Zum Kalenderblatt 9. April/Launing: Schlacht bei Wahlstatt

Hier zwei Verweise zu Information über die Schlacht bei Wahlstatt, bei der es um nichts Geringeres ging, als um die Verteidigung des Abendlandes.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Wahlstatt

http://de.metapedia.org/wiki/Schlacht_bei_Wahlstatt#cite_ref-welt.de_08.07.07_1-0

Die Goldene Horde unter Batu Khan belagerte 1241 u.a. Krakau und Breslau und drang in Teile Schlesiens vor. Sie blieben dort bei der Schlacht bei Wahlstatt und der Schlacht bei Muhi (Ungarn) ungeschlagen. 1242 stießen sie bis Wiener Neustadt bzw. an die Adria (Dubrovnik) vor und fielen erneut 1259 und 1285/86 in Polen, 1262 in Ungarn, 1259 und 1275 in Litauen, sowie 1264, 1277/80 und 1285 in die Walachei und Bulgarien ein.

Der militärische Erfolg, der dazu führte, dass ihnen besonders im 13. Jahrhundert der Ruf der Unbesiegbarkeit vorauseilte, war begründet in einer der europäischen Heeresform des Mittelalters überlegenen, leicht gepanzerten und sehr beweglichen Reiterei (Kavallerie). Während das klassische Feudalheer in zwei oder mehr Teile geteilt war, eine schwer gepanzerten und mit langen Lanzen bewaffnete Reitereinheit, die vom Adel oder reichen Grundbesitzern gestellt wurde, und das nicht gepanzerte und mit einfachen Waffen ausgerüstete Fußvolk (Infanterie), war das Heer der Goldenen Horde meist vollständig beritten und mit leichten Waffen wie Pfeil und Bogen, Speeren oder Säbeln bewaffnet. Es war zudem taktisch geschult und (anders als die ritterlichen Einzelkämpfer, die sich nach einem ersten Ansturm meist in Grüppchen auflösten) in der Lage, seine Schlachtordnung zu halten. Trotzdem waren sowohl Litauer als auch Russen schließlich in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts in der Lage, Truppen aufzustellen und Taktiken zu entwickeln, die es mit der Kavallerie der Goldenen Horde aufnehmen konnten.

Angesichts seiner zahlenmäßigen Unterlegenheit hätte Heinrich nach Süden ausweichen können, wo König Wenzel von Böhmen mit einem starken Heer anrückte (Flocken: 5.000 Mann, zeitgenössische Chronisten: 50.000 Mann). Dann aber hätte Heinrich riskieren müssen, dass das flinke Reiterheer der Mongolen ihn umgangen hätte. Heinrich entschloss sich, den Kampf aufzunehmen und gleichsam als heiligen Kreuzzug zu führen. Fast alle seine Kämpfer befestigten ein Kreuz an ihrer Kleidung, um dies zu dokumentieren. Das Heer König Wenzels war am Tag der Schlacht noch einen Tagesritt entfernt, immerhin war die berittene Vorhut der Böhmen inzwischen eingetroffen.

In der Schlacht bei Liegnitz besiegte am 9. April 1241 ein mongolisches Heer eine polnisch-deutsche Streitmacht.

Zur Vermeidung von Verwechslungen mit der Schlacht bei Liegnitz von 1760 wird sie auch als Schlacht bei Wahlstatt bezeichnet, obwohl der Ortsname Wahlstatt erst später als Folge der Schlacht entstand.

Auf der Wahlstatt, einer Anhöhe zwischen der Kaczawa (Katzbach) und der Wierzbiak (Weidelache) südöstlich von Legnica (Liegnitz), stießen die beiden Heere am 9. April 1241 aufeinander. Das christliche Heer war in zwei Reihen aufgestellt: Vorne im Zentrum stand das Fußvolk, rechts und links flankiert von den polnischen Reitern und den Ordensrittern. Dahinter stand die schlesische Ritterschaft, verstärkt durch deutsche und böhmische Ritter und berittene Berufskrieger.

Das Heer Heinrichs wurde von den Mongolen vernichtet, und der Herzog fiel in der Schlacht. Sein Kopf wurde auf einer Lanze als Trophäe vor die Stadttore von Liegnitz getragen. Die Mongolen stießen trotz des Sieges nicht weiter nach Nordwesten vor

 

 

Advertisements

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Geschichte, Kalenderblatt abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.