21. Februar/Hornung Kalenderblatt: Große Dortmunder Fehde, Ausweisung von Juden, russisch-schwedischer Krieg, Manifest der Kommunistischen Partei, Kneißl Hias, Schlacht um Verdun, Attentat auf Kurt Eisner, Versailler Diktat, Otto von Habsburg,

1388: Mit der Übersendung des Fehdebriefs durch Kurköln an Dortmund beginnt die Große Dortmunder Fehde. Neben dem Erzbischof von Köln und dem Grafen der Mark sagen in der Folge mehr als 40 weitere Territorialherren der Reichsstadt die Fehde an.

1519: Der Regensburger Stadtrat ordnet eine Ausweisung der Juden an, die christliche Handwerker gefordert hatten.

1808: Russische Truppen überschreiten ohne vorherige Kriegserklärung im heutigen Finnland die schwedische Grenze. Zar Alexander I. erfüllt mit dem Kriegsbeginn eine mit Napoleon Bonaparte im Frieden von Tilsit getroffene Übereinkunft. Ein Angriff war für den Fall geplant, dass der schwedische König Gustav IV. Adolf am Bündnis mit Großbritannien festhalte, was er tat.

1848: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen im Auftrag des Bundes der Kommunisten das Manifest der Kommunistischen Partei, in dem sie bereits weite Teile der später als Marxismus bezeichneten Gesellschaftstheorie entwickeln.

1902: Mathias Kneißl (* 12. Mai 1875 in Unterweikertshofen; † 21. Februar 1902 in Augsburg; genannt Kneißl Hias, Räuber Kneißl oder auch Schachenmüller-Hiasl) war ein bekannter bayerischer Räuber  und wurde hingerichtet.

1916: Die bis zum 18. Dezember dauernde Schlacht um Verdun im Ersten Weltkrieg beginnt. Die Deutschen setzen beim Angriff erstmals zwölf Fesselballone koordiniert ein. Die Feldluftschiffer liefern Informationen zur Gefechtsfeldaufklärung.

1919: Der Student Anton Graf von Arco auf Valley verübt auf den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner ein Attentat mit zwei Schüssen in Rücken und Kopf, das den sozialistischen Staatsmann das Leben kostet. Das ist eine der Ursachen für die Ausrufung der Münchner Räterepublik am 7. April. Das Leben des von den Leibwächtern niedergeschossenen Attentäters wird per Notoperation durch Ferdinand Sauerbruch gerettet.

1922: Einer dem deutschen Reichstag vorgelegten Übersicht zufolge betragen die Kosten für die Ausführungen des Versailler Diktats im laufenden Jahr für das Deutsche Reich 187,5 Milliarden Mark gegenüber 112,5 Milliarden Mark im vorausgegangenen Jahr.

1958: Der im Ausland lebende Otto von Habsburg, der älteste Sohn von Kaiser Karl I., erklärt seinen Verzicht auf Ansprüche gegenüber der Republik Österreich und Treue zu ihrer „Verfassung“. Er bewirkt damit innenpolitische Querelen um eine mögliche Einreise, die sich auch nach einer offiziell zu Protokoll gegebenen Verzichtserklärung vom 31. Mai 1961 aufgrund des Habsburger-Gesetzes noch nicht legen.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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