6. Mai/Weidemond Kalenderblatt: Akkon, Richard Löwenherz, Heinrich von Schwerin, Florian Geyer, Schlacht bei Wimpfen, Dorothea Christiane Erxleben, Siebenjähriger Krieg, Osmanisches Reich, Chinese Exclusion Act, Leo von Caprivi, Dritter Anglo-Afghanischer Krieg, Blutmai, New Deal, Zeppelin Hindenburg, Breslau, Prager Operation, Kurt Schumacher, Willy Brandt,

1104: Die Verbündeten Königreich Jerusalem und Republik Genua beginnen mit ihrer Streitmacht an der levantinischen Küste die Belagerung von Akkon. Die Stadt in der Bucht von Haifa wird von einem Statthalter der Fatimiden regiert.

1191: Englands König Richard Löwenherz trifft, unterwegs zum Dritten Kreuzzug, mit seiner Flotte vor Limassol ein. Er beginnt nach einem Ultimatum mit der Eroberung Zyperns, das Isaak Komnenos regiert.

1223: Graf Heinrich von Schwerin nimmt auf der Insel Lyø den dänischen König Waldemar II. gefangen und bricht damit die Vormachtstellung Dänemarks im Ostseeraum. Da die Grafschaft Schwerin besetzt ist, bringt er Waldemar vorläufig auf die Burg Dannenberg.

1525: Im Bauernkrieg beginnt der Schwarze Haufen des Florian Geyer zusammen mit dem Fränkischen Heer den Sturm auf Würzburg, wo die Einnahme der Festung Marienberg an deren Besatzung scheitert.

1622: In der Schlacht bei Wimpfen in der ersten Phase des Dreißigjährigen Krieges siegen Ligatruppen unter Johann t’Serclaes von Tilly und González Hernandez de Córdoba über die pfälzischen Truppen unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach.

1754: Dorothea Christiane Erxleben, die ihr Studium auf Grund einer Sondergenehmigung von Friedrich dem Großen absolviert hat, besteht ihre Doktorprüfung an der Universität Halle mit großem Erfolg und wird damit zur ersten promovierten Ärztin in Deutschland.

1757: In der Schlacht von Prag, der zweiten Schlacht des Siebenjährigen Krieges, treffen die Heere Friedrichs des Großen und Karl Alexanders von Lothringen aufeinander. Den Preußen gelingt der Sieg über die Österreicher.

1876: In Thessaloniki werden der deutsche und der französische Konsul von fanatischen Muslimen bei einem Tumult getötet, was die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder zum Osmanischen Reich schwer belastet.

1882: Der US-Kongress verabschiedet den Chinese Exclusion Act, der bestimmt, das für 10 Jahre keine chinesischen Arbeiter (laborers) in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen. Damit werden die Bestimmungen des Burlingame Treaty von 1868 außer Kraft gesetzt und die Einwanderung von Chinesen de facto komplett unterbunden.

1893: Reichskanzler Leo von Caprivi löst den 8. Deutschen Reichstag auf, nachdem dieser seine Gesetzesvorlage über die Erhöhung der Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres auf 500.000 Mann abgelehnt hat. Die folgende Reichstagswahl findet am 15. Juni statt.

1919: In Afghanistan beginnt der Dritte Anglo-Afghanische Krieg.

1929: Als Reaktion auf den Blutmai verbietet der sozialdemokratische Reichsinnenminister der Weimarer Republik, Carl Severing, unter dem Vorwurf, sie hätten die Ausschreitungen provoziert, reichsweit die kommunistischen paramilitärischen Organisationen Roter Frontkämpferbund (RFB), Rote Jugendfront (RJ) und Rote Marine.

1935: Als Maßnahme des New Deal zur Bekämpfung der Great Depression in den Vereinigten Staaten wird von der Regierung von US-Präsident Franklin D. Roosevelt mit Executive Order 7034 die Works Progress Administration (WPA) als Bundesbehörde zur Eindämmung der Massenarbeitslosigkeit geschaffen.

1937: Beim Anflug auf Lakehurst (USA) explodiert der Zeppelin Hindenburg, das damals größte Luftschiff der Welt. 34 Menschen kommen ums Leben.

1945: Die deutsche Stadt Breslau kapituliert nach der Schlacht um Breslau gegenüber der Roten Armee.

1945: Die Rote Armee beginnt mit der Prager Operation, der letzten großen Offensive im Zweiten Weltkrieg gegen das von der deutschen Wehrmacht gehaltene Prag, wo am Vortag bereits ein Aufstand gegen die Besatzungsmacht begonnen hat.

1945: Mit Kurt Schumacher wird in Hannover erstmals nach dem Ende der  Nationalsozialisten in Deutschland der Vorsitzende einer örtlichen SPD gewählt, obwohl in der britischen Besatzungszone die Bildung von Parteien noch verboten ist.

1974: Willy Brandt gibt nach einer Tagung der SPD-Spitze in der Kurt-Schumacher-Akademie in Bad Münstereifel wegen der Affäre um den DDR-Agenten Günter Guillaume in seinem Kabinett offiziell seinen Rücktritt als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland bekannt.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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