Zum Kalenderblatt 1. Januar/Hartung: Deutsche Monats- und Wochentagsnamen

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1. Januar
(Hartung, Eismond, österreichisch und seltener süddeutsch und schweizerisch auch Jänner)
Nach Janus, dem Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges, im übertragenen Sinne des Anfangs und des Endes, dargestellt mit zwei Gesichtern, blickt nach zwei Seiten, nämlich vorwärts und rückwärts. lateinisch ianua „Schwelle“ (zum neuen Jahr).

2. Februar
(Hornung, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Rebmond, Hintester, österreichisch auch Feber, schweizerisch auch Horner)
Der Reinigungs- bzw. Sühnemonat, weil am Jahresende das Fest Februa zur Reinigung der Lebenden und die Sühnung der Verstorbenen vorgenommen wurde (lat. februare „reinigen“).

3. März
(Lenzing, Lenzmond)
Benannt nach Mars, dem Gott des Krieges und der Vegetation. Im altrömischen Kalender begann das Jahr mit dem März, daraus ergibt sich die Verschiebung der numerischen Monate September bis Dezember und dem Februar als Jahresende. Seit 153 v. Chr. traten in Rom die für ein Jahr gewählten Konsuln ihr Amt jeweils am 1. Januar an, der sich bald als Jahresbeginn einbürgerte.

4. April
(Launing, Ostermond)
Wird abgeleitet von lat. aperire „öffnen“, der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens.

5. Mai
(Winnemond (Weidemonat: heute zu Wonnemonat umgedeutet), Blumenmond)
Nach der römischen Göttin Maia benannt.

6. Juni
(Brachet, Brachmond)
Benannt nach Juno, einer römischen Gottheit, der die meisten Eigenschaften der griechischen Götterkönigin Hera übertragen wurden.

7. Juli
(Heuet, Heuert, Heumond)
Ursprünglich Quintilis, der „fünfte Monat“. Geburtsmonat Caesars (Gaius Julius Caesar). Nach ihm wurde dieser Monat seit 44 v. Chr. Julius genannt.

8. August
(Ernting, Erntemond, Bisemond)
Dies war ursprünglich der sechste Monat, dementsprechend Sextilis genannt, des alten römischen Kalenders. Er wurde zu Ehren des ersten römischen Kaisers Augustus im Jahre 8 v. Chr. in Augustus umbenannt. 21 Jahre später, 14 n. Chr., wurde der August der Sterbemonat seines Namenspatrons. (Die Reihenfolge der Ereignisse scheint sonderbar, aber zumindest die letzte Jahreszahl darf als sicher gelten.)

9. September
(Scheiding, Herbstmond)
Der siebente Monat (lateinisch septem = „sieben“) im römischen Kalender. An diesem und den folgenden Monatsnamen kann man erkennen, dass man mit der Zählung ursprünglich im Monat März begann. Er sollte nach dem Kaiser Tiberius benannt werden.

10. Oktober
(Gilbhart, Gilbhard, Weinmond)
Der achte Monat (lat. octo = „acht“) nach dem römischen Kalender. Auch hier konnte sich die Bezeichnung Domitianus nicht durchsetzen.

11. November
(Nebelung, Windmond, Wintermond)
Der neunte Monat (lat. novem = „neun“) nach dem römischen Kalender.

12. Dezember
(Julmond, Heilmond, Christmond, Dustermond)
Der zehnte Monat (lat. decem = „zehn“) nach dem römischen Kalender.

Bei den Wochentagen sieht es da noch etwas besser aus. Auch hier eine Auflistung für diejenigen, die es nicht/nicht mehr oder nur noch teilweise wissen:

Montag  
Tag des Mondes; Mani ist in der nordischen Mythologie der Gott des Mondes

Dienstag
Tag des Tiu/Ziu/Tyr, germanischer Himmels- und Kriegsgott

Mittwoch/Wodenstag
Tag des Odin/Wotan/Wodan, Hauptgott in der germanischen Mythologie

Donnerstag
Tag des Donar/Thor/Thunar, Donnergott

Freitag
Tag der Freia/Frigg/Freyja/Frigga, Göttin aus dem Geschlecht der Wanen

Samstag
Tag des Saturn/Sabbath

Sonntag
Tag der Sonne

Wen de boarischen Wochntognama no intaressian, der ko do nochschaun.

Eines sollte/müsste uns klar sein. Die deutsche Standardsprache, auch Hochdeutsch genannt, so hochgelobt sie wird und so verschandelt sie auch oft wird, ist eine Kunstsprache, keine Sprache die aus der Seele unserer Völker entstanden ist.
Martin Luther war der Verbreiter dieser Sprache, damit eine Sprache verbreitet wurde, die alle verstehen und lesen konnten. Ein großer Schritt hin zur Vereinheitlichung, zur Standardisierung. Von der Vielheit zur Einheit, die zwangsläufig die Auslöschung der Vielheit bedeutet.
Die wahre Muttersprache ist der Dialekt oder die Sprache des jeweiligen Volkes, in dieser Sprache und auch im Dialekt ist die Seele des jeweiligen Volkes enthalten, also eure Seele.
Die verschiedenen deutschen Sprachen und Dialekte werden verdrängt, es ist nicht mehr IN, so zu sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist.
Dies sollte Grund genug sein, die Nase in den Wind zu halten und zur eigenen Sprache zurückzufinden und der Überflutung durch Standarddeutsch und Denglisch die Stirn zu bieten.
Die Standardsprache beherrschen ist in Ordnung und ich bin wahrlich kein Gegner davon, aber nicht zu dem Preis, der zur Aufgabe der Muttersprache und letztendlich zur seelischen Entwurzelung führt.
Das eine tun und das andere nicht lassen. Wenn´s sein muss Standarddeutsch und sobald es geht zurück zum Dialekt, zur eigenen Sprache.
Ich halte es z. B. mit Preissn und anderen Zuagroasten so, was unbedingt verständlich gesagt werden muss, das sage ich so, dass er es auch versteht, dann aber sofort wieder bairisch. Sollen sie sich ruhig an unsere Sprache gewöhnen, was ich beispielsweise von Türken oder anderen nichtdeutschen  Ausländer verlange, verlange ich auch von Zuagroasten, die ja streng genommen in Bayern auch Ausländer sind, sie müssen die Sprache des Gastlandes lernen und nicht umgekehrt.

Eiso, reds wia enk da Schnowe gwochsn is und pfeifts auf des wos eich oiwei fiagsogt wiad.
Übersetzt:
Also, redet, wie euch der Schnabel gewachsen ist und pfeift auf das, was euch immer vorgesagt wird.

In diesem Sinne:

A Guads Neis und losts enk ned untakriagn

 

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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