28. April/Launing Kalenderblatt: Al Andalus, König von Jerusalem, James Cook, König Friedrich Wilhelm IV., Fahrradsteuer, Heinrich Gotthardt von Treitschke, Schlacht von Gallipoli, Aserbeidschan, Gleichberechtigung Deutsches Reich, deutsch-polnischer Nichtangriffspakt, Mussolini, Ruhrstatut, Friedensvertrag von San Francisco, Friedensvertrag von Taipeh, Kernwaffentest, Vietnamkrieg, RAF,

0711: Im Auftrag des Statthalters von Ifriqiya, Musa ibn Nusayr, setzt der arabische Feldherr Tariq ibn Ziyad nach Gibraltar (Dschebel al Tariq) über. Damit beginnt die islamische Expansion nach Spanien mit der Gründung von Al-Andalus.

1192: Konrad von Montferrat, vor wenigen Tagen erst zum König von Jerusalem gewählt, wird in Tyrus auf dem Nachhauseweg von zwei Assassinen erstochen.

1770: Auf seiner ersten Südseereise erreicht der britische Seefahrer und Entdecker James Cook die Ostküste Australiens und landet an der Botany Bay im heutigen New South Wales.

1849: In einem Schreiben, das durch Ludolf Camphausen überbracht wird, wiederholt der preußische König Friedrich Wilhelm IV. seine Ablehnung der in der Kaiserdeputation durch die Frankfurter Nationalversammlung angebotene deutschen Kaiserkrone und begründet diese ausführlich. Damit ist das Ziel der Märzrevolution, ein geeintes Deutschland und eine gesamtdeutsche Verfassung, politisch endgültig gescheitert.

1893: In Frankreich wird per Gesetz eine Fahrradsteuer eingeführt, die auch Motorräder und Automobile besteuert. Mehrere andere Staaten ziehen in den folgenden Jahren mit dem Erschließen dieser Steuerquelle nach.

1896: Der Historiker und Publizist Heinrich Gotthardt von Treitschke stirbt in Berlin

1915: Die erste Schlacht von Krithia im Rahmen der Schlacht von Gallipoli bringt den Briten eine Niederlage im Kampf mit zwei sich verbissen wehrenden Regimentern der Türken ein.

1920: Die russische Rote Armee marschiert in Aserbaidschan ein und beendet mit dem Etablieren eines Okkupationsregimes in Baku die Unabhängigkeit des jungen Landes.

1933: In Genf überreicht Botschafter Rudolf Nadolny acht deutsche Abänderungsvorschläge zu dem englischen Plan einer stufenweisen Verwirklichung der deutschen Gleichberechtigung. Die Westmächte lehnen diese Vorschläge scharf ab.

1939: Der Deutsch-polnische Nichtangriffspakt wird vom Deutschen Reich gekündigt, nachdem Polen am 23. März eine Teilmobilmachung eingeleitet hatte und den Wunsch nach einer Korridorabstimmung zur Rückgabe der Freien Stadt Danzig und Transitwege durch den Korridor nach Ostpreußen ablehnt.

1945: Benito Mussolini und seine Geliebte Clara Petacci, tags zuvor beim Fluchtversuch von Partisanen der italienischen Resistenza aufgegriffen, werden in Mezzegra erschossen. Am folgenden Tag werden die Leichen noch aufgehängt.

1949: Großbritannien, Frankreich, die Vereinigten Staaten und die Beneluxstaaten schließen das Ruhrstatut, ein Abkommen zur Errichtung einer internationalen Ruhrbehörde. Damit wollen sie die Kohle-, Koks– und Stahlproduktion im Nachkriegsdeutschland kontrollieren.

1952: Mit Inkrafttreten des Friedensvertrags von San Francisco endet die Besatzungszeit in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg.

1952 Im Vertrag von Taipeh kommt ein separater Friedensvertrag zwischen Japan und der Republik China zustande, der den seit dem Zweiten Weltkrieg existierenden Kriegszustand zwischen beiden Vertragsparteien aufhebt.

1958: Mit der Bombe Yucca beginnt die bis 30. Oktober dauernde Operation Hardtack, eine Reihe von Kernwaffentests der Vereinigten Staaten auf dem Eniwetok-Atoll und dem Bikini-Atoll der Marshallinseln.

1975: Nur sieben Tage nach der Übernahme des Amtes von Nguyễn Văn Thiệu tritt auch Trần Văn Hương als Präsident Südvietnams zurück. Staatschef wird General Dương Văn Minh, der zwei Tage später nur noch die bedingungslose Kapitulation im Vietnamkrieg verkünden kann.

1977: Der Stammheim-Prozess gegen die Mitglieder der Rote Armee Fraktion in einer eigens errichteten Halle der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim endet mit der Verurteilung von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe wegen Mordes. Die Angeklagten, die wegen eines Hungerstreiks nicht bei der Urteilsverkündung anwesend sind, werden zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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