Bundestagswahl 2017

Dieses Mal werde ich wieder die CSU wählen. Aus taktischen Gründen, ich weiß was die CSU ist, wer in der CSU ist und was ich von ihr zu erwarten habe und was nicht. Das ist eigentlich schon sehr viel.

Meine Gründe CSU zu wählen. Die CSU ist eine bayerische Partei, die Funktionäre aller Ebenen sind in der Regel ortsansässige Leute. Das allein hilft noch nicht viel, das sind andere auch. Aber die Spitzenfunktionäre sind ebenfalls Bayern und nicht irgendwelche Zugereisten oder vorgesetzte Leute aus anderen Bundesländern die woanders zu Hause sind oder nur dort ansässig werden wo sich lohnende Politposten auftun. Auf die kann ich gerne verzichten.
Wenn im Wirtshaus oder anderenorts von unsereins geschimpft wird, kann ich mir sicher sein, dass dies Politfunktionären verschiedener Ebenen zugetragen wird und diese somit unsere Stimmung ganz gut mitbekommen. Da diese gerne ihre Posten und Pöstchen behalten, haben wir Bayern sozusagen einen kleinen, direkten Einfluss, den uns andere Parteien nicht bieten.
Der nächste Vorteil ist noch, dass die CSU breit aufgestellt ist und viele Mitglieder der örtlichen Honoration angehören. Sprich, die haben im Rahmen der Möglichkeiten die diese Republik bietet größtmöglichen Raum und Eiinfluss um zu wirken. Darüber hinaus bleibt auch ihnen die Möglichkeit der Einflussnahme verwehrt. Wer mehr verspricht, lügt oder  blickt nicht durch.

In früheren Jahren habe ich Bayernpartei oder NPD gewählt (Was mir einige Leser übel nahmen, als ich dies bei der letzten Wahl empfahl, das kann mir mit meinem heutigen „Outing“ auch wieder geschehen).
Die Bayernpartei auf Bundesebene zu wählen ist sinnlos, ebenso die Proteststimme an die NPD.
Die AfD wähle ich nicht, auch nicht mit meiner Proteststimme, da sie nicht anders ist als die CDU vor vielleicht 10 oder 15 Jahren. Politische Einflussnahme wird ihr über die Oppositionsrolle hinaus verwehrt bleiben, falls sie eines fernen Tages doch in Amt und Würden kommen sollte, wird sie nicht anders entscheiden als die heutigen Systemparteien.
Wenn ich die Alt-CDU wählen möchte, dann kann ich auch die CSU wählen und somit ein Fünkchen politischen Einfluss ausüben.
Wer weiß außerdem schon, welche Versprechungen die AfD halten wird und welche nicht, welche Wahlversprechen dem politischen Drecksgeschäft geopfert werden?
Mehr als glauben bleibt da nicht. Bei der CSU weiß ich was ich habe und bekomme.
Als Bayer habe ich diese einzigartige Möglichkeit eine „regionale“ Bundespartei zu wählen, eine Möglichkeit die anderen deutschen Landsmännern verwehrt bleibt. Vielleicht solltet ihr mal darüber nachdenken, ob ihr die CDU (was davon noch brauchbar ist) verörtlichen könnt. Dies wäre ein Weg weg vom Zentralismus und seinen Fehlern und ein Weg hin zur direkten politischen Einflussnahme, wenn auch nur in geringem Maße.

„Der Spatz in der Hand, ist mir lieber als die Taube auf dem Dach.“ 

oder

„Das eine tun und das andere nicht lassen.“

Eines möchte ich noch abschließen anmerken. Diese Wahl ist keine Schicksalswahl, wie es gerne von interessierter Seite propagiert wird.  Wenn man so möchte ist jede Wahl eine Schicksalswahl. So wie diese Republik langsam aber stetig dahin verändert wurde, wo sie heute steht, so kann sie unter Umständen auch wieder langsam aber stetig verändert werden und zwar in dem Sinne, wie sie uns gefällt. Aber und das möchte ich ausdrücklich betonen, nur in dem Rahmen der uns zugestanden wird.
Blicken wir noch in die USA, Trump hat vieles erreicht, aber nicht die Macht errungen. Er hat eine Position errungen, mit Hilfe der Wähler, von der aus er die Macht angreifen und ihr gefährlich werden kann. Diese Position gilt es zu erringen, zu halten und auszubauen.
Mein Mosaiksteinchen auf diesem Weg dorthin ist die Stärkung der CSU, die immer noch einen guten Kern hat.

PS:
Gestern Abend sah ich einen Ausschnitt von der Merkel-Rede auf dem Marienplatz. Es lohnt nicht auf den Inhalt einzugehen. Was aber, außer Merkel, nervte war das gellende Pfeifkonzert und andere Störaktionen.
Normalerweise ist dies ein Verhalten und Kampfmittel der Linken, in diesem Fall war links und rechts an dieser Aktion beteiligt.
Dazu möchte ich nur eines sagen, das ist ein Verhalten des Pöbels und ich werde solche Aktionen keinesfalls unterstützen und ich pfeife auf diese Krakeeler.
Auf der einen Seite weinerlich werden, wenn die Antifa und andere Versammlungen  der rechten Seite stören, auf der anderen Seite denselben Mist verzapfen.
Nein, diese Leute können mir gestohlen bleiben. Auch sie sind nur nützliche Idioten, ohne Hirn und Verstand. Nützen tun sie der Sache nicht, ganz im Gegenteil, sie schrecken ab.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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4 Antworten zu Bundestagswahl 2017

  1. KW schreibt:

    Moin, Gerd, Gruß aus dem sonnigen Norden. Ja, die Wahl. Es ist paradox, denn jahrelang war uns klar, nicht mehr zur Wahl zu gehen, nachdem wir sie hier beim Betrügen erlebt haben. 3 Stimmen von uns und einer Bekannten tauchten in der Auszählung nicht auf. Die NPD wird also nicht gezählt, nationale Politik ist nicht gewünscht. Vor paar Tagen sprach mich dann mein Mann an, daß wir vielleicht doch die AfD wählen sollten. Die ist mir auf seiten Petrys zu konform, aber Höcke kann mich schon überzeugen, kurz, man weiß nicht wohin sie sich neigen will. Gut, dachten wir, geben wir ihnen eine Chance. Da sah ich gestern bei PI die Jubelarie um den Redner von Karlruhe. Da hat die AfD also auch ihren Vorzeigeneger nach dem Motto „Wir sind nicht rassistisch“. Also lassen sie sich von den Globalisten/Internationalisten genauso vor sich hertreiben wie die CDU, ohne zu merken, daß diese angeblich linken Kräfte die Zuarbeiter des Finanzkapitals sind. Wer dieses blöde Spiel mitspielt, ohne die zu entlarven, verdient unsere Stimme nicht. Der Neger kam 2003 her und hat sich festgesogen. Was will er hier? Gibt es in Afrika nichts zu organisieren? Einen vernünftigen Staat vielleicht ohne blutsaugenden Diktator? Sie alle setzen sich in fertige Industriestaaten, weil sie sich selber nicht organisieren können. Gestern hörte ich zufällig im Staatsfunk, daß sich 1,2 Millionen Polen in Irland fetsgesaugt haben. Ich frage immer, ob überhaupt noch Polen im Osten leben, wenn ich ihre Anzahl hier in meinem kleinen Örtchen sehe, anscheinend sind auch sie unfähig, sich selbst zu organisieren, sind lieber Befehlsempfänger in fertigen Industriestaaten Eben sprach ich mit einem Nachbarn, der sich mal den Adi zurückwünschte. Der wählt die Tierschutzpartei. Der weiß, daß die eh nicht in den Bundestag kommen, latscht aber zur Wahl. Es ist grotesk, in welchem Scheinstaat wir leben. Und wenn man sich umsieht, ist dasselbe Bild in ganz Westeuropa. Auch dort sind die sogen. Rechten durchsetzt mit Ausländern. Die wollen dasselbe wie die Altparteien alles herbeiorganisiert haben, nur nicht ganz so schnell. Wie gesagt, ich sehe, daß wir keine Wahl haben und begnüge mich, gegen den Wahnsinn anzuleben. Der Ausgang und der Sturm im Wasserglas morgen abend interessieren mich nicht, solange hier nicht von einem rigorosen Rückführprogramm die Rede ist.Neger gehören nach Afrika, Asiaten nach Asien, Weiße nach Europa, so war das alles einmal geplant und nicht dieses Versuchsprogramm von heute. Wir sehen am Beispiel der Einwanderungsbuntländer, daß sie keine eigene Kultur hervorbringen können, nicht einmal eine typische Eßkultur, von Cola und dem Klops im Brötchen mal abgesehen. Das sind aber 2 Krankheiten und keine Kultur.
    Die CSU ist bayrisch, aber mit dem Drehhofer, dem Bettvorleger von Merkel? Die bestimmen doch alle nicht die deutsche Politik. Die Wahl und das Gezeter darum können sie eigentlich lassen. 1989 sprang ich bei dem Schaustück „Flucht aus der DDR“ noch mit auf die Bühne, jetzt sitze ich im Zuschauersaal wie die 2 Alten in der Muppetshow. Mal schaun, was sie uns nach dem 24.9. zeigen werden, aber die Stücke werden immer grober, die Schausteller immer plumper und häßlicher, die Lügen dreister, das Spiel immer schmutziger. Ist alles nicht optimistisch, ich weiß, aber es geht seit 1990 steil bergab.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Servus Kersti,
      macht nix wenn´s bergab geht, es wird auch wieder aufwärts gehen. Da bin ich mir ganz sicher. Nur die Flinte nicht ins Korn werfen.
      Bei der Rolle der Parteien und anderem sind wir uns sowieso einig.
      Wenn ich noch eine Chance habe das kleinere Übel vom Übel zu wählen, dann nehme ich die Gelegenheit wahr.
      Die AfD wie auch andere sog. rechte Parteien sind natürlich eine Scheinopposition.
      Eine echte Opposition dürfte nicht durch Gesetze o. ä. gehindert werden, sie könnte nur aus dem Willen unseres Volkes entstehen und bei genügender Stärke evtl. auch an die Regierung kommen. Ganz unabhängig von der politischen Richtung.
      Dies ist allerdings nicht möglich, wird nicht zugelassen.
      Aber alles auf einmal werden wir nicht hinkriegen, also Schritt für Schritt. Das Rad dreht sich.
      Gruß
      Gerd

      • KW schreibt:

        Ja, siehe Link, die anderen drehen eben auch das Rad in die andere Richtung, und was das Schlimme ist, daß die nicht normal sind. Nur ein Psychopath kann Völker zerstören. Ich hatte gestern ein Telefonat mit einem Forumsfreund. Wir überlegten, in welcher Zeit man wiedergeboren werden möchte und kamen zu dem Schluß, daß eigentlich jede Zeit ihre Probleme hatte. Auch die von Goethe und der anderen Klassiker waren nicht idyllisch, das spiegelt sich in ihren Werken wider. Oder nehmen wir die Zeit 1618-48. Was ich beobachte, ist, daß jetzt viel von den Hintergrundmächten ans Licht kommt. Sie sind so dreist, weil sie sich in Sicherheit wiegen.Es geht wahrscheinlich wirklich nur Stück für Stück auf die Tippel-Tappeltour. Deutsche Kinder bekommen auch wieder deutsche Namen, ist doch was. Die Einschulungen in diesem Jahr lesen sich wie 1920. Nur ist auch die Bildung mit am Boden.Meine Kinder besinnen sich auch wieder auf das Eigene. Meine eine Enkelin feiert morgen ihren Geburtstag auf einem Bauernhof. Ich habe dieses Jahr eigene Tomaten gezogen. Ansonsten ging vieles daneben, aber man lernt dazu. Ich hätte nie gedadcht, daß meine flippige Tochter auch mal so bodenständig wird. Ich war das mein Leben nie, aber man ändert sich und die anderen auch.Es geht nur so langsam. Ja, und Wahlen ändern nichts, aber vielleicht das Bewußtsein derjenigen, die noch durchs Leben flattern.Wir können durch unser Kaufverhalten auch etwas ändern, aber wenn ich in die Einkaufskörbe der an der Kasse Stehenden sehe, wird mir schlecht und ich zweifle, ob es einmal anders kommen kann. Genießen wir das schöne WE.
        Herzlichst
        Kersti

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