9. März/Lenzing Kalenderblatt: Friedrich I. Barbarossa, Columbus, Seeschlacht von Djerba, Schlacht bei Bamberg,Goldküste, Heinrich Lanz, Kinderarbeit, Schwarz-Rot-Gold, Dresdner Maiaufstand, Gründerkrach, Wilhelm I. Friedrich III., Schwarze Hand, Streik der Heizungsmonteure, Kapitulation der Wehrmacht, Luftangriff auf Tokio, Westintegration, Abtreibung DDR,

1152: Nur drei Wochen nach dem Tod seines Vaters wird der Herzog von Schwaben Friedrich III. aus dem Hause der Staufer als Friedrich I. Barbarossa in Aachen zum römisch-deutschen König gekrönt.

1502: Von Cádiz aus bricht Christoph Kolumbus mit seinem Sohn Fernando und den vier Schiffen Capitana, La Gallega, Santiago de Palos und Vizcaína zu seiner vierten Reise in die Neue Welt auf.

1560: Die bis zum 14. Mai dauernde Seeschlacht von Djerba zwischen den Flotten des Osmanischen Reichs unter Großadmiral Piale Pascha und einer von Spanien angeführten Koalition christlicher Mittelmeermächte beginnt.

1632: Kaiserliche Söldner unter dem Befehl von Tilly siegen im Dreißigjährigen Krieg in der Schlacht bei Bamberg über schwedische Einheiten unter Gustaf Graf Horn.

1664: Schwedische Besitzungen an der Goldküste werden von den Engländern unter Robert Holmes erobert. Die einzelnen Festungen und Faktoreien in der Region um Cape Coast dienen dem Handel mit Sklaven und Rohstoffen, den später die Royal African Company betreibt.

1838: geboren Heinrich Lanz, deutscher Erfinder und Hersteller von Landmaschinen und Lokomobilen

1839: Das preußische Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in den Fabriken verbietet Kinderarbeit vor Vollendung des neunten Lebensjahres. Es gilt als das erste deutsche Gesetz zum Arbeitsschutz.

1848: Der Bundestag des Deutschen Bundes in Frankfurt am Main beschließt während der Märzrevolution als Organ der Fürstenvertreter die Farben Schwarz-Rot-Gold als Bundesfarben. Somit haben diese Farben erstmalig den Status als nationales Symbol.

1849: Preußische und sächsische Truppen unter Friedrich von Waldersee schlagen nach knapp einer Woche den Dresdner Maiaufstand gegen König Friedrich August II. nieder, wobei 343 Menschen auf den Barrikaden ums Leben kommen. Die Anführer Michail Bakunin und Samuel Erdmann Tzschirner können zwar entkommen, die Märzrevolution im Königreich Sachsen ist aber endgültig beendet.

1873: Der Gründerkrach, ein Börsenkrach an der Wiener Börse, ausgelöst durch hemmungslose Spekulationen rund um die Wiener Weltausstellung, führt nach den Gründerjahren international zu einer schweren Rezession. Beim Platzen der Spekulationsblase am „Schwarzen Freitag“ werden alleine rund 120 Unternehmen insolvent.

1888: gestorben Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen

1888: Mit dem Tod seines Vaters Wilhelm I. wird Friedrich III. zum Kaiser des Deutschen Kaiserreichs. Bereits nach 99 Tagen stirbt er.

1911: In Belgrad wird Ujedinjenje ili Smrt (Schwarze Hand) gegründet, eine serbische Offiziersvereinigung, die 1914 mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand den Anlass zum Beginn des Ersten Weltkrieges liefern wird. Ziel der geheimdienstähnlichen Organisation, an der unter anderem Dragutin Dimitrijević federführend beteiligit ist, ist die Errichtung eines Großserbien.

1932: Aufgrund von geplanten Lohnkürzungen streiken die Zürcher Heizungsmonteure, was letztendlich rund acht Wochen dauern wird. Der Streik wird am 15. Juni blutig niedergeschlagen.

1945: Kurz nach Mitternacht erfolgt in Berlin-Karlshorst die Ratifizierung des Kapitulationsaktes von Reims durch Generalfeldmarschall Keitel für das Oberkommando der Wehrmacht und das Heer sowie Generaladmiral von Friedeburg für die Kriegsmarine und Generaloberst Stumpff für die Luftwaffe. Da in der Sowjetunion die Bekanntgabe der deutschen Kapitulation erst nach diesem Akt erfolgt, wird in deren Nachfolgestaaten und weiteren Staaten des ehemaligen Ostblocks bis heute der „Tag des Sieges“ mit Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 9. Mai begangen.

1945: Der Luftangriff auf Tokio mit B-29-Bombern durch die USA im Pazifikkrieg gilt als der schwerste konventionelle Bombenangriff aller Zeiten. Mit rund 100.000 Toten ist die Zahl der Opfer vergleichbar mit denen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

1955: Im Zuge der Westintegration der Bundesrepublik Deutschland wird in einem Festakt im Pariser Palais de Chaillot deren Beitritt zur NATO vollzogen.

1972: In der Abstimmung über das Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft gibt es in der Volkskammer der DDR bis zur späteren Wende die ersten und einzigen Gegenstimmen. Neben 14 religiös motivierten Neinstimmen aus den Reihen der Ost-CDU werden noch acht Enthaltungen gezählt.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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