meinungs-Dungspüle aus unserer bedauernswert links-verdreckten Hauptstadt, hat denn auch kürzlich ein Strategiepapier für den „Umgang mit Rechtsdriftern“ herausgebracht.
Der Ratgeber kommt in treuherzig anmutender Rhetorik daher, trächtig mit kruder Küchenpsychologie.
Die taz empfiehlt 7 Strategien bzw. „strategische Ansätze“ beim Kontakt mit rechten Zeitgenossen, Nachbarn, Kollegen und  vielleicht Noch-Freunden: 

1. Abwertungen vermeiden

2. Arbeit, Arbeit, Arbeit

3. Einfache Lösungen in Frage stellen

4. Üben Sie sich in der Kunst der Gegenfrage

5. Sachargumente und Parteianhängerschaft trennen

6. Die Wut umleiten

7. Paradoxe Intervention

Man gönne es sich mal, diesen durch nichts zu überbietenden gutmenschlichen Quark nachzulesen.
Die Autorin dieses Artikels, eine gewisse Barbara Dribbusch, hat auf dem Büchermarkt mit Publikationen wie „Können Falten Freunde sein?“ und „Älter werden ist viel schöner, als Sie vorhin in der Umkleidekabine noch dachten“ auf sich aufmerksam machen wollen. Bücher, die wie auch ihre „Krimis“ keiner lesen wollte. Die Dame hat ein offensichtliches Problem, dem man tatsächlich nur psychologisch beikommen kann. Der von mir hochgeschätzte Viktor Frankl (Hauptwerk „Der Mensch auf der Suche nach dem Sinn“), der einst die „paradoxe Intervention“ als eine durchaus pragmatische psychologische Operation (was durchaus kein Widerspruch ist)  inaugurierte, hätte wohl Mitleid mit dieser Dame.
Ich nicht.

Ratschläge, „Argumentationshilfen gegen Rechts“ findet man in Massen im Netz, in den letzten zwei Jahren geradezu inflationär.
Auf altes durchgedroschenes Stroh aus der Bundeszentrale für politische Bildung braucht man da nicht mehr zurückgreifen – z.B. auf „Argumente gegen rechtsextreme Vorurteile“ von Wolfgang Benz aus dem Jahre 2006: abgestanden und stinkend wie ein Krötentümpel nach der jetzigen Hitzeperiode.
Nicht minder labberig muten dann durchaus neuere Publikationen und „Handreichungen“ gegen den allgegenwärtigen Feind von rechts an.
Seien es die bemühten Schriften von ver.di und dem DGB oder von diversen, mit öffentlichen Geldern alimentierten „Foren“ und  „Plattformen“.
Als höchste moralische Instanz neben den Gewerkschaften und all den Linksmoralisten muss natürlich die Kirche auf den Plan treten. Die Diakonie gibt jetzt Hilfestellungen, um auf dem rechten Pfad irregegangene Schäflein wieder in den mentalen Lattenzaun zurückzuführen; und da darf die katholische Kirche mit Ratschlägen und einschlägigen Lebenshilfen nicht auch nachstehen.

Das Vorstehende ist nur eine bescheidene Auswahl an im Internet zugängigen „Handreichungen“ und „Ratgebern“. Man erforsche mal sein regionales oder örtliches Käseblättchen. Da wird man immer häufiger mit Hinweisen und Berichten über „Seminare“ und „Arbeitskreise“ gegen Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit traktiert; veranstaltet von AWO, VER.DI, diversen „Frauenkreisen“, kirchlichen Aktivisten usw. Das gesamte gutmenschliche Gefolge des Linkspopulismus scheint sich mehr und mehr im Kampf gegen den Rechtspopulismus,  gegen die AfD, gegen alle diese definierten Übel der Zeit aufzubäumen.
Man hat ja sonst keine Sorgen.

Nachklang:

Der Leser kennt gewiss die „Internationale“, diesen Festgesang der Linken, aus welcher der Satz „Auf zum letzten Gefecht“ stammt.
Neben dem Refrain will ich hier die letzte Strophe zitieren (ohne aber diesen überkommenen Gassenhauer irgendwie aufwerten zu wollen):

In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei’n
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muss unser sein …

Wer ist inzwischen für die Arbeitsleute in Stadt und Land, für die Arbeit für Deutschland wohl die „stärkste der Partei’n“ geworden?
Na klar!
Und das geht gegen den Urgrund alles Linken –
Und das geht gar nicht!

http://altmod.de/2018/08/auf-zum-letzten-gefecht/1669/

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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3 Antworten zu Woanders gelesen: Auf zum letzten Gefecht?

  1. alphachamber schreibt:

    klar und gekonnt geschrieben.

  2. Uranus schreibt:

    Die Linke und die Linken berauben sich wieder einmal selbst aller Möglichkeiten, noch rechtzeitig einen auch nur minimalen Kontakt zur Lebenswirklichkeit herzustellen. Deshalb wird das gesamte Konsortium der links-totalitären Ideologen und derer, die so tun, als wären sie das, gemeinsam in ihrer einzigen Echokammer sitzend und diese auf keinen Fall verlassen wollend auf dem Boden der Realität aufschlagen. Früher oder später.

    Nach Wahlschlappen kommentieren betroffene Politdarsteller ihre Niederlage oft mit den Worten: „Wir konnten unsere Themen und Inhalte den Wählern nicht vermitteln“. Daß viele Wähler von dem links-totalitären Blödsinn einfach nur die Nase gestrichen voll haben könnten, das können sich Linke nicht vorstellen. Das übersteigt deren Horizont. Das Gute daran ist, daß die Linken selbst es sind, die sich mit ihrer Immer-mehr-vom-Selben-auch-wenn-die-Anderen-nicht-wollen-Strategie unaufhaltsam die Grundlagen ihres eigenen Systems zerschlagen. Das ist zwar an sich erfreulich, doch weniger erfreulich sind dabei die Schäden, die dadurch in der realen Welt angerichtet werden.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      „…ie Schäden, die dadurch in der realen Welt angerichtet werden.“
      Dies ist Sinn und Zweck linken Strebens und Daseins. Sie sind Zerstörer unter den verschiedensten Deckkmäntelchen.

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