28. Januar/Hartung Kalenderblatt: Karl der Große, Gang nach Canossa, Ulrich von Württemberg, Andreas Hofer, Deutsch-Französischer Krieg, Patentgesetz, Rudolf Diesel, Spartakusstreik, Kurt von Schleicher, Sopade, Radikalenerlass,

814: gestorben Karl der Große, fränkischer Kaiser

1077: Am Höhepunkt des Investiturstreits wird der deutsche König Heinrich IV. auf der Burg Canossa in Oberitalien von Papst Gregor VII. vom Bann gelöst, nachdem er mit seinem Gang nach Canossa seine Bußfertigkeit gezeigt hat.

1519: Herzog Ulrich von Württemberg überfällt die Freie Reichsstadt Reutlingen und handelt sich damit einen Krieg mit dem Schwäbischen Bund ein.

1810: Der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer wird auf der Pfandleralm bei St. Martin in Passeier von den Franzosen festgenommen. Sein Versteck hat Franz Raffl verraten.

1871: Drohende Lebensmittelknappheit in Paris nach mehrmonatiger Belagerung zwingt die französische Regierung im Deutsch-Französischen Krieg zum Einlenken. In Versailles wird ein zwischen Otto von Bismarck und Jules Favre ausgehandelter Waffenstillstand vereinbart, der ausdrücklich nicht für die Départements Doubs, Côte-d’Or und Jura gilt. Faktisch beginnt damit die französische Niederlage.

1897: In Österreich-Ungarn wird das Patentgesetz erlassen. Es löst die Regelungen in Kaiserlichen Patenten ab, welche bisher Schutzrechte für Erfindungen gewährten.

1897: Rudolf Diesel setzt mit Erfolg den von ihm erfundenen Motor in Gang.

1912: In Berlin gründet sich der Deutscher Wehrverein (DWV), dessen Vorsitz General August Keim übernimmt. Er wurde gegründet, um die deutsche Bevölkerung von der Notwendigkeit einer wesentlich stärkeren Heeresrüstung zu überzeugen. Der DWV wurde 1935 aufgelöst.

1918: Der Spartakusbund um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ruft zum Spartakusstreik auf.

1933: Nach einem Gespräch mit Reichspräsident Paul von Hindenburg tritt der deutsche Reichskanzler Kurt von Schleicher zurück und empfiehlt die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Mit der zwei Tage später erfolgenden Machtübernahme endet die sogenannte Weimarer Republik.

1934: Die Sopade, die Auslandsleitung der SPD in Prag, ruft in dem im Neuen Vorwärts erscheinenden Prager Manifest zum Sturz der nationalsozialistischen Regierung Hitler auf.

1972: Auf Vorschlag der Ständigen Konferenz der Innenminister der Länder werden in Deutschland die Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst als Mittel der Streitbaren Demokratie beschlossen. Der so genannte Radikalenerlass ist eine Reaktion auf den linksradikalen Terror der RAF und soll „verfassungsfeindliche Personen“ von Beamtenstellungen ausschließen.

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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