Peter Graf von Kielmansegg: Konservativ sein im 21. Jahrhundert – Recht oder Pflicht?

Das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen hat die gerade in Deutschland ohnehin besonders große Unsicherheit im Umgang mit dem Begriff „konservativ“ noch einmal verstärkt. Auch wer konservativ denkt und empfindet, vermeidet es, sich so zu nennen. Das gilt zumal im politischen Raum. Von ihren konservativen Wurzeln spricht die Union nur sehr gelegentlich und sehr verschämt.

Was aber zeichnet den Konservativen inhaltlich aus? Könnte nicht auch und gerade ein Wiedererstarken des Konservativen einem hemmungslosen Populismus entgegenwirken? Gegen eine Marginalisierung konservativen Denkens besteht Peter Graf Kielmansegg auf dem Recht, ja, so wie es um die Welt steht, der Pflicht, konservativ zu sein.

Peter Graf von Kielmansegg, geboren 1937, studierte Rechtswissenschaften und Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. 1964 Promotion in Bonn, 1971 Habilitation an der TU Darmstadt bei Eugen Kogon und anschließende Professur an der Universität zu Köln. Von 1985 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 lehrte Graf Kielmansegg als Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Mannheim. Autor zahlreicher Bücher u. a. „Nach der Katastrophe – Eine Geschichte des geteilten Deutschland“ (2000) und zuletzt „Wohin des Wegs, Europa? Beiträge zu einer überfälligen Debatte“ (2015).

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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