13. April/Launing Kalenderblatt: Heinrich der Löwe, Hundertjähriger Krieg, Hugenottenkriege, Siebenjähriger Krieg, Heckerzug, Staatsbankrott, Eroberung von Helsinki, Massaker von Amritsar, Freistaat Baden, Verbot von SA und SS, Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt, Katyn, MKUltra, Gewissensprüfung, Gorbatschow,

1180: Kaiser Friedrich I. verteilt beim Hoftag in Gelnhausen die Besitzungen des geächteten Heinrich des Löwen. Das Herzogtum Westfalen-Engern geht an den Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg, den östlichen Teil erhält der Askanier Bernhard III. von Sachsen.

1436: Truppen unter Befehl des früheren Gouverneurs Jean de Villiers de L’Isle-Adam dringen in der Zeit des Hundertjährigen Kriegs in das von Engländern besetzte Paris ein und vertreiben die Gegner aus der Stadt.

1598: Der französische König Heinrich IV. unterzeichnet das Edikt von Nantes. Er gewährt den Hugenotten im katholischen Frankreich nach 36-jährigen Auseinandersetzungen die freie Religionsausübung und beendet damit die Hugenottenkriege.

1759: In der Schlacht bei Bergen nahe Frankfurt am Main versuchen preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg dreimal vergebens französische Stellungen zu erobern. Herzog Ferdinand von Braunschweig bricht den Angriff schließlich ab.

1848: Unter der Führung von Friedrich Hecker, Franz Sigel und Gustav Struve machen sich Badische Revolutionäre gegen den Widerstand von Bürgermeister Karl Hüetlin von Konstanz aus auf den Weg nach Karlsruhe. Der Heckerzug hat das Ziel, sich unterwegs mit Einheiten unter Georg Herwegh zu vereinen, um dann die Ideen der Märzrevolution in Baden durchzusetzen.

1876: Das Osmanische Reich erklärt seinen Staatsbankrott. Der finanzielle Ruin hat sich bereits ein halbes Jahr zuvor abgezeichnet, als am 6. Oktober 1875 die Zinszahlungen für seine Auslandsschulden auf die Hälfte herabgesetzt worden sind.

1918: Die mit den finnischen Weißgardisten verbündeten deutschen Truppen unter General Rüdiger von der Goltz erobern im finnischen Bürgerkrieg nach zweitägigen Straßenkämpfen Helsinki.

1919: Britische Soldaten eröffnen in Amritsar, Punjab, Indien, das Feuer auf eine Menge unbewaffneter Demonstranten. Nach offiziellen Angaben werden beim Massaker von Amritsar etwa 400 Zivilisten getötet und über 1000 verwundet.

1919: Der Freistaat Baden hält die erste Volksabstimmung in Deutschland ab, bei der die am 21. März vom Landtag beschlossene neue badische Verfassung mit großer Mehrheit angenommen wird.

1932: Der deutsche Innen- und Wehrminister Wilhelm Groener verfügt mit Rückendeckung von Reichskanzler Heinrich Brüning ein Verbot der nationalsozialistischen Organisationen SA und SS.

1941: Japan und die UdSSR schließen den Japanisch-Sowjetischen Neutralitätspakt, der zudem einen Nichtangriffspakt beinhaltet.

1943: Der Großdeutsche Rundfunk meldet, dass bei Smolensk Massengräber mit polnischen Offizieren aufgefunden worden sind. In der Folgezeit leugnet die Sowjetunion jahrzehntelang hartnäckig die Verantwortung für das Massaker von Katyn und schiebt es auf Deutschland.

1953: CIA-Direktor Allen Welsh Dulles befiehlt den Start des geheimen Projekts MKULTRA zur Bewusstseinskontrolle, das auch Menschenversuche einschließt. Es löst damit die Operation Artischocke ab.

1978: Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärt die Novelle zum Wehrpflichtgesetz, mit der die Gewissensprüfung für Kriegsdienstverweigerer abgeschafft worden ist, für verfassungswidrig.

1990: Die Sowjetunion gibt das Massaker von Katyn zu. Präsident Michail Sergejewitsch Gorbatschow bestätigt eine Tötungsentscheidung der sowjetischen Führung unter Josef Stalin.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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