27. April/Launing Kalenderblatt: Republik Venedig, Magellan, Schlacht bei Bicocca, Schlacht bei Mingolsheim, Häuptling Ponitiac, Heckeraufstand, Eduard von Raven, Kiautschou, Bruno Schmitz, Groß-Berlin-Gesetz, Me-109, Balkan-Feldzug, Österreichische Unabhängigkeitserklärung, Kulturrevolution, Rainer Barzel, Waldheim-Affäre,

1509: Der zur Liga von Cambrai gehörende Papst Julius II. verhängt über die Republik Venedig ein Interdikt, um den Mitgliedern der Liga zu ermöglichen, ihr Territorium auf Kosten der Seerepublik zu erweitern.

1521: Auf der Philippinen-Insel Mactan wird der unter spanischer Flagge segelnde portugiesische Seefahrer und Entdecker Ferdinand Magellan während eines Kampfes gegen die einheimische Bevölkerung unter ihrem Häuptling Lapu-Lapu getötet. Juan Sebastián Elcano übernimmt nach dem Tod des Admirals die Leitung der Weltumrundung.

1522: In der Schlacht bei Bicocca setzen sich in Norditalien die Truppen Kaiser Karls V. gegenüber dem vom französischen König Franz I. entsandten Heer durch. Arkebusen und Artillerie der kleineren spanisch-habsburgischen Streitmacht sind entscheidend im Waffengang. Das Herzogtum Mailand gerät nach der Schlacht in den kaiserlichen Machtbereich.

1622: In der Schlacht bei Mingolsheim besiegen die vereinigten Heere Peter Ernsts II. von Mansfeld und Georg Friedrichs von Baden-Durlach im Dreißigjährigen Krieg die Kaiserlichen unter Johann t’Serclaes von Tilly am Ohrenberg. Der Ort Mingolsheim gerät während der Schlacht in Brand und wird großteils zerstört.

1763: Bei einem großen Treffen in der Nähe des Forts Detroit beschließen die Abgesandten mehrerer Algonkin-Stämme unter der Führung von Ottawa-Häuptling Pontiac den Aufstand gegen die britische Kolonialmacht an den Großen Seen.

1848: Die Badische Revolution im Rahmen der Märzrevolution scheitert: Bei einem Gefecht in Dossenbach unterliegt im Heckeraufstand die „Deutsche Demokratische Legion“ unter Führung des revolutionären Dichters Georg Herwegh konterrevolutionären Truppen aus Württemberg.

1864: Der preußische General Eduard von Raven stirbt an seiner bei der Erstürmung der Düppeler Schanzen erlittenen Verwundung

1898: Die am 6. März von China gepachtete Bucht Kiautschou wird offiziell unter deutschen Schutz gestellt. Aufgrund seiner Hauptfunktion als Flottenstützpunkt für die kaiserliche Marine wird das Schutzgebiet nicht vom Reichskolonialamt, sondern vom Reichsmarineamt verwaltet.

1916: gestorben Bruno Schmitz, Architekt von einigen Nationalmonumenten wie dem Völkerschlachtdenkmal, Kyffhäuser, Porta Westfalica, Deutsches Eck und dem Bismarckturm in Unna.

1920: Das Parlament des Freistaats Preußen verabschiedet das Groß-Berlin-Gesetz zur Neuordnung der Stadtgemeinde Berlin: Mit dem Zusammenschluss der sieben Stadtgemeinden Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf mit 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken verdoppelt sich die Einwohnerzahl Berlins auf 3,8 Millionen; die Fläche des Stadtgebiets verdreizehnfacht sich auf 883 km².

1939: Die Jagdmaschine ME 109 fliegt einen Weltrekord von 711 km/h

1941: Die deutsche Wehrmacht erobert während des Balkanfeldzugs im Zweiten Weltkrieg die griechische Hauptstadt Athen.

1945: Die in Wien gebildete Provisorische Staatsregierung unter Staatskanzler Karl Renner – mit Leopold Figl (ÖVP), Adolf Schärf (SPÖ) und Johann Koplenig (KPÖ) als Stellvertreter – wird von der UdSSR anerkannt. Vor dem Parlamentsgebäude an der Ringstraße proklamiert sie die Wiederherstellung des unabhängigen demokratischen Österreichs und erklärt den „Anschluss“ an Deutschland von 1938 durch die Österreichische Unabhängigkeitserklärung für null und nichtig. Das gilt als die Geburtsstunde der Zweiten Republik.

1969: Die chinesische Volksbefreiungsarmee löst auf Beschluss des 9. Parteitags der Chinesischen Kommunistischen Partei die marodierenden Roten Garden auf und beendet damit die Kulturrevolution in der Volksrepublik China.

1972: Im Deutschen Bundestag scheitert völlig überraschend das Konstruktive Misstrauensvotum der CDU unter Rainer Barzel gegen die sozial-liberale Regierung Herbert Frahm alias Willy Brandt. Später wird bekannt, dass das Ministerium für Staatssicherheit der DDR die beiden CDU-Abgeordneten Julius Steiner und Leo Wagner bestochen hat.

1987: Der US-amerikanische Außenminister Edwin Meese setzt den neu gewählten österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim auf Antrag des Jüdischen Weltkongresses und nach Befürwortung des Office of Special Investigations auf die „watch list“ der Vereinigten Staaten und verhängt damit ein Einreiseverbot. Die Waldheim-Affäre wegen seiner unklaren Rolle bei nationalsozialistischen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg hat bereits während des Wahlkampfes für die Präsidentschaftswahl 1986 begonnen.

Advertisements

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Kalenderblatt abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu 27. April/Launing Kalenderblatt: Republik Venedig, Magellan, Schlacht bei Bicocca, Schlacht bei Mingolsheim, Häuptling Ponitiac, Heckeraufstand, Eduard von Raven, Kiautschou, Bruno Schmitz, Groß-Berlin-Gesetz, Me-109, Balkan-Feldzug, Österreichische Unabhängigkeitserklärung, Kulturrevolution, Rainer Barzel, Waldheim-Affäre,

  1. KW schreibt:

    Ich empfehle hiermit, dem Link zu Kurt Waldheim zu folgen. Das ist zwar Wikilügia, aber der aufmerksame Leser wird mitbekommen, wer hinter all dem heutigen erhobenen Zeigefinger und Maulkorb steckt. Interessant, welche Waffen eingesetzt werden, wenn der eingesetzte Läufer die Spur verläßt und beginnt, die zu kritisieren, die man nicht kritisieren darf. Und wir sehen die hündische Ergebenheit von ganz Westeuropa. Besser als in diesem Artikel kann man das ganze trübe Spiel nicht zeigen..

    • Gerhard Bauer schreibt:

      „Antisemitische Reaktionsmuster“ ist gut.
      Dies erinnert an bolschewistische und maoistische Säuberungskampagnen bei denen jede Äußerung, jedes Verhalten als klassenfeindlich eingestuft wurde.

      • KW schreibt:

        Super erkannt, nochmal danke für Deine Geschichtskunde. Ich grabe nicht überall, aber der Kurt Waldheim hat mir schon lange im Magen gelegen, weil seine Ächtung so gleichstimmig, dahergekommen ist. Bin halt hellhörig. Meine Prognose: Der ganze Mist erledigt sich noch dieses Jahr. Diese bolschewistischen Säuberungskampagnen hier sind nichts anderes, nur halt nicht tödlich. Ich wäre sozial erledigt, also eher im Archiv der Schulbehörde HH gelitten und von Kollegen gutmenschlicher Art, die das alle waren, geschnitten. Gottlob bin ich frühpensioniert, ich wußte schon, was ich mache. Geschichte könnte ich eh nicht mehr unterrichten und in Deutsch müßte ich vieles auslassen. Ist schon gut, daß ich draußen bin. Für mich und für die.Aber es dauert nicht mehr lange, bis die Blase platzt.
        Das habe ich heute reingekriegt.Obs stimmt, weiß keiner, aber es steht ja schwarz auf weiß und die Gegenseite lügt noch schlimmer, also unter Vorbehalt.
        http://www.mzw-widerstand.com/geschichte/wurde-merkel-mit-den-rosenberg-tagebuechern-erpresst

Kommentare sind geschlossen.