28. Februar/Hornung Kalenderblatt: Dreikaiseredikt, Fettmilchaufstand, Rheinfelden, Englisch-Niederländischer Krieg, Bayern-Südtirol, Gleichberechtigung, Saudi-Arabien, Adenauer, Erdogan

380: Im Dreikaiseredikt Cunctos populos von Thessaloniki schaffen die Herrscher Theodosius I., Gratian und Valentinian II. das Fundament für das Christentum als römische Reichskirche.

1616: Die Rädelsführer des sogenannten Fettmilch-Aufstandes in Frankfurt am Main, Vincenz Fettmilch, Konrad Gerngroß, Konrad Schopp und Georg Ebel, werden auf dem Frankfurter Roßmarkt hingerichtet.

1638: Nach dem verlorenen ersten Aufeinandertreffen mit einem kaiserlich-bayerisches Entsatzheer in der Schlacht bei Rheinfelden muss Bernhard von Sachsen-Weimar im Dreißigjährigen Krieg die Belagerung der Reichsstadt Rheinfelden zunächst aufgeben.

1653: Im Englisch-Niederländischen Krieg kommt es zur Seeschlacht bei Portland. Nach dreitägigem Kampf, bei dem die niederländischen Verluste höher sind, ist die englische Vorherrschaft im Ärmelkanal wieder hergestellt.

1810: Das Königreich Bayern tritt auf Druck Napoléon Bonapartes im Vertrag von Paris das südliche Tirol an das Königreich Italien ab und wird dafür mit umfangreichen anderen Gebietsgewinnen entschädigt.

1900: Per Gesetz werden im Großherzogtum Baden Frauen uneingeschränkt zum Hochschulstudium zugelassen.

1945: Kriegserklärung von Saudi-Arabien an das Deutsche Reich.

1961: Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärt die Deutschland-Fernsehen GmbH für verfassungswidrig, weil der Bund in Kompetenzen der Länder eingreife, und beendet damit Konrad Adenauers Projekt eines privaten Fernsehsenders.

1997: In Ankara (Türkei) hatte der Generalstaatsanwalt des Obersten Gerichtshofs Vural Savaş am 21. Mai 1997 ein Schließungsverfahren gegen die Wohlfahrtspartei RP (Refah Parti) mit der Begründung, die Wohlfahrtspartei sei zum Brennpunkt anti-laizistischer Aktivitäten geworden, eröffnet. Das Verfassungsgericht fällte am 16. Januar 1998 das Urteil zur Schließung der Wohlfahrtspartei. Am 28. Februar 1998 wurde die Partei dann endgültig geschlossen. Erdogan war Vize dieser Partei, danach trat er der Nachfolgepartei und später gründete er mit den Mitgliedern der verbotenen Partei eine neue Partei.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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