25. April/Launing Kalenderblatt: Grenze Sachsen – Böhmen, Achtzigjähriger Krieg, Schlacht bei Dessau, Marseillaise, Schlacht an der Adda, Fabrikrede, Erster Anglo-Afghanischer Krieg, RWE, Carl Zeiss, Audi, Schlacht von Gallipoli, Konferenz von Sanremo, Demjanskschild, Schlacht um Ostpreußen, DGB, Baden-Württemberg, Hitler-Tagebücher,

1459: Kurfürst Friedrich II. und Herzog Wilhelm III. von Sachsen vereinbaren in Eger mit dem böhmischen König Georg von Podiebrad den Vertrag von Eger, mit dem die Grenze zwischen Sachsen und Böhmen festgelegt wird. Diese Grenze ist zum Großteil noch heute gültig und gehört damit zu den ältesten bestehenden Grenzen Europas.

1607: Im Achtzigjährigen Krieg zerstört eine Flotte der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande die spanischen Schiffe in der Schlacht bei Gibraltar. Der niederländische Admiral Jacob van Heemskerk kommt bei der Schlacht ums Leben.

1626: Im Dreißigjährigen Krieg besiegt das kaiserlich-habsburgische Heer des Feldherrn Wallenstein den protestantischen Heerführer Ernst von Mansfeld mit seinen Truppen in der Schlacht bei Dessau, verabsäumt jedoch, ihn entscheidend zu schwächen.

1792: Der französische Offizier Claude Joseph Rouget de Lisle komponiert in Straßburg während der Französischen Revolution anlässlich der Kriegserklärung an Österreich den Chant de guerre pour l’armée du Rhin, unter dem Namen Marseillaise Frankreichs spätere Nationalhymne.

1799: Im zweiten Koalitionskrieg trifft ein russisch-österreichisches Heer unter Alexander Wassiljewitsch Suworow in der Schlacht an der Adda auf ein französische Heer unter Jean-Victor Moreau. Die Schlacht dauert bis zum 27. April.

1837: In der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung prangert zuerst der Abgeordnete Franz Joseph Buß in einem deutschen Parlament soziale Probleme durch die Industrialisierung an. In seiner Fabrikrede fordert er auch aus Arbeitgeberbeiträgen gespeiste Hilfskassen für Kranke und Arbeitsunfallopfer, Kündigungsfristen, längstens 14 Stunden Arbeitszeit, Beschränken der Kinderarbeit, eine Fabrikaufsicht und berufliche Weiterbildung für Arbeiter. Sein Antrag wird nicht weiterverfolgt.

1839: Britische Truppen nehmen im ersten Anglo-Afghanischen Krieg kampflos die afghanische Stadt Kandahar ein und verschaffen sich damit einen Vorteil in „The Great Game“ gegen Russland um die Vorherrschaft in Zentralasien.

1898: Zur Energieversorgung der Stadt Essen wird die Rheinisch Westfälisches Elektrizitätswerk AG (RWE) gegründet.

1902: Das Jenaer Unternehmen Carl Zeiss meldet das von Paul Rudolph entwickelte Photoobjektiv Tessar zum Patent an.

1910: August Horch, Gründer des Automobilherstellers Horch, nennt sein nach seinem dortigen Ausscheiden neu gegründetes Unternehmen Audi.

1915: Entente-Truppen landen im Ersten Weltkrieg am Kap Helles auf den Dardanellen, um nach Konstantinopel vorzudringen. Die mehrmonatige Schlacht von Gallipoli endet für die Alliierten mit einem Desaster, die Evakuierung der Truppen zieht sich bis ins Jahr 1916 hin.

1920: Auf der Konferenz von Sanremo werden für Teile des zusammengebrochenen Osmanischen Reichs im Nahen Osten Mandatsgebiete des Völkerbunds festgelegt. Es gibt ein Britisches Mandat Mesopotamien neben ihrem Völkerbundsmandat für Palästina. Die Franzosen erhalten das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon.

1943: Im Deutschen Reich wird der Demjanskschild als militärische Auszeichnung im Zweiten Weltkrieg gestiftet. Er wird an die deutschen Teilnehmer der Kesselschlacht von Demjansk verliehen.

1945: Die Schlacht um Ostpreußen geht mit dem Aufreiben verbliebener Reste der deutschen Wehrmachtseinheiten im Samland durch die Rote Armee zu Ende.

1947: In der britischen Besatzungszone wird ein Vorläufer des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründet. Erster Vorsitzender wird Hans Böckler.

1952: Durch Vereinigung der Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern erfolgt die Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg. Als erster Ministerpräsident wird von der Verfassungsgebenden Landesversammlung Reinhold Maier (FDP/DVP) gewählt.

1983: Gerd Heidemann, ein Reporter des Stern, stellt in Hamburg einen sensationellen Fund vor: Die „Hitler-Tagebücher“, die sich jedoch später als Fälschung herausstellen werden.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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