Zum Kalenderblatt 9. Mai/Weidemond: 1932-05-09 – Wilhelm Pieck (KPD) – Reichstagsrede – Dieser Staat muss zertruemmert werden

Friedrich Wilhelm Reinhold Pieck (* 3. Januar 1876 in Guben; † 7. September 1960 in Berlin) war ein deutscher Politiker, zuerst Sozialdemokrat und später Gründungsmitglied der KPD.

Wilhelm Pieck gilt als Verräter von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

1922 war er Mitbegründer der Internationalen Roten Hilfe und wurde 1925 Vorsitzender der Roten Hilfe Deutschlands. Daraufhin wurde er ins Präsidium des Exekutiv-Komitees der Kommunistischen Internationalen im Jahre 1931 gewählt. 1935 ging er nach Moskau und überstand die stalinschen Säuberungen der 30er Jahre in der Sowjetunion bemerkenswerterweise unbeschadet. 1943 gehörte er zu den Initiatoren des Nationalkomitees Freies Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er maßgeblich an der Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED in der damaligen sowjetisch besetzten Zone Deutschlands beteiligt. Von 1949 bis zu seinem Tod war er dann der erste und einzige „Präsident“ der sogenannten DDR.

Der westliche Teil seiner Heimatstadt Guben, der nach dem Zweiten Weltkrieg nicht polnisch besetzt wurde, trug von 1961 bis 1990 die amtliche Bezeichnung „Wilhelm-Pieck-Stadt Guben

Zitat:
Von Wilhelm Pieck, dem KPD-Vorsitzenden und späteren Präsidenten der DDR, wird berichtet, er habe 1945 auf die Nachricht von der Besetzung Stettins durch Polen wutentbrannt geschrien: „Das ist ein Übergriff, den wir uns nicht bieten lassen werden. (…) Wir werden uns alles wieder zurückholen, was uns die Pollacken geraubt haben; auch meine Heimatstadt Guben.

Advertisements

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Geschichte, Kalenderblatt abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.