Woanders gelesen: MH-17: Russland verurteilt von der Propaganda, nicht aufgrund von Beweisen

Paul Craig Roberts

Heute ist der zweite Jahrestag das Abschusses von Malaysian Airlines Flug 17, und wir kennen noch immer nicht die Erklärung.

Washington und seine europäischen Vasallen in Politik und Medien politisierten den Vorfall augenblicklich: die Russen haben das getan. Ende der Geschichte. Nach 15 Monaten, in denen massive antirussische Propaganda diese Botschaft in die Hirne der Menschen eingeprägt hat, gab der niederländische Sicherheitsrat seinen ergebnislosen Bericht heraus.

Da war es dann irrelevant, was der Bericht sagte. Jedermann wusste bereits, dass „die Russen es getan haben.“

Ich erinnere mich an Fälle, in denen vorgerichtliche Verurteilungen in den Medien eingestellte Verfahren zur Folge hatten. Jeder, der vor der Präsentation der Beweise und vor der Verurteilung für schuldig erklärt worden war, wurde als im Vorhinein verurteilt betrachtet und somit als nicht in der Lage, ein faires Verfahren zu bekommen. Solche Fälle wurden von Richtern eingestellt.

Washingtons Geschichte ergab nie einen Sinn. Weder Russland noch die Separatisten in der Donetsk-Region hatten irgendeinen Grund, ein malaysisches Flugzeug abzuschießen. Im Gegensatz dazu gab es enorme Anreize für Washington, da Washingtons Propagandamaschine den Russen die Schuld geben und den Vorfall benützen konnte, europäische Regierungen unter Druck zu setzen, damit diese Washingtons gegen Russland verhängte Sanktionen akzeptierten.

Washingtons Rechnung ging auf. Washington benützte erfolgreich den Vorfall, um Europas politische und wirtschaftliche Beziehungen mit Russland zu ruinieren.

Im vierten Monat der antirussischen Propagandakampagne veröffentlichte eine Website namens Bellingcat, die sich als Open Source-Seite für Bürgerjournalisten präsentiert, die aber genauso von MI-5, MI-6 oder CIA betrieben sein kann, einen Bericht, dass die Buk-Rakete von einer russischen Einheit, nämlich der 53. Buk-Brigade abgefeuert wurde, die in der russischen Stadt Kursk stationiert ist. Diese Beschuldigung enthüllte die Propaganda als das, was sie ist.

Während es möglich ist, dass Separatisten, die sich mit dem Buk-Waffensystem nicht auskennen, versehentlich ein ziviles Passagierflugzeug abschießen, ist es unmöglich, dass eine russische Militäreinheit einen derartigen Fehler macht.

Darüberhinaus ist nicht klar, warum Separatisten oder die ukrainische Regierung irgendeinen Grund haben sollten, Buk-Raketen in ihrem Konflikt zu benützen. Die Separatisten haben keine Luftwaffe. Die Ukrainer greifen die Separatisten auf dem Boden an mit Bodenangriffsflugzeugen und Helikoptern, nicht mit Bomben aus großer Höhe. Die Buk-Rakete ist für große Höhen bestimmt. Die einzige Möglichkeit, wie die Separatisten zu Buk-Raketen kommen hätten können, ist durch die Erstürmung und Einnahme ukrainischer Positionen, die aus unergründlichen Gründen Buk-Raketen im Einsatz hatten.

Falls sich eine Buk-Rakete in der Konfliktzone befunden haben sollte, so wurde sie meiner Ansicht nach aus einem Grund dorthin gebracht, der mit dem Konflikt nichts zu tun hat.

Ein europäischer Luftverkehrsüberwacher sagte, dass MH-17 und das Flugzeug mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin an Bord sich ursprünglich auf dem gleichen Kurs befanden. Möglicherweise dachten Washington und sein Vasall in Kiew, MH-17 sei Putins Flugzeug, und zerstörten das malaysische Flugzeug irrtümlich.

Um die Konsequenzen einer derartigen Provokation zu vermeiden, würde die russische Regierung bestreiten, dass Putins Flugzeug sich auf einem ähnlichen Kurs befand.

Sogar die westlichen Medienhuren berichten, dass Separatisten die Aufzeichnungsgeräte oder Black Boxes des malaysischen Flugzeugs gefunden und für die Untersuchung übergeben haben, und dass an den Geräten nichts manipuliert worden war. Wenn die Separatisten für die Attacke verantwortlich waren, warum sollten sie dann die Beweise gegen sich selbst übergeben?

Warum weigert sich Kiew, die Kommunikation zwischen der ukrainischen Flugkontrolle und MH-17 offenzulegen? Warum wurde ein ziviles Flugzeug über eine Kampfzone geleitet? Der niederländische Bericht gibt keine Antwort auf diese Fragen. Washington verhnderte alle Antworten, die seiner Propaganda nicht entsprechen.

Nur Washington, das sich darauf verlassen kann, dass seine Medienhuren Washingtons Erklärungen weitergeben, und Washingtons Vasallen in Kiew hatten einen Vorteil vom Abschuss des Flugzeugs. Ob absichtlich oder unbeabsichtigt, der Abschuss von MH-17 wurde benützt, um Russland anzuschwärzen und die EU zu überzeugen, bei Washingtons wirtschaftlichen Sanktionen und militärischen Zügen gegen Russland mitzumachen.

Die alten Römer fragten immer: „cui bono” – wem nützt es? Die Antwort auf diese Frage sagt uns, wer es getan hat.

http://antikrieg.com/aktuell/2016_07_17_russland.htm

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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