Woanders gelesen: Messerattacken in Deutschland: Richtige und falsche Opfer

Nach 9 Jahren langer Temperenz hat man endlich wieder ein hypostasierbares vermutliches Nazi-Opfer: Dr. Andreas Hollstein, Bürgermeister von Altena im Sauerland. Er wurde Opfer eines „Messerattentates“ aus angeblich radikal-rechter Gesinnung. Muss ja so sein, denn er war als erster Träger mit dem „Nationalen Integrationspreis“ durch die Kanzlerin höchstpersönlich ausgezeichnet worden.
Alois Mannichl, vormaliger Polizeipräsident von Passau war ein ausgewiesener Nazi-Jäger, der in der Vorweihnachtszeit des Jahres 2008 angeblich von einer Person mittels eines Lebkuchenmessers attackiert wurde, welche der Polizist als Neo-Nazi identifizierte.

Was unterscheidet die Fälle und was verbindet sie?

Das Angriffsinstrument – ein „Lebkuchenmesser“ – stammte aus dem Haushalt des Opfers. Bei Mannichl konnte trotz intensiver Ermittlungen seiner Polizei im niederbayerischen Nazi-Milieu nie ein Täter dingfest gemacht werden.
Hollstein wurde – durch Zeugen belegt – von einer offenbar angetrunkenen Person in einem Döner-Laden angegriffen. Der Täter wurde umgehend festgenommen und in Haft gebracht.

Soweit zu den Unterschieden.

Was sind die Gemeinsamkeiten?

Beide wurden Opfer einer Messerattacke.

Beide Opfer stilisierten sich umgehend – oder wurden stilisiert (?) – als Kämpfer: gegen „Hassrede“ und Fremdenfeindlichkeit der eine, gegen Rechtsradikalismus und Nazitum der andere.

In beiden Fällen kam oder kommt das Ganze irgendwie fragwürdig daher.
Da entstanden damals bei den Ermittlern Zweifel über die Art der Beibringung der Verletzung bei Mannichl (Bauchstich). Im Falle des Altenaer Bürgermeisters wurde in den Wahrheitsmedien sogleich von einem Messerschnitt von 15 cm (!) Länge am Hals berichtet; die Verletzung stellte sich dann eher als Kratzer heraus, der verklebt und mit einem Pflaster versorgt werden konnte.

Auf beide Fälle stürzten sich die Presse und der Staatsfunk mit einer Leidenschaft, wie sie sonst für einen Haupt- und Staatsakt aufgebracht wird. Der Bürgermeister wurde im Fernsehen herumgereicht und konnt sich als ein im Amt besoldeter Gutmensch darstellen; eine Gelegenheit, die er offensichtlich mit Freude nutzte, wie ihm im Fernsehen unschwer anzusehen war.

In beiden Fällen erreichte die Bestürzung höchste Regierungskreise:

2008 meinte Merkel, das Attentat auf Polizeichef Mannichl sei „ein Angriff auf uns alle“.
2017 sagte Merkel: „Ich bin entsetzt über den Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Holstein“.

Die passionierten Antifaschisten machten gleich auch die AfD als Mittäter oder Anstifter aus, so Katja Kipping der oberste Rotschopf von der Linken: „Wer wie die AfD agitiert, muss sich vorwerfen lassen, Gewalttäter wie in Altena regelrecht zum Handeln zu ermutigen“ und „Gewaltverbrechen wie gegen Andreas Hollstein sind auch die Folge einer ständigen rechtspopulistischen Hetze.“

Betrachten wir aktuell mal nur die letzten Tage im November des Jahres 2017, was da tatsächlich an „Messerarbeit“ (M. Klonovsky) in der Republik geleistet wurde – wobei die Aufzählung sicher nicht vollständig ist:

  • 23.11. Ein 14-Jähriger sticht in Berlin einen Mann nieder
  • 23.11. Dortmund: Männergruppe verfolgt junge Mädchen (12/13) mit Messer und greift auch noch ihren Retter an
  • 25.11. Sondershausen: Pärchen von „Südländern“ mit Pfefferspray und Messer attackiert
  • 25.11. Hannover: Zwei Schwerverletzte nach Messerattacke in Disco
  • 26.11. Messerstecherei mit Todesfolge in Oberhausen

Allen Berichten ist zu entnehmen, dass es sich bei den Tätern nicht um „schon länger hier lebende“ Nazis handelt, sondern die Täter vornehmlich in der Bereicherer-Szene zu suchen sind.

Wetten dass, würde ich diesen Beitrag auf Facebook posten, stante pede würde ich von der MASI als Hassredner, Rassist bzw. Nazi abgestraft und gesperrt werden. Man darf sich nicht mit den falschen Tätern und den falschen Opfern beschäftigen.

Dass man mich richtig verstehe: Das was dem Polizeipräsidenten Mannichl und dem Bürgermeister Hollstein widerfahren ist, ist in keiner Weise gut zu heißen; dazu bedarf es keiner Diskussion.

Nicht gut zu heißen ist der Umgang der Medien mit diesen Vorkommnissen – auch mit den beiden Betroffenen.
Nicht gut zu heißen ist, dass unverfroren daraus eine agitatorische Argumentation hinsichtlich der angeblich permanent bestehenden rechten Gefahr für die Republik hergeleitet wird.
Nicht gut zu heißen ist, dass die Kanzlerin und Spitzenpolitiker diese de facto Einzelfälle instrumentalisieren, aber zu den hunderten von Vorkommnissen schweigen, bei denen auch die Tätergruppe tunlichst nicht genannt werden soll.
Was die mächtigste politische Instanz und die willfährigen Medien uns da zukommen lassen, den „falschen Opfern“ zumuten, ist Ausdruck höchster Kaltherzigkeit und moralischer Verluderung.

http://altmod.de/2017/11/messerattacken-in-deutschland-richtige-und-falsche-opfer/1354/

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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7 Antworten zu Woanders gelesen: Messerattacken in Deutschland: Richtige und falsche Opfer

  1. Onkel Peter schreibt:

    Da ein Angriff mit einem Messer zutiefst undeutsch ist, war der Täter überhaupt ein Biodeutscher?

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Gute Frage aber manchmal kann einem schon das Messer in der Hosentasche aufgehen.
      Da wir Deutsche solch gefährliche Messerstecher sind, sind auch bestimmte Messer, Butterfly etc.“, verboten worden. Auch Fahrtenmesser fallen unter dieses Verbot. Wir haben uns ja gegenseitig gemeuchelt und gemessert.
      Obwohl, mit etwas Nachdenken fällt mir wieder ein, dass wurde ja auch wegen sog. Jugendlicher gemacht. Jugendliche stammen immer von Nichtdeutschen ab. Sollten Jugendliche einmal doch von Deutschen abstammen, so sind dies keine Jugendlichen sondern meist rechtsextreme Ausländerfeinde oder Neonazis.

  2. Augustus schreibt:

    Servus Gerd!

    Ein guter Text. Erwähnt werden sollten jedoch auch die Unregelmäßigkeiten: Beispiel Mannichel: Der Täter, den er beschrieben hat, kann es nicht geben. Er hat den Angriff auf sich selbst inszeniert. Ein Täter der eine Schlange im Gesiccht als Tattoo trägt, der wäre so auffällig wie ein bunter Hund und mit Sicherheit schnell gefasst, vor allem, wenn er zu der stark beobachteten rechtsradikalen Szene zählte.
    Beispiel Reker (Oberbürgermeisterin von Köln): Ebenfalls angeblich in den Hals gestochen. Der Täter: Vermutlich ein V-Mann, denn wie sich rausstellte, hatte er bei der Bundesagentur für Arbeit eine Vermittlungssperre. Als das bekannt wurde, fiel der gesamte Sachverhalt schnell unter den Tisch. Pikant: Zeitpunkt war Höhepunkt der „Füchtlings“willkommenshysterie. Die Stimmung war gerade am kippen. Wie gesagt: Passender Zeitpunkt. Beispiel Hollstein: Wieder angebliche Nazi-Attacke. Erst wurde behauptet man habe ihn in den Hals gestochen, dann haben man ihm einen 15 cm langen Schnitt zugefügt und schließlich präsentiert er sich einen Tag später der Presse mit einem maximal 5 cm großen Pflaster. Pikanter Zeitpunkt, denn kurz zuvor war ein „Flüchtling“ aus Syrien in Cuxhaven mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren. Klar war sofort: Kein Terrorakt, er ist nur wegen eines Streits in der Disco ausgeflippt. Na dann ist ja alles gut. Die Nachricht wollte man schön regional halten. Als es dann anfing im Internet zu brodeln, kam die angebliche „Nazi-Attacke“. Man möchte fast denken: Ablenkungsmanöver gelungen.

    Beste Grüße

    Augustus

  3. KW schreibt:

    Liebe Gemeinde: Ich kann zum Thema auch etwas aus der Vergangenheit beisteuern, das war damals mein Weckruf und die Überzeugung, daß mit der BRD etwas nicht stimmt. Können sich die Diskutanten noch an das Jahr 2000 erinnern? Hundebisse, die Biester bissen überall zu, und immer dieselben Rassen. Wir hatten im Februar 2000 9 Welpen und hatten Angst, unsere Staffordshire Bullterrierkinder nicht mehr loszuwerden. Die Bisse häuften sich, nichts anderes kam in den Nachrichten und Schwafelsendungen. Wir hatten sie aber alle gut und teuer vermittelt, wie es üblich ist bei reinrassigen VDH-Hunden, dann kam der Vorfall in Hamburg am 26.6. 3 Tage später stand die abgekupferte Hundeverodnung aus Bayern, dort waren 3 Hunderassen seit 1992 verboten, aber die Leute zogen dann eben um, der Deutsche hält sich mit Protest zurück. . Die Presse war nach der Beißattacke in HH sofort vor Ort, obwohl Wilhelmsburg (HH) ziemlich weit weg von den Presseagenturen im Zentrum sind. Die Leiche des totgebissenen Kindes hat niemand gesehen, er wurde außerdem in der Türkei begraben, wie praktisch. Danach kam das Halteverbot und in der ganzen BRD das Einsammeln der bürgerlichen Rechte für die Halter der 4 Hunderassen. Der Besitzer des Hundes in HH war Türke, Drogenhändler, überhaupt hielten die sich die schwarz gezüchteten Hunde. An jeder Ecke waren sie mit den Hunden präsent. Aber das neue Gesetz betraf auch die Halter des VDH, und der VDH konnte nix machen. Soweit zu den großen Organisationen, wie ja auch die Gewerkschaften nix gegen Hartz IV machen konnten..Das Hundegesetz von HH besteht noch heute mit der Aufhebung der Unverletzlichkeit der Wohnung, das war sogar ohne richterliche Anordnung möglich, (bei uns stand der Amtstierarzt auf der Matte, weil unsere Nachbarn uns angezeigt hatten, weil unsere Hündin am Zaun bellte, wenn Nachbrskinder mit Stöckem am Zaun langratschten).Der Gleichheitsgrundsatz wurde damit gegenüber anderen Hundebesitzern aufgehoben, die Umkehr der Beweislast wurde erhoben,, statt dessen mußten wir bei kollektiver Vorverurteilung durch die Gesetze die Ungefährlichkeit unseres Hundes und unsere Zuverlässigkeit durch ein Führungszeugnis nachweisen. All diese Scheinchen kosten natürlich Geld. In HH durften die Hunde ohne Grund eingezogen werden, also Eigentumsrechte aufgehoben, in Harburg wurde zusätzlich ein Lager eingerichtet. Viele Hunde wurden ohne die Erlaubnis der Besitzer umgebracht, ein Besuchsrecht gab es im Lager in Harburg nicht. Im Hintergrund dieser Maßnahmen und dem medialen Gezeter wurde der europäische Haftbefehl leise durchgewinkt. Seitdem hasse ich dieses System, egal, wer regiert, es ist wurscht, weil die Agenda immer dieselbe ist. Jetzt sind es die Schätze aus Afrika und dem Morgenland, die in ganz Westeuropa zustechen, Leute umfahren, um sich schießen, aber das sind alles Einzelfälle, Jugendliche, Traumatisierte, der Zorn der Urbewohner wird medial angeheizt, und meine Ahnung ist, daß diese Vorfälle irgendwann zum großen Rausschmiß führen werden. Diese Kampagnen ähneln sehr denen im Jahr 2000.Auf jeden Fall wird etwas künstlich herbeigeführt. Wem nützen Wanderungen von Völkern? Ich als Flüchtling aus der DDR sags Euch: Die Banken gaben uns als erstes einen schönen Kredit für die Neuanschaffung von Möbeln, Autos ect. Dann bauten wir uns noch ein Häuschen, wieder ein schöner Kredit, der uns fast das Genick gebrochen hat, aber nur fast. Der Rubel muß rollen weltweit.So eine plötzliche schöne Rückreisewelle hält das brüchige Finanzsystem noch eine Weile am Laufen, wie damals die Öffnung des Ostblocks. Wir Hundebesitzer von damals sind alle aufgewacht, was hier läuft. Wir haben uns als Trainingsspiel für etwas viel Größeres gehalten.Politik und Medien machen die Arbeit der großen Banker im Hintergrund.Daher sind besonders diese als Hirte der Herde zu sehen, und alle 4 Jahre können wir uns den aussuchen. So läuft es auch im Amiland.Was jetzt mit Trump passiert ist, weiß ich nicht. Umdenken der Agierenden? Spaltung des Elitelagers? Unfall? Auf jeden Fall bleibt uns wohl die Bankenrettung durch einen schönen Krieg erspart.Ich sitze wie weiland Waltorf und Stadler im hinteren Rang der großen Muppetshow.In diesen 17 Jahren hat sich dieses Bild mit der Hilfe vieler Mitdenker herausgebildet.1989 bin ich noch als Flüchtling über Ungarn auf der großen Schmierenbühne mitgetobt, diesmal mache ich nicht mit. Obwohl, geschadet hat es uns nicht, Friedrichshain in Berlin ist jetzt zum Müllhaufen geworden, wie ganz Berlin zur Kloake. Aus HH sind wir wegen der Hundeverordnung raus, auch das war gut. Das ist jetzt auch versifft. Ach ja, vergeßt die Gerichte, die hängen mit drin. Wir klagten gegen die Hundeverordnung und bekamen Recht, aber die Berufung wurde zugelassen. Die Stadt ließ diese Möglichkeit nicht aus und goß in der Zwischenzeit die Verordnung in ein Gesetz. Als wir nach Jahren erneut vor Gericht standen und gegen das Gesetz in 2. Instanz klagten, das buchstabengenau von der Verordnung abgekupfert war, lachte der Richter uns ins Gesicht und ließ die Klage nicht zu, wir müßten von vorn anfangen und gegen das Gesetz klagen. Lustig, gelle? So hat auch unser RA gelernt, wie das System funktioniert und hat sich bei uns für diesen Einblick bedankt.
    So läuft es ja auch mit einigen Blogbetreibern, man versucht sie finaziell zu schädigen.Es gibt nur 2 Fronten, das ist das System mit seinen bezahlten Tentakeln in Ämtern, Medien, Gerichten und auch der Polizei, Büttel der Macht, die eigentlich langsam erkennen müßten, wem sie dienen und den Gehorsam verweigern. Und die andere Seite sind wir.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Moing Kersti,
      dazu kommt noch, die Büttel prozessieren völlig risikolos gegen uns Bürger. Die Kosten zahlen auf jeden Fall wir, egal ob direkt oder indirekt.
      Daher: Keine bzw. wenig Macht dem Staate und keine verantwortungslosen Politiker oder Beamten.

      • KW schreibt:

        Moin Gerd, noch ein Schmankerl zu Gesetzen und Gerichten. Früher, als ich noch nicht wußte, wie verwest das ganze System ist, habe ich noch beim Focus und der CDU (aber das weißt Du ja ;-))kommentiert. Im Focus ging es Anfang der 2000er um die Gesundheitsreform unter dem Traumpaar Schröder/Fischer und dem Drehhofer als Gesundheitsminister. im Kommentarbereich des Focus lernte ich einen Arzt kennen, der mir als private Nachricht folgendes schrieb. Er und ein paar Kollegen trafen irgendwo in einem Flur den Umfaller aus der CSU und trugen ihm ihre Kritik an dem Gesetz vo, der hörte sie an, lachte sie aus und meinte, sie können ja gegen das Gesetz klagen, bis die Klage dann durch ist, haben sie 10 Jahre Zeit, ein neues Gesetz zu gießen und dann kann der Spaß von vorn beginnen.Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, hätte ich das nicht geglaubt. Die regieren schon lange gegen uns.

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