Freiheit die ich meine

Freiheit die ich meine, schränkt die Freiheit derjenigen ein die sich erlauben/anmaßen/ gesetzlich legitimieren über die Freiheiten und Handlungsmöglichkeiten anderer, genauer gesagt von uns, der sog. schweigenden Mehrheit, dem Otto Normalverbraucher, zu bestimmen.

Freiheit die ich meine, gestattet jedem von uns sein Leben so zu gestalten, wie er es für richtig hält. Keine Einmischung von außen, keine gesetzlichen oder anderweitigen Regulierungen. Strafgesetze wie die Bestrafung von Diebstahl, Mord, Körperverletzung etc. bleiben davon unberührt.

Soweit irgend möglich soll die Einmischung und Fremdbestimmung durch Politiker, Parteien, Behörden eingeschränkt werden. Dies ist die Freiheit die ich einschränken möchte.
Was das Leben des einzelnen, einer Gruppe, z. B. Stadt, Gemeinde oder auch Stadtteil betrifft, wird auch von diesen entschieden.
Übergeordnete Gesetze oder Regulierungen müssen die Ausnahme sein und bleiben.

In dem Maße wie meine/unsere Freiheit wächst, schwindet die Freiheit der anderen.

Worüber können wir schon großmächtig entscheiden?
Welche Waren wir kaufen?
Selbst dies ist durch den Staat eingeschränkt. Er verbietet, reguliert, besteuert und nimmt so Einfluss auf unsere Kaufentscheidung. Dies gilt natürlich auch für das Herstellen und Anbieten von Gütern und Waren aller Art.

Wie wir unsere Freizeit verbringen?
Überlegt mal selbst, was ihr wann tun dürft und was nicht. Wo gibt es keine Beschränkungen/Vorschriften oder Verbote?
Ausgenommen sind natürliche Beschränkung, dass man seine Nächsten nicht belästigt oder stört.

Welche Freiheit haben wir über unser sauer verdientes Geld zu entscheiden?
Steuern, Abgaben und Gebühren werden nicht von uns festgelegt. Es kann keinerlei Einfluss darauf genommen werden, was mit diesem Geld geschieht. Der in unseren Taschen verbleibende Rest kann nur im Rahmen des erlaubten ausgegeben werden. Wer sein Geld spart und dafür z. B. Zinsen oder Dividenden kassiert, muss auch davon wieder Steuern zahlen. Wer dies nicht tut, wird wie ein Krimineller behandelt.

Was hingegen geschieht mit jenen die unser Steuergeld verprassen, unsere Gebühren verschwenden, Parteifreunden und sonstigen Gesinnungsgenossen lukrative Posten verschaffen?
Sie bekommen Orden, sitzen in der ersten Reihe bei öffentlichen Veranstaltungen, fressen und saufen auf unsere Kosten.
Zu guter Letzt genehmigen sie sich ihre Gehälter/Diäten/Pensionen selbst, die wiederum von uns bezahlt werden.

Ja. Tatsächlich, sie leben in einem freien Land, dem freiesten Deutschland aller Zeiten. Sie leben im Schlaraffenland. Diese, ihre Freiheiten möchte ich einschränken, sie ihnen nehmen.

Dazu gehört auch eines und das ist nicht ganz unwichtig. Deutschland muss abgeschafft werden. Das Deutschland das zentralistisch verwaltet wird, das den Regierenden/Herrschenden die Entscheidungsgewalt über uns Deutsche gibt.
War diese Entscheidungsgewalt anfangs, im Kaiserreich, noch durch die Reichsverfassung eingeschränkt; sonst wäre wohl die Zustimmung der deutschen Länder nicht möglich gewesen; wurde die Entscheidungsgewalt Schritt für Schritt aufgehoben und gipfelte schließlich in den zentralistischen Überstaaten des NS-Staates und der DDR.
In der BRD wurden einige kümmerliche Reste der Eigenstaatlichkeit bewahrt, werden aber Schritt für Schritt demontiert und das Aufgehen in einem zentralistischen Supermonster ist vorgesehen. Mehr Schein als Sein.

Die größten Errungenschaften der deutschen Nation wurden in der Zeit der sog. und vielgeschmähten Vielstaaterei geschaffen. Das hochgelobte Kaiserreich profitierte davon und selbst heute zehren wir noch von dieser großen Vergangenheit.
Das zentralistische Deutschland brachte uns zwei große Kriege. Zwei Kriege an den wir nicht allein schuld waren aber auch nicht ganz unschuldig. Wenn man in einer solchen Frage überhaupt von Schuld sprechen will. Die einen wollten nichts abgeben, die anderen wollten was dazu haben, in diesem Falle wir bzw. das zentralistisch organisierte Deutschland. Mit wir sind natürlich nicht wir gemeint, die Otto Normalverbraucher, sondern die jeweils herrschende Schicht.
Wir, die große Mehrheit wollten nichts davon haben. Weder Kolonien, noch eine wirtschaftliche oder militärische Überlegenheit über andere Staaten und gestaltenden Einfluss in Europa.
Wir wollten und wollen immer nur eines, in Ruhe leben, unserem Broterwerb in Ruhe nachgehen und die Früchte unserer Arbeit selbst ernten und genießen.
Wir wollen auch heute vieles nicht von dem was uns als Wohltaten verkauft wird, die angeblich unserem Wohle dienen, nötig, wenn nicht gar unverzichtbar sind.

Die Entscheidungen über diese „Wohltaten“ treffen jene, deren Freiheit eingeschränkt werden muss, wollen wir in Freiheit leben.

In diesem Sinne möchte ich das neue Jahr beginnen und auch euch empfehlen, denkt über die Freiheit nach, die ihr meint, die Freiheit die die eure ist. Denkt nicht an die Freiheit anderer, die eigene Freiheit ist die entscheidende. Die kleinen Freiheiten machen das Leben lebenswert.
Gestaltet eure Freiheit und schränkt die Freiheit jener ein und sei es auch nur ein klein bisschen, die über euch/uns entscheiden wollen.
Werft Sandkörner ins Getriebe, wo immer nur möglich. Steter Tropfen höhlt den Stein.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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