17. April/Launing Kalenderblatt: Westgoten, Sittichgesellschaft, Christoph Columbus, Martin Luther, Bauernkrieg, Balkanfeldzug, Syrien, Kuba, Prager Frühling, Rote Khmer, Kanada,

642: Angehörige einer Adelspartei im Westgotenreich rebellieren gegen König Tulga, mit dessen Politik sie unzufrieden sind. Sein Nachfolger wird der 80jährige Chindaswinth, der am 30. April formell zum König erhoben wird.

1414: In Kelheim wird die Sittichgesellschaft gegründet, eine Vereinigung der Gegner Herzog Ludwigs des Gebarteten von Bayern-Ingolstadt. Gründer ist Ludwigs Cousin Heinrich der Reiche von Bayern-Landshut. Weitere Mitglieder sind die Herzöge Ernst und Wilhelm III. von Bayern-München sowie Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt.

1492: Im Befestigten Heerlager Santa Fe im kürzlich im Rahmen der Reconquista eroberten Granada erteilen die katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón mit der Kapitulation von Santa Fe dem genuesischen Seefahrer Christoph Kolumbus die Erlaubnis und finanzielle Unterstützung, zu seiner Reise auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien aufzubrechen und ernennen ihn zum Vizekönig und Generalgouverneur über alle von ihm entdeckten Gebiete mit dem Recht, ein Zehntel der dort gefundenen Reichtümer für sich zu behalten.

1521: Martin Luthers erster Auftritt erfolgt vor dem noch jungen Kaiser Karl V. in der Wormser Bischofspfalz.

1525: Der Heerführer des Schwäbischen Bundes, Georg Truchsess von Waldburg-Zeil schließt während des Deutschen Bauernkrieges mit einem Teil der aufständischen Bauern den Vertrag von Weingarten. Der Vertrag bringt nur punktuelle Verbesserungen für die Bauern, verschafft dem Bund aber die benötigte Atempause, um den Aufstand endgültig niederschlagen zu können.

1941: Elf Tage nach Beginn des Balkanfeldzugs der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg kapituliert Jugoslawien vor den deutschen und italienischen Truppen.

1946: In Syrien wird drei Tage nach dem Abzug der letzten französischen Truppen die Syrische Arabische Republik ausgerufen. Der 17. April ist bis heute syrischer Nationalfeiertag.

1961: Die Militäreinheit Brigade 2506 aus nach der kubanischen Revolution in die USA geflüchteten Exilkubanern landet in Kuba in der Schweinebucht. Die von der CIA unterstützte Invasion in der Schweinebucht, an der unter anderem Jorge Más Canosa, Luis Posada Carriles und Orlando Bosch Ávila teilnehmen, scheitert nach wenigen Tagen.

1969: Alexander Dubček muss – als Vater des „Prager Frühlings“ – seine Funktion als Chef der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei auf sowjetischen Druck Gustáv Husák überlassen und übernimmt den Vorsitz in der Nationalversammlung.

1975: Die Roten Khmer unter Pol Pot nehmen die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh ein und werden von der Bevölkerung zunächst begeistert empfangen. Der im Exil lebende Norodom Sihanouk wird zum Staatsoberhaupt ernannt. In der Folge beginnen die Roten Khmer im nunmehr „Demokratischen Kampuchea“ mit der systematischen Absiedelung und Vertreibung der Stadtbevölkerung aufs Land.

1982: Das gemeinsam von Kanada unter Pierre Trudeau und Großbritannien unter Margaret Thatcher erlassene Verfassungsgesetz von 1982 tritt in Kraft, mit dem das britische Parlament auf jede Gesetzgebung für Kanada verzichtet und damit die letzten Abhängigkeiten Kanadas von Großbritannien beseitigt werden. Gleichzeitig erhält Kanada einen umfangreichen Grundrechtskatalog.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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