15. Mai/Weidemond Kalenderblatt: Arbogast, Emirat von Córdoba, Appenzeller Kriege, Burg Hohenzollern, Thomas Müntzer, Frankenburger Würfelspiel, Frieden von Münster, Deutscher Bund, Reichsstrafgesetzbuch, Freikorps, Komintern, Österreichischer Staatsvertrag, Okinawa, sowjetisch-afghanischer Krieg,

392: Der römische Kaiser Valentinian II. wird in seinem Palast erhängt aufgefunden. Ob er auf Veranlassung des fränkische Heermeisters Arbogast ermordet worden ist, oder wegen seiner faktischen Machtlosigkeit Selbstmord begangen hat, ist bis heute nicht geklärt.

756: Abd ar-Rahman I. setzt sich in einer Schlacht am Guadalquivir beim Feldzug gegen seinen Kontrahenten Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri, den Statthalter von Al-Andalus in Spanien, durch. Er errichtet bald nach dem Erfolg das Emirat von Córdoba, das Exilreich der Umayyaden.

1403: In der ersten Schlacht der Appenzellerkriege, der Schlacht bei Vögelinsegg, besiegen die Appenzeller die Truppen der Fürstabtei St. Gallen von Abt Kuno von Stoffeln, dem sie die Abgabenpflicht verweigern.

1423: Truppen der schwäbischen Reichsstädte und von Henriette von Württemberg erobern nach mehrmonatiger Belagerung die Burg Hohenzollern und zerstören sie vollständig. Sie vollziehen damit die Acht über den zahlungsunfähigen Zollerngrafen Friedrich XII.

1525: Thomas Müntzer, ein evangelischer Theologe und eine der Leitfiguren im Deutschen Bauernkrieg wird nach der Schlacht bei Frankenhausen, die in einer völligen Niederlage der von Müntzer zusammengerufenen Bauernhaufen endet, gefangengenommen und am 27. Mai in Mühlhausen enthauptet.

1625: Der bayerische Statthalter im Land ob der Enns, Adam von Herberstorff, lässt bei Frankenburg 36 mutmaßliche Rädelsführer eines vor ein paar Tagen ausgebrochenen Aufstandes in Paaren um ihr Leben würfeln und die Unterlegenen sofort hinrichten. Das „Frankenburger Würfelspiel“ ist der Auftakt zum Oberösterreichischen Bauernkrieg im folgenden Jahr.

1648: Die feierliche Beschwörung des Friedens von Münster als Teil des Westfälischen Friedens beendet den Achtzigjährigen Krieg und besiegelt die Unabhängigkeit der Niederlande.

1820: In Wien enden die Beratungen zu den Grundlagen des Deutschen Bundes, die in der Wiener Schlussakte zusammengefasst sind. Diese tritt am 8. Juni in Kraft.

1871: Das Reichsstrafgesetzbuch des Deutschen Kaiserreichs wird nach einigen redaktionellen Änderungen neu verkündet. Es tritt am 1. Januar 1872 in Kraft. Das deutsche Strafgesetzbuch basiert noch heute auf den Grundsätzen dieses Gesetzbuches.

1920: Die Auflösung der Freikorps wird durch die deutsche Reichsregierung angeordnet.

1943: Auf Initiative Josef Stalins beschließt das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (Komintern) deren Auflösung zum 10. Juni, eine Entwicklung, die selbst für Komintern-Funktionäre völlig überraschend kommt.

1955: Mit Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages im Wiener Schloss Belvedere erhält Österreich seine Souveränität zurück und verpflichtet sich zur immerwährenden Neutralität.

1972: Die USA geben Okinawa und die Ryūkyū-Inseln nach fast fast 30jähriger Besatzung an Japan zurück, unterhalten aber weiterhin eine Militärbasis auf der Insel Okinawa.

1988: Die Rote Armee der Sowjetunion beginnt – dem Genfer Afghanistan-Abkommen entsprechend – mit dem Rückzug aus Afghanistan nach der Beendigung des Sowjetisch-afghanischen Krieges.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu 15. Mai/Weidemond Kalenderblatt: Arbogast, Emirat von Córdoba, Appenzeller Kriege, Burg Hohenzollern, Thomas Müntzer, Frankenburger Würfelspiel, Frieden von Münster, Deutscher Bund, Reichsstrafgesetzbuch, Freikorps, Komintern, Österreichischer Staatsvertrag, Okinawa, sowjetisch-afghanischer Krieg,

  1. KW schreibt:

    Wenn sich die sowjetische Armee schon 1988 aus Afghanistan zurückzog, dann verstehe ich nicht, warum ab 1992 so ein riesiger Schwung an afghanischen Flüchtlingen in unserer Schule in HH eintraf.Wegen denen habe ich nach meinem Referendariat eine Stelle im staatlichen Schuldienst bekommen. Das ging von sofort auf gleich, denn im Sommer 1992 war die Absage auf Arbeit in der Schulbehörde so deutlich, daß ich mir n einer privaten Sprachschule eine Stelle suchen mußte und verschaffen konnte.Was geht seit 1990 vor? Seitdem ging das los mit den ganzen Ausländern, dem Abzocken bei den Banken, die grenzenlose Reiserei, das Verschwinden des Mittelstandes, die ganze Monopolisierung.

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