Zum Kalenderblatt 15. Februar/Hornung: Spanisch-Amerikanischer Krieg

Am 18. November 1889 lief in New York das Kriegsschiff USS Maine vom Stapel. 1898 fuhr der Schlachtkreuzer unter dem Kommando von Kapitän Sigsbee zur damals spanischen Kolonie Kuba, um die Auseinandersetzungen zwischen Spanien und den USA zu schlichten. Am 15. Februar 1898 explodierte die USS Maine im Hafen von Havanna. Die Zerstörung des Symbols amerikanischer Militärmacht galt sofort als terroristischer Akt. 266 getötete Besatzungsmitglieder fanden auf einem Heldenfriedhof ihre letzte Ruhestätte. Noch bevor die Ursache der Explosion aufgeklärt war, wurde die Bevölkerung über die Presse auf Rache eingeschworen.
Die spanischen Terroristen sollten dafür büßen. Am 25. April 1898 erklärten die USA Spanien den Krieg. Die US Marine trat sowohl im Pazifik als auch im Atlantik sofort in Aktion. Um der unterdrückten Bevölkerung beizustehen, eroberten sie noch im selben Jahr die Philippinen, Hawaii und Kuba und etablierten sich zur kriegerischen Supermacht.

Spätere Nachforschungen kommen zu anderen Ergebnissen und machen deutlich, dass ein unverkennbares Interesse daran bestand, die Tatsachen zu verschleiern. Eine weitere Untersuchungskommission von US-Navy und Regierung in den Jahren 1911/1912 schien den Verdacht eines Terroranschlages zu bestätigen. Zur Untersuchung des Schiffs und zur Bergung der noch im Wrack befindlichen 70 toten Seeleute wurde die Maine im Hafenbecken mit Spundwänden umgeben und trockengelegt.

 

Advertisements

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, USA, Video abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.