16. April/Launing Kalenderblatt: Karl V., Weinsberger Bluttat, Bauernkrieg, Norddeutscher Bund, Bismarcksche Reichsverfassung, Naurische Stammeskrieg, Lenin, Schlacht an der Aisne, Vertrag von Rapallo, Bombenanschlag auf die Kathedrale Sweta Nedelja, Papst Benedikt XVI., Seelower Höhen, Kalter Krieg, Afghanistan, EU-Erweiterung,

1520: In der Residenzstadt Toledo bricht der Comuneros-Aufstand unter der Führung von Juan de Padilla gegen die Herrschaft des Habsburgers Karls I./V. in Spanien los. Die Aufständischen wollen Karls Mutter Johanna auf den Thron setzen.

1525: Graf Ludwig von Helfenstein wird im Deutschen Bauernkrieg gegen den Willen des gemäßigten Bauernführers Wendel Hipler durch aufständische Bauern unter Jäcklein Rohrbach und der Schwarzen Hofmännin vor Weinsberg getötet. Für Martin Luther ist die Weinsberger Bluttat Anlass für seine Schrift Wider die mörderischen Rotten der Bauern.

1525: Großbottwar wird zu einem Zentrum des Aufstands im Deutschen Bauernkrieg. Die Bürger und Bauern der Stadt und ihrer Umgebung wählen den Wirt und Ratsherrn Matern Feuerbacher auf dem Wunnenstein zu ihrem Anführer.

1867: Der verfassungsgebende Reichstag nimmt die Verfassung des Norddeutschen Bundes an, die im Wesentlichen mit der exakt vier Jahre später verabschiedeten Reichsverfassung identisch ist.

1871: Die Bismarcksche Reichsverfassung wird als Gesetz verabschiedet und zur Rechtsgrundlage für das deutsche Kaiserreich. Sie besteht aus der Zusammenfassung vieler Einzelverträge wie der Novemberverträge inklusive der Schlussprotokolle sowie der Verfassungsänderung bezüglich der Bezeichnungen Deutsches Reich und Deutscher Kaiser.

1888: Das Deutsche Reich annektiert die vom Nauruischen Stammeskrieg gebeutelte Pazifikinsel Nauru. Häuptling Auweyida und dessen Gemahlin Eigamoiya werden als König und Königin eingesetzt. Die Eroberung wird von der Jaluit-Gesellschaft mitfinanziert.

1917: Lenin kehrt nach der Februarrevolution in Russland aus dem Schweizer Exil nach Petrograd zurück. Die mehrtägige Zugfahrt durch Deutschland, Schweden und Finnland ist mit Unterstützung der deutschen Obersten Heeresleitung zustande gekommen.

1917: Die Franzosen beginnen an der Westfront mit der Schlacht an der Aisne eine Großoffensive gegen deutsche Stellungen auf dem Höhenzug Chemin des Dames.

1922: Mit dem von den Außenministern Walther Rathenau und Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin geschlossenen Vertrag von Rapallo zwischen dem Deutschen Reich und der Russland verzichten beide Länder auf den Ersatz der Kriegskosten und die Begleichung der Kriegsschäden der anderen Seite.

1925: Bulgarische Kommunisten verüben mit sowjetischer Hilfe einen Bombenanschlag auf die Kathedrale Sweta Nedelja in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, bei dem mehr als 150 Menschen sterben, darunter hochrangige Politiker und Militärs.

1927: Benedikt XVI. (Lebensrune.png 16. April 1927 in Marktl, Bayern; lat. Benedictus PP. XVI; bürgerlich Joseph Alois Ratzinger) ist ein emeritierter Papst. Er war vom 19. April 2005 bis zum 28. Februar 2013 (Rücktritt) Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und zugleich Regierungschef des Staates der Vatikanstadt. Vor seinem Pontifikat war er zuletzt Dekan des Kardinalskollegiums und Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre gewesen.

1945: Mit dem Angriff auf die Seelower Höhen durch die durch polnische Truppen verstärkte Rote Armee gegen die gerade aus dem Boden gestampfte Heeresgruppe Weichsel beginnt im Zweiten Weltkrieg die Schlacht um Berlin.

1947: Der US-amerikanische Finanzier und Politiker Bernard Baruch verwendet in einer Rede den Begriff „Kalter Krieg“ erstmals vor einem größeren Publikum und macht ihn damit bekannt.

1992: Nach Vermittlung durch die UNO tritt Mohammed Nadschibullah als Regierungschef Afghanistans zurück und gibt die Macht an die vor Kabul stehenden Mudschahedin ab. Der afghanische Bürgerkrieg ist damit jedoch nicht beendet, da sich die Mudschahedin-Gruppen unter Ahmad Schah Massoud, Gulbuddin Hekmatyar, Burhanuddin Rabbani und Abdul Raschid Dostum in der Folge gegenseitig bekämpfen.

2003: Die Staats- und Regierungschefs der bisherigen fünfzehn EU-Staaten und der zehn neuen ost- und südosteuropäischen Mitgliedsländer unterzeichnen in Athen den Beitrittsvertrag zur EU-Osterweiterung. Der Beitritt der Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern erfolgt mit 1. Mai 2004.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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