Walter Flex – Was keiner wagt, das sollt ihr wagen

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen ist ein Gedicht des im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Dichters Walter Flex.

Text

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen,

Was keiner sagt, das sagt heraus,

Was keiner denkt, sollt ihr befragen,

Was keiner anfängt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen,

Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,

Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,

Wenn alle mittun, steht allein!
Wo alle loben, habt Bedenken,

Wo alle spotten, spottet nicht,

Wo alle geizen, wagt zu schenken,

Wo alles dunkel ist, macht Licht!
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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu Walter Flex – Was keiner wagt, das sollt ihr wagen

  1. Uranus schreibt:

    Es gibt ja das geflügelte Wort: „Auch wenn alle, ich nicht“ [lat: etiam si omnes, ego non]. Für das obige Gedicht gilt: „Auch wenn niemand, ich doch“. So herum ist es besser, unerfreuliche Verhältnisse im gewünschten Sinn zu verändern. Wenn ich etwas nicht tue, das alle anderen tun, dann ist erst einmal noch nichts verändert. Tue ich aber etwas, das sonst niemand tut, dann kann das der Beginn von etwas neuem sein, und nicht nur einfach von etwas neuem, sondern von einem Neuen, das besser als das Alte ist.

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