Woanders gelesen: Heiko Maas und Kinderehe: Tolerierung von „Ausnahmefällen“?

„Justizminister Maas will schärfere Regeln für Kinderehen“ titelte „Spiegel Online“ am Freitag unter Berufung auf einen neuen Gesetzentwurf. Wegen eines riesigen Shitstorms erklärte Maas den ominösen Gesetzentwurf inzwischen für veraltet. Fakt ist: Das oft geforderte Verbot der Kinderehe ist immer noch in weiter Ferne.

Die Meldung vom vergangenen Freitag klang so, als wolle Justizminister Heiko Maas hart gegen Kinderehen durchgreifen. Doch schon in Zeile 2 offenbarte sich das Wenn und Aber: „Kinderehen von Flüchtlingen sollen künftig von Gerichten aufgelöst werden können, wenn das Kindeswohl des minderjährigen Ehepartners gefährdet ist.“

Am Abend analysierte Joachim Steinhöfel auf „Tichys Einblick“: „Anstatt einen solchen Kindesmissbrauch in Deutschland per Gesetz zu verbieten und die Ehen als ungültig zu bezeichnen, sollen diese künftig von Gerichten aufgelöst werden können.“ Dies heiße nichts anderes als dass Mädchen unter 14 eben verheiratet bleiben, falls niemand vor Gericht ihr Kindeswohl geltend macht. „Genau dazu wird dieser Gesetzesentwurf, sollte er verabschiedet werden, führen“, schrieb Steinhöfel und fragte: „Wie stellt sich Heiko Maas diese neue Regelung in der Wirklichkeit vor? Ein 13jähriges Mädchen, der Sprache nicht mächtig, in einer unbekannten Kultur angekommen, soll sich einen Anwalt suchen und ihren ‚Mann‘ vor Gericht verklagen?“
Die „Achse des Guten“ titelte: „Maas will Kindesmissbrauch legalisieren“, ein anderer Blog schrieb: „Maas billigt Kinderehen – Solang sich das Kind nicht beschwert“. Und auch die „Bild-Zeitung“ brachte schließlich die Story: „Maas will Kinderehen NICHT verbieten“.

Daraufhin ruderte Maas‘ Ministerium plötzlich zurück und verlautbarte per Mail an die „Bild“: „Die Berichterstattung von BILD.de beruht auf komplett veralteten Entwürfen.“

„Nein! Sie beruht auf demselben Entwurf, der noch am Freitag unkommentiert in der ‚Spiegel‘-Berichterstattung hingenommen wurde“, konterte das Blatt.

Weiterlesen: www.epochtimes.de/politik/deutschland/heiko-maas-und-die-kinderehe-shitstorm-wegen-nicht-verbot-und-tolerierung-von-ausnahmefaellen-a1962724.html

Fundort: http://unser-mitteleuropa.com/2016/10/31/heiko-maas-und-kinderehe-tolerierung-von-ausnahmefaellen/

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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