Zum Kalenderblatt 1. Februar/Hornung: Monatsname Februar/Hornung Herkunft und Bedeutung

Der Februar (lateinisch februare „reinigen“) ist der zweite Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Schon seit 153 v. Chr. war er auch der zweite Monat des römischen Kalenders. Er wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt. In Österreich sowie Südtirol wird er auch Feber genannt, insbesondere in der Amtssprache.

Hornung ist der zweite Monat im Jahreslauf und hat 28, in Schaltjahren 29 Tage.

Der Hornung beginnt in Nichtschaltjahren mit demselben Wochentage wie der Lenzing und der Nebelung, in Schaltjahren wie der Ernting.

Ebenso beginnt er immer mit demselben Wochentage wie der Brachet des Vorjahres.

Im Handelswesen hat der Hornung wie jeder andere Rechnungsmonat 30 Zinstage, so dass Zinsabrechnungen zum 30. Hornung vorkommen.

Wortherkunft

Die alte einheimische Benennung des Februars ist nicht eindeutig geklärt. Man weiß, daß im germanischen Sprachbereich, z.B. im Altfriesischen Horning Bastard bedeutet, ebenso wie das altenglische Wort hornung; im Altisländischen bedeutet Hornungr Bastard bzw. Kebssohn (genaugenommen: der aus der Ecke Stammende, der im Winkel Gezeugte). Das gemeingermanische Wort Hurna bedeutet Horn, Spitze oder Ecke. Der Monat Hornung ist also „der in der Anzahl der Tage zu kurz Gekommene“ (Kurt Neuburger)[1]

Eine weitere Erklärungsmöglichkeit nimmt auf die Tatsache Bezug, daß der reife Rothirsch in diesem Monate sein Gehörn abwirft und beginnt, ein neues Geweih zu schieben.

Weitere gebräuchliche Namen waren Schmelzmond und Sporkel oder Spörkel. Bei Gärtnern war früher die Bezeichnung Taumonat (Taumond) üblich.

Die Bezeichnung Narrenmond für den Februar rührt daher, dass in dieser Zeit die alten Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale abgehalten wurden, um die Dämonen des Winters zu vertreiben. Unter dem Einfluss der Christianisierung wurden diese ausgelassenen Feierlichkeiten als Fastnacht (Fassenacht, Fasnet) oder Fasching auf die Tage vor dem Aschermittwoch beschränkt, so dass diese Narrenzeit (meistens) im Februar endet.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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