Das Wesen bundesrepublikanischer Politik

Das Wesen bundesrepublikanischer Politik besteht hauptsächlich aus Einmischung in Privatangelegenheiten, sowie aus Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und Völker.

Der Rest ist stümperhaft, oberflächlich, anbiedernd und aggressiv; je nachdem wer das Zielobjekt ist.

Bei wenigen Politikern ist ein Ansatz zu erkennen, der sie mit dem in Verbindung bringt, was diese parlamentarische Demokratie für sich in Anspruch nimmt: Handeln im Interesse des eigenen Volkes.

Was wäre wenn? Was wäre wenn morgen alle Ministerien geschlossen blieben, sämtliche Politiker ihren Rücktritt erklären würden und keinerlei Neuwahlen mehr durchgeführt würden?

Würde Chaos ausbrechen?
Würden sich Ordnungen entwickeln, die tatsächlich dem nahe kämen, was man gemeinhin als Demokratie bezeichnet?
Stünden Themen wie Klimaschutz, Dieselaffäre, Genderismus etc. die ja einen wesentlichen Teil bundesrepublikanischer Politik ausmachen, auf der Tagesordnung?

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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8 Antworten zu Das Wesen bundesrepublikanischer Politik

  1. Uranus schreibt:

    Über die Frage, was wenn wäre, lassen sich, besonders was nach einem Ende des Bundesrepublikanismus eintreten würde, erst einmal nur Annahmen treffen. Träfe dieses Ende plötzlich ein, wären chaotische Zustände nicht unwahrscheinlich. Im Falle eines Krieges sowieso. Es sieht aber leider so aus, als wollten etliche Deutsche nach wie vor stets klare Vorgaben von oben, die am besten in kernig formulierte Dogmen eingefaßt sind. Der Soziologe und Philosoph Hans Albert führt die Anfälligkeit vieler Menschen für dogmatische Heilsversprechen von oben herab, ja geradezu die Sehnsucht danach, auf deren Angst vor einem eigenständigen und verantwortlichen Leben zurück. Bei den Deutschen kommt noch das unentwegte Aufschwatzen einer kollektiven Schuld hinzu für Dinge, an denen sich die heute lebenden Deutschen gar nicht schuldig gemacht haben können. Fielen nun diese dogmatisierten „Pampers“ plötzlich weg, stünden die nach klarer Führung Lechzenden auf einmal völlig orientierungslos und sich einsam und verlassen fühlend da. Das könnte zu kritischen Folgeerscheinungen führen.

    Daher würde ich es bevorzugen, den Übergang fließend zu gestalten und, wenn möglich, auf harte und plötzliche Brüche bisheriger Gewohnheiten zu verzichten, wenngleich ich selbst damit kein Problem hätte, mich schnell auf neue Verhältnisse einzustellen, in denen eigenverantwortliches Handeln gefordert wäre. Für einige Zeit würde ich also Zwischenlösungen akzeptieren, die aber nicht zu lange andauern dürfen, sonst reißen doch wieder irgendwelche Rattenfänger das Heft des Handelns an sich und sorgen für genau das, was als überwunden geglaubt galt. Themen wie Klimaschutz, Dieselaffäre, Genderismus, die große Verschwulung insgesamt, das alles wären dann wahrscheinlich keine Themen mehr, mit denen sich die Leute noch an der Nase herumführen ließen, was nicht heißt, daß nicht neue Themen mit dem gleichen Ziel ausgedacht werden könnten.

  2. KW schreibt:

    Ich denke, daß es geht. War Belgien nicht über ein halbes Jahr mal ohne Regierung? Hat keiner gemerkt. Ich glaube, daß sich der Zentralismus wieder auflösen wird. Man merkt es an den vielen kleinen Strukturen, die entstehen und die auch unterstützt werden. Manchmal kommen ja auch Sendungen im Staatsfunk, wo bewiesen wird, daß kleine Unternehmen besser arbeiten, kundenfreundlicher und in der Lebensmittelbranche gesünder sind. Wenn Verwaltung und Justiz wegfallen, was wäre dann? Die Verwaltung nervt wegen der irrsinnigen Vorgaben aus dieser Regierung und die Justiz versagt.90% aller Streitigkeiten könnten die Leute selber austragen.Leider sind wir Deutschen das nicht gewöhnt, weil wir über Jahrhunderte ein funktionierendes Staatswesen hatten. Dieses arbeitet z.Z. nur noch zum Schaden von uns Deutschen. Dieser Staat beweist täglich seine Unfähigkeit, alles geht kontinuierlich bergab, Er kann uns weder von außen noch von innen schützen und mästet sich durch die Eintreibung von Steuern, die er selbstherrlich verteilt.Nicht einmal als DDR Insasse habe ich die Existenz des Systems infrage gestellt. Dieses hier ist menschenfeindlich in jeder Hinsicht. Wir werden fremden Krankheiten, Diebstählen, Überfällen und sonstigem kriminellen Pack ausgesetzt, unsere Kinder werden in der Schule belogen und beeinflußt, wir werden mit Medikamenten und sogen. Lebensmitteln=Füllstoffen vergiftet, wir werden mit Steuern belegt, also ausgeraubt, wir haben Gestalten in Regierung und Parlament, die man nicht als Nachbarn haben möchte, Negativauslese. Ohne die könnten wir sehr gut leben- nur- wie werden wir sie los?
    In kleine Strukturen einbringen kann man sich zweifellos, das macht meine ganze Familie, ansonsten muß man abwarten, bis das System implodiert. Mir schwebt sowas wie der Tod der DDR vor, der von ganz anderen Kräften geplant und durchgeführt wurde, meist werden die agierenden Gestalten davon nicht in Kenntnis gesetzt und auch mal geopfert. So wie gewohnt, geht es nicht weiter, die Leute murren auf der ganzen Welt. Mit Rußland wird ein Popanz aufgebaut, Putin durchschaut das Spiel seiner Herren und agiert elegant und vorsichtig. Nebenbei handelt er, auch bei uns, im Internet und spielt uns Informationen zu, also rührt ein wenig. Die Interviews mit dieser jungen Dame im Russenkanal sind übrigens exellent geführt.
    China und Rußland haben Reserven angelegt, also rechnen sie mit etwas, die VSA sind pleite, genau wie wir als deren Kolonie, die seit 72 Jahren systematisch ausgesaugt wird. Hier ist ein wunderbares unsere Situation klar umreißendes Gespräch. Ein weiter-so kann es nicht geben.
    https://brd-schwindel.org/peter-haisenko-wie-deutschland-von-der-usa-ausbeutet-wird/

  3. Augustus schreibt:

    Servus Gerhard,
    servus Uranus,

    ja, was wäre wenn… Vermutlich erst einmal das Chaos. Der Staat BRD ist strukturell darauf ausgerichtet die Bürger von sich abhängig zu machen (insbesondere Finanziell). Er nimmt den Bürger viel und zahlt es dann teilweise zurück. Man muß also eher fragen, in wie fern die öffentliche Verwaltung weiter funktionsfähig wäre (diese kann durchaus ohne die „hohen Politiker“ bestehen. Sollte diese jedoch durch einen vollkommenen Crash der BRD ebenfalls auseinanderfallen, so käme es je nach Gebiet mehr oder weniger zum Chaos. Die Ländlichen Gebiete wäre gewiß sicherer. Die Großstädte hingegen würden Brennen (Verteilungskämpfe, ethnische Unruhen, Anarchie), denn sie sind der – verzeiht bitte die Ausdrucksweise – dampfende Scheißhaufen um und in dem Mistkäfer und Mistfliegen sich tummeln. Der Grund ist ganz einfach: Diese benötigen die Infrastruktur dieser Großstädte und Ballungsgebiete.

    Beste Grüße

    Augustus

  4. Uranus schreibt:

    Ergänzend zum Thema hier mal ein Beispiel, wie „eigenmächtiges“ Handeln ein Versinken im totalen Chaos sogar verhindern kann. Detroit, eine amerikanische Stadt im US-Bundesstaat Michigan, war einmal eine wohlhabende Stadt mit einer blühenden Automobilindustrie (Ford, Chrysler, General Motors). Nach dem Niedergang dieser blühenden Industrie mußte auch die Stadt den finanziellen Bankrott erleben. Anstatt sich aber nun der totalen Depression und Resignation hinzugeben, fingen etliche arbeitslos gewordene Menschen an, sich mit bescheidenen Mitteln und vor allem eigener Arbeit auf unterster materieller Ebene eine Existenz aufzubauen. Es gab viele verlassene Häuser, deren Eigentümer nicht mehr zu ermitteln waren und die auch von den Banken, die nun auf ihren faulen Krediten sitzenblieben, aufgegeben wurden. Diese Häuser wurden mit einfachen Werkzeugen entweder abgerissen oder saniert. Brauchbares Material aus den abgerissenen Häusern wurde zur Sanierung der übrigen Häuser verwendet. Da die Häuser in der Regel nicht unterkellert waren, konnte nach dem Abriß der Häuser die freigewordene ebene Bodenfläche sofort zum Anbau von Nahrungspflanzen genutzt werden. Immer mehr Leute fanden sich ein, um bei diesem Projekt, auf der Ebene ganz normaler Menschen ganz direkt für sich selbst zu sorgen, mitzuarbeiten. Es wurden auf privater Ebene in Eigeninitiative Bus- und Transportsysteme aufgebaut, um Menschen und Waren eine bescheidene Mobilität zu verschaffen. Die Stadtverwaltung schritt nicht gegen all diese eigenmächtigen Initiativen ein, die waren froh, daß nicht alles völlig den Bach runterging und im totalen Chaos versank.

    Das Beispiel zeigt, daß auch innerhalb von Systemen, die sich immer mehr dem Wahnsinn und der Absurdität hingeben, aufgrund von Eigeninitiative neue Strukturen des menschlichen Zusammenlebens aufgebaut werden können. Es muß nicht unbedingt zuerst der totale Zusammenbruch eines Systems abgewartet werden, bevor man selbst aktiv wird. Es ist möglich, gewissermaßen vorbeugend das totale Chaos, das nach dem Zusammenbruch eines untauglich gewordenen Systems eintritt, zumindest abzumildern, auch in Deutschland, wobei mir natürlich klar ist, daß die generelle Mentalität der Amerikaner für eigeninitiative Projekte wahrscheinlich mehr Raum und Freiheiten läßt als die deutsche Mentalität. Aber wer weiß, was alles möglich wird, sobald tatsächlich Not am Mann ist.

    • KW schreibt:

      @ Uranus, man kann schon jetzt eingreifen und das fördern, was die Globalen stört. Z.B. Eigeninitiative auf allen Gebieten. Jeden unterstützen, der sie zeigt, wie kleine Händler, kleine Läden, alles von Konzernen meiden, keine Kredite aufnehmen, kein Geld auf die Bank bringen, Lebensmittel konservieren lernen, wenig Abfall produzieren, reparieren statt neu einkaufen.
      Bei meiner Tochter hat sich in NRW ein junger Mann selbständig gemacht, er kauft bei Bauern und kleinen Kolonialhändlern ein und fährt zusammengestellte Kisten mit Obst und Gemüse aus. Meine Tochter hat letzte Woche ihre erste Sendung für 20 Euro erhalten und ist hochzufrieden. Hier hat sich ein Mann mit Fischteichen seine Exiostenzgrundlage geschaffen, wir essen gerade den selbstgeräucherten letzten Saibling. Am ersten Freitag jeden Monats ist so eine Aktion mit Räucherfisch, er hat guten Zulauf. Frischen Fisch kann man per Anruf bestellen. Milchprodukte werden hier ebenfalls ausgefahren vom Bauern. All das muß man unterstützen.Kostet bißchen mehr, ist aber frischer und nicht vergiftet.

      • Uranus schreibt:

        Dem kann ich nur zustimmen. Ich selbst habe vor kurzem zum erstem Mal in meinem Leben ein paar Gläser Gelee von schwarzen und roten Johannisbeeren (Ribisel auf Bayerisch) aus dem eigenen Garten zubereitet, Einfach nur köstlich, kann ich da nur sagen.

        Die Abstimmung mit dem Geldschein und die Abstimmung mit Selbstgemachtem, sofern möglich, halte ich für wesentlich wirkungsvoller als die Abstimmung mit dem Wahlschein auf irgendwelchen Scheinwahlen.

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Ich habe wenig Zeit, daher nur kurz eine kleine Ergänzung.
        Viel Richtiges wurde gesagt und man kann dem System tatsächlich ein Schnippchen schlagen. Was aber ganz und gar ein mitentscheidender Punkt ist, junge Deutsche müssen Kinder bekommen wollen.
        Damit wird auch dem vielprophezeiten Untergang ein Riegel vorgeschoben. Systeme mögen kommen und gehen, WIR bleiben.
        Was in einer Generation verloren/versäumt wurde, kann bereits in der nächsten wieder aufgeholt werden.
        Joachim Fernau beschrieb in einem seiner Geschichtsbücher, was nach dem 30-jährigen Krieg alles unternommen wurde um die Anzahl wieder zu erhöhen. Sogar Mönche „durften“, wenn ich mich recht erinnere.

  5. KW schreibt:

    Ja, lieber Uranus, ich mache schon seit ca. 5 Jahren vieles selbst. Ich kam auf den Trichter mit Tee. In allen Früchtetees waren Aromen. Ich sammelte daher Hagebutten, Holunderblüten, Brombeerblätter ect. und trocknete das in der Sonne auf dem Balkon. 1 l Tee morgens ist beim ersten Schauen in den Rechner ein Muß im Winter. Im Sommer ist das der Saft 1 ausgequetschten Zitrone und Mineralwasser, manchmal mit Holunderblütensekt (kein Alkohol) den ich auch selber mache. Holundersaft wird auch wieder gemacht. Überall sind die Büsche, niemand erntet. Marmelade sowieso, Apfelmus von herrenlosen Bäumen, Gelee von Johannisbeersträuchern, die niemandem gehören. Steht viel rum Auch wilde Pflaumen gehören zum Hundespaziergang, wie Brombeeren oder die zahlreichen Himbeeren. Dieses Jahr habe ich meine ersten Tomaten gezogen, mache ich nächstes Jahr wieder. Die Gurken greifen die Schnecken an, muß sie nächstes Jahr früher ansetzen und hochziehen. Meine Tochter hat Nähkurse besucht. Morgen gibt es bei uns Speckkuchen. Ausländisches Gelumpe kaufen wir nicht, es ist nicht nachprüfbar. Heute hatten wir Blaubeeren vom Bauern, sind 1 Euro teurer. Man kann dagegenleben. Wahlen ignorieren wir schon lange, ich schmeiße meine Stimme doch nicht für einen Statthalter für die VSA in die Urne. Wir könnten unser Leben in die eigene Hand nehmen, da bin ich mir ganz sicher. Und unsere Zeit wird kommen!!!!

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