Woanders gelesen: Israelischer Minister: es ist an der Zeit Assad umzubringen

Will Assad umbringen und dann gegen den Iran losgehen

Jason Ditz

Der israelische Wohnbauminister Yoav Galant von der Kulanu-Partei gab heute von sich, dass die gestrigen Behauptungen der Vereinigten Staaten von Amerika, dass die Regierung Syriens ein Krematorium errichtet hat, um hingerichtete Gefangene verschwinden zu lassen, was Syrien bestreitet, bedeutet: „Die Zeit ist gekommen, um Assad umzubringen.“ In der Folge verglich er dann Assads Syrien mit Nazideutschland.

Es ist unüblich für einen Parlamantsabgeordneten, öffentlich die Ermordung des Staatsoberhaupts eines Nachbarlands zu fordern, und es liegt klar außerhalb des Aufgabenbereichs des israelischen Wohnbauministeriums, eine solche Entscheidung zu treffen. Galants Status als ehemaliger General scheint seine Grundlage dafür zu sein, diese Verlautbarung abzusondern. (Wie nur wenig bekannt, besteht die Regierung Israels zum Großteil aus Generälen 🙂 Klaus Madersbacher)

Galant erklärte, Assad sei „der Schwanz der Schlange,” und blieb dabei, dass Israel ihn umbringen könnte, um sich dann auf den Beginn eines Kriegs gegen den Iran zu konzentrieren, den er als den „Kopf der Schlange“ identifizierte. Einen Kampf mit dem Iran zu beginnen hat natürlich bereits seit langem Priorität in Israel.

Galant räumte ein, dass es eventuell nicht praktisch sein könnte, Assad zu ermorden, und dass das nach Internationalem Recht illegal ist, beharrte aber darauf, dass Assad „keinen Platz in dieser Welt hat“ und ohne Umschweife umgebracht werden muss. Seine Schlussfolgerung präsentierte Galant wieder einmal hauptsächlich auf der Grundlage der gestrigen Behauptung des Außenministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika betreffend ein Krematorium, für das weiterhin jeder unabhängige Beweis fehlt, und die Syrien zurückweist.

Anmerkung: Offenbar findet Amnesty International, das die beweisfreie Geschichte von den 50 Exekutionen pro Tag und dem Krematorium bereits vor einigen Wochen in seinem Lesebuch für Gläubige aka „Bericht“ veröffentlicht hat nichts dabei, sich mit solchen Schauergeschichten als Propagandasprachrohr der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika zu outen. Wer das noch nicht gewusst hat, weiß es vielleicht jetzt, wer weiß … (Klaus Madersbacher, antikrieg.com)

http://antikrieg.com/aktuell/2017_05_17_israelischer.htm

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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