Gemeinschaft

Wo einer denkt, entsteht ein kleiner Funke,
Wo tausend denken wird daraus ein Licht!
Ein Tröpfchen Wasser reicht noch nicht zum Trunke,
Und ein Erkenntniskorn genügt noch nicht.

Erst wenn dasselbe viel Millionen fühlen,
Erst wenn uns allesamt ein Ding bewegt,
Kann unser Handeln jenen Wert erzielen,
Der die Gewähr für bess‘re Zukunft trägt.

Aus der Gemeinschaft muß Erlösung kommen,
Denn sie allein befruchtet unsern Geist,
Aus ihr hat mancher schon die Kraft genommen,
Die Mauern und Gebäude niederreißt.

Wo einer schreitet, geht sein Schritt verloren,
Wo tausend schreiten ist ihr Gang voll Wucht,
Drum haben wir uns unlösbar verschworen
Und fügen uns in Ordnung, Sinn und Zucht!

Worte: Unbekannt

e / D / e /
C / D / e

Das Gedicht entstammt einem Gedichtband aus dem Jahr 1941, ein Dichter ist nicht angegeben. Falls dieser politische Affinitäten aufgewiesen haben sollte, so sei sich von diesen vorsorglich distanziert. Das Gedicht selbst ist keiner politischen Richtung zuzuordnen und kann auf jede Form von Gemeinschaft bezogen werden.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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