Wo steht´s geschrieben? – Die Antwort – Kommentare

  • Souveränität in Außen- oder sicherheitspolitischen Angelegenheiten

    In Außen- oder sicherheitspolitischen Angelegenheiten darf die Entscheidungs- und Handlungsfreiheit Deutschlands nicht ohne die ausdrückliche Zustimmung des Volkes eingeschränkt werden. Die Abgabe von Hoheitsrechten ohne vorherigen Volksentscheid lehnen wir entschieden ab. Das Grundgesetz betont die Landesverteidigung als Aufgabe der Streitkräfte. XY setzt sich für eine diesem Geist des Grundgesetzes entsprechende Ausrichtung der Bundeswehr ein.

  • NATO und Bündnisverpflichtungen

    XY tritt für eine “Westbindung Deutschlands” ein. Die Mitgliedschaft in der NATO gewährleistet sicherheitspolitisch unsere Freiheit und verschafft uns die Möglichkeit, außenpolitisch unsere eigenen Interessen zu wahren. Wir respektieren die bestehenden internationalen Verträge und werden den vereinbarten Bündnisverpflichtungen im Rahmen des Verteidigungsauftrages des Grundgesetzes nachkommen.
  • Wie steht es mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr?

    Eine Mitwirkung der Bundeswehr an militärischen Einsätzen, die einzelne EU-Länder ohne vorherige Abstimmung begonnen haben, befürwortet XY nicht, es sei denn, es besteht daran ein begründetes nationales deutsches Interesse.
  • Soll es eine gemeinschaftliche Polizei oder Nachrichtendienste geben?

    XY lehnt jede Vergemeinschaftung von Polizei, Militär und Geheimdiensten ab und verwahrt sich gegen alle Versuche, diese Kräfte zur Unterdrückung politischer und sozialer Unruhen in einzelnen Mitgliedsländern einzusetzen

Gebt ruhig mal einen Tip ab oder wer es weiß, kann den Verfasser dieser Grundsätze auch nennen. Ich werde in dann oder in den nächsten Tagen einen Kommentar, inkl. Verweis, zu diesen Grundsätzen abgeben. Mehra sog i heid no ned.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hier steht´s geschrieben:

http://www.afdbayern.de/faq/zur-aussenpolitik/

Ist diese Alternative wirklich eine Alternative für Deutschland oder nur alter Wein in neuen Schläuchen?

„Westbindung“, ist dies nicht der Erfolg zweier Weltkriegen und vielmehr ein Gebundensein als ein Selbstständigsein?

Kriegseinsätze bei nationalem Interesse?

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Kommentare von Augustus und KW

Zum Artikel:

Hatte ja schon auf die CDU getippt. Diese Phrase ist wenig verwunderlich, da viele enttäuschte CDUler sich der AfD angeschlossen haben.

Es gibt aber auch Stimmen, die sich gerne mehr vom “Westen” emanzipieren wollen (Gauland, Höcke).

Wie dem auch sei, der Parteienzirkus nervt schlicht. Allerdings ist es dennoch zu begrüßen, wie die AfD die Altparteien aufmischt. Das sieht man an den hysterischen Reaktionen und nun dem Versuch der AfD den Goldhandel zu untersagen. Alles was Merkel schwächt ist in diesen Zeiten gut, denn die Multikultis versuchen Fakten zu schaffen. Sie sind wie beim Poker “All in” gegangen. Nun wird sich zeigen, ob sich das Risiko für sie gelohnt hat. Die BRD ist zu einer Bananenrepublik verkommen. Die Merkelregierung hält Gesetze nur noch ein, wenn sie ihr opportun oder nützlich erscheinen.

Eine Frage konnte mir nämlich noch kein Merkel- und Multikultianhänger beantworten:

Warum ist es möglich, Gesetze oder gesetzesähnliche Verträge und Abkommen (Dublin III und “no Bailout), Aufenthaltsgesetz, Grundgesetz und so weiter? Aber warum sagen die selben Gesetzesbrecher unwidersprochen, daß man beispielsweise den Familiennachzug nicht einschränken könne, weil dieser ja Gesetz sei.

Man kann es drehen und wenden wie man will, es sind gesetzlose Zeiten und die BRD als Rechtsstaat ist derzeit nicht existent.

——————————————————————————————————–

schön, daß Du Dich dem Thema AfD widmest. Sie ist eine Partei, die gegründet wurde mit dem Ziel. kritische Stimmen zu binden. Ich bin nicht ohne Grund da nicht eingetreten, weil ich meine, alles, was dem System nützt, wird von diesem zugelassen. Alle anderen, siehe Horst Mahler oder Ursula Haverbeck bekommen die Strenge des Gesetzes zu spüren, ich übrigens auch, weil ich einen aufdringlichen Neger “nach Hause” geschickt habe. Die Verhandlung war für mich ein Lehrstück, daß wir Deutsche staatenlos sind. Man kann sich weder auf Polizei noch auf Richter verlassen. Als ich Einzelheiten letzten Sonntag am Stammtisch vortrug, sind einige Naive fast vom Stuhl gefallen, andere, die auch vor Gericht standen oder auch schon Hausdurchsuchungen überstanden, grinsten nur. Wir sind kein Rechtsstaat und wer unsere Freiheit fordert, wird zum Feind erklärt. Die AfD will ein bißchen Freiheit, ich würde gern außenpolitisch meine Partner aussuchen, und das wären mit Bestimmtheit nicht die VSA, von denen würde ich mich erst recht fernhalten. Selbst Wikilügia nennt die militärischen Stützpunkte auf der ganzen Welt. Größenwahnsinnige muß man entmachten, und als erstes würde ich den Abzug aller amerikanischen Truppen auf deutschem Boden fordern. Nur dann sind wir frei in allen Entscheidungen. Wer das nicht als erstes fordert, dem traue ich nicht. Ein weiter so kann es nicht geben. Und so lange die Lügenpresse diese Zustände schönschreibt, wissen wir, unter wessen Einfluß sie steht.

https://deutscheseck.wordpress.com/2015/12/09/wo-stehts-geschrieben-die-antwort/

==============================================================

Vorausschicken möchte ich, dass sich die AfD-Bayern, wie auch die Bundes-AfD, uneingeschränkt zu Europa stehen, sogar des Propagandabegriffes „Europa“ anstatt EU bedienen sie sich. Etwas anders, im Jargon der Kanzlerin, formuliert, die EU ist altervativlos.
Damit erübrigt sich eigentlich schon vieles, wenn nicht gar alles.

Die EU ist und bleibt ein unreformierbares, monströses Konstrukt, geschaffen um den Willen des mächtigen, herrschenden internatiolen Geldadels umzusetzen, nationale Eigentümlichkeiten zu schleifen, Hand in Hand mit der NATO Umfang und Wirkungsbereich dieser mächtigen, stets macht- und geldhungrigen Kreise zu erweitern.
Das bisschen Parlament, die darin waltenden Parteien, sind kein Hindernis auf diesem Weg. Vielmehr sind sie eine Voraussetzung für das Gelingen der Pläne. Wer immer noch glaubt, Parlament und/oder Parteien hätten wirklich etwas zu sagen, der ist auf dem Holzweg und hat sich im Wald verirrt.

Nun zur AfD und ihrer Bekräftigung der Westbindung Deutschlands, sprich der BRD, und der Einbindung in die NATO. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes gebunden, das wird nur allzuoft übersehen oder propagandistisch verbrämt.
Gerade die NATO, der militärische Arm der USA, ist derzeit in jeden US-Konflikt verwickelt. Sie dient dazu den militärischen Druck auf unliebsame Staaten und Regierungen aufrechtzuerhalten und scheut keine Auseinandersetzung, keine internationale „Verwicklung“, keine Bündniszusage, die unsere Welt näher an den Rand eines großen Krieges bringt. Die NATO, Verteidigungsbündnis genannt, ist eine aggressive Angriffsorganisation, die stets soweit geht, wie es ihr der auserwählte oder tatsächliche Gegner erlaubt.

Ausgerechnet diese NATO soll  sicherheitspolitisch unsere Freiheit wahren und uns außenpolitisch die Möglichkeit der Wahrung unserer eigenen Interessen geben.
Träumt weiter, bin ich  versucht zu sagen.
Es ist aber kein Traum und auch keine Fehleinschätzung, sondern eine eindeutige Aussage, die nicht wegen einiger CDUler in der Partei ins Programm geschrieben wurde, auch wenn dies vordergründig so aussehen mag.
Diese Aussage bekräftigt die Bündnistreue, sprich Unterwerfungshaltung, in die wir BR-Deutsche seit einigen Jahrzehnten hineingedrängt werden und diese Zwangshaltung lange Zeit zunehmend als ganz normal angesehen haben und teils immer noch tun. Wie es eben mit Zwangshaltungen so ist, wollte man sich  wieder in Normalposition begeben, wird es schmerzhaft und bedarf oft großer Anstrengungen.
Viele wache Köpfe erkennen jedoch immer deutlicher, wollen wir auch zukünftig in Frieden leben, wollen wir selbst über unsere Zukunft entscheiden, müssen wir uns dieser Westbindung/-fesselung entledigen.
Die NATO und deren Führungsmacht USA, sind die Hauptkriegstreiber seit vielen, vielen Jahrzehnten und eben diesem sieht sich die AfD verpflichtet. Wo ist da die Alternative?
Dass der sog. Kalte Krieg in keinen echten Weltkrieg ausartete, war nicht dem Friedenswillen der Ver. Staaten und deren Kettenhund, der NATO, geschuldet. Es war einzig und allein das Verdienst der Sowjetunion, die es im entscheidenden Augenblick nicht drauf ankommen ließ.
Eine gewagte Aussage, ich weiß und sie passt so gar nicht in das Bild der Westpropaganda. Aber mal ehrlich, wieso sollten die Medien in den letzten beiden Jahrzehnten sich so gewandelt haben und von einer Wahrheitspresse zur Lügenpresse mutiert sein.
Vielmehr ist es doch so, dass die Lizenzpresse der BRD von Anfang die Propagandatrommel der Westsiegermacht USA war, wie die der DDR die Propagandatrommel der SU war. Letzteres ist allerdings leichter zu erkennen, da dies jahrzehntelang in unsere Köpfe hineingehämmert wurde.

Ich möchte es auf den Punkt bringen, wer den Verbleib in der NATO nicht nur duldet, da wir dazu gezwungen werden, sondern aktiv betreibt und dies zum Programm erhebt, kann niemals eine Alternative sein.
Diese Partei ist immer nur Teil des Systems und wird Unzufriedenheit jeweils in die gewünschte Richtung lenken.  Denken wir dabei doch an die Grünen, erst Gegner der NATO, dann Verteidiger der NATO. Was ist also von einer Partei zu erwarten, die von Anfang an für den Erhalt und den Verbleib in der NATO eintritt.
Augen auf. Trau, schau, wem.

Wer die EU für unabdingbar hält, hält auch die vier Grundfreiheiten der EU, ich nenne sie die Grundübel, für unabdingbar. Zu diesen vier Grundübeln gehört die Personenfreizügigkeit, wie auch der freie Kapital- und Zahlungsverkehr.
Davon in den programmatischen Aussagen der AfD kein Wort. Wieso wohl?

Zu den Militäreinsätzen:
Die AfD kritisiert nicht die Militäreinsätze an sich. Sie bekritelt die nicht stattgefundene Abstimmung mit der BRD.

Da kann sich jeder seinen Teil denken und schlau draus werden. Im Grunde bedeutet dies: Angriffskriege, Provokationen etc. sind in Ordnung und finden die Zustimmung dieser AfD, solange sie irgendwelchen nebulösen nationalen Interessen dienen. Wer entscheidet denn über das nationale Interesse?

Einzig folgende Aussage wäre zu akzeptieren:
Unbedingte Neutralität. Keine Mitgliedschaft in einem Militärbündnis.

Ich weiß, da kommt die Angst „des“ Deutschen wieder hoch, erobert zu werden, zu wenig Sonne zu erhalten, in der Welt nicht seiner Stellung entsprechend behandelt zu werden, außen- und sicherheitspolitisch auf dem Abstellgleis zu stehen.
Aber wie schon desöfteren geschrieben, ich bin kein Deutscher, ich bin Bayer (wenn mir diese (staatsbürgerliche) Möglichkeit auch derzeit verwehrt wird, ändert sich nichts an dieser Tatsache) und daher kenne ich diese Ängste nicht und jeder der diese Ängste fühlt oder meint haben zu müssen, sollte sich doch mal überlegen, ob dies wirklich seine Ängste sind oder die Ängste jener Mächtigen im Land, die sich einen Dreck um Wohl und Wehe des einfachen Bürgers scheren.
Am deutschen Wesen braucht die Welt nicht zu genesen, soll sie doch machen was sie will und wir tun es auch. So würde ein Schuh draus.
Beim Deutschen spüre ich immer einen Minderwertigkeitskomplex, der kompensiert werden muss und manchmal überkompensiert wird. Wir sind ja so wichtig.
Schaut sie euch nur an, diese wichtigen Leuten, wie sie von Kamera zu Kamera springen und ihre Wichtigkeit in die Welt hinausplärren. Dabei möchte einem das Grausen kommen.

Auf den Rest, der obenangeführten Punkte, meine ich, brauche ich nicht sonderlich einzugehen, es ist der Mühe nicht wert. In früheren Artikeln habe ich mich bereits über die AfD ausgelassen und wesentliches hat sich nicht geändert, auch nicht nachdem Lucke die AfD verlassen hat.

Zum Thema Volksabstimmungen möchte ich aber doch wieder einmal was schreiben.
Die AfD fordert immer wieder Volksabstimmungen zu diesem und jenem Thema. Für die AfD wäre es auch in Ordnung, gäben die Deutschen ihre Zustimmung zur Übertragung nationaler Hoheitsrechte. Gleichzeitig lehnt sie aber den Zentralstaat EU ab, zumindest wenn man ihren Aussagen folgen mag.
Da wird kein Schuh draus. Entweder bin ich dafür oder dagegen, unabhängig davon, was eine momentane Mehrheit will.
Mit Volksabstimmungen ist es immer so eine Sache. Wer will den bestreiten, dass die Masse nicht durch gezielte Propaganda, durch Aktionen/Vorkommnisse etc. zu einer bestimmten Meinung gedrängt werden kann.
Auch darf eines nicht übersehen werden, eine solche Abstimmung wäre immer eine Momentaufnahme und kann in einem Monat schon wieder ganz anders aussehen. Was dann?
Sich hinter dem Begriff „direkte Demokratie“ zu verstecken ist Feigheit vor dem Feind, eine Vertuschung der eigenen Absichten und zugleich Lüge und Betrug. Die BR-Parteien wissen sehr genau, dass die große Linie NICHT/NIEMALS von Volksabstimmungen festgelegt wird. Es wird getan was getan werden muss, Volksabstimmung hin, Volksabstimmung her.

Die AfD schreibt in ihren progammatischen Aussagen, Parteien sollen nicht bestimmen, sondern vom Willen der Menschen gelenkt werden. Dann hat eine Partei allerdings ihre Daseinsberechtigung verloren. Wieso brauche ich einen Mittler zwischen dem allgemeinen Volkswillen und dem Staat. Dies kann direkt geschehen.
Voraussetzung hierfür wären allerdings föderalistische Strukturen und zwar nicht nur innerhalb der EU, wie von der AfD gefordert, sondern vor allem innerhalb der BRD, wie auch innerhalb der Bundesländer.
Zentralgewalten müssten aufhören zu existieren, sie wären ihrer Aufgaben beraubt. Zentralrecht dürfte nicht das dezentrale Recht brechen. Entschieden wird dort, wo gelebt wird.
Dies dürfte der AfD aber so fremd sein, wie einer Kuh ein Reitsattel.

Lasst euch von der AfD nicht blenden, ihr könnt aus taktischem Kalkül vielleicht das eine oder andere Mal euer Kreuzchen bei ihr machen, ich werde es nicht tun, eher wird mir die Hand abfaulen (um mit FJS zu sprechen).
Bei uns in Bayern gibt es den Begriff des Schöntrinkens, nach der fünften Maß ist eine jede schön, dies gilt allerdings auch für das Schönreden, wenn man sich es nur lange genug ein- und schönredet ist auch eine jede (Partei) schön.
Man muss der hässlichen Wirklichkeit ins Auge sehen und erkennen, niemand wird für uns die Kohlen aus dem Feuer holen und sei es eine noch so heilsversrpechende Partei oder Organisation. Wir müssen uns von der Einbindung lösen, selbstständig werden, die Fesseln abwerfen. Zu diesen Fesseln gehört auch die Parteiengläubigkeit.

Einzelne Stimmen innerhalb einer Partei, sind, bestenfalls, wie die berühmte Schwalbe die keinen Sommer macht. Diese „Abweichler“ werden nicht nur akzeptiert, sondern gelegentlich auch auf hohen Posten zu finden sein. Wenn sie ihren Dienst getan haben, verschwinden sie entweder in der Versenkung oder tun still und brav ihren Dienst als Parteisoldaten und kassieren schöne Bezüge und hohe Renten, die wir bezahlen.

Noch ein Wort zum „Aufmischen“ der Altparteien oder deren hysterische Reaktionen:
Das ist einzig und allein ein Kampf um die besten Futterplätze innerhalb einer Gattung. Dass diese Kämpfe zuweilen heftig, bis grausam und blutig sein können, beweist die Geschichte. Das sollte nicht als Beweis dienen, die „Neuen“ wären so ganz anders oder würden nur wegen ihrer „Andersartigkeit“ unsere Interessen vertreten.

Ganz provokativ zum Abschluss: Parteien dürften keinen höheren Stellenwert als ein Kaninchenzüchterverein haben. sie sind so unnötig wie ein Kropf.

Was wäre, wenn morgen die Parteien aufgelöst würden?
Was wäre, wenn morgen Parlamente und Ministerien ihre Tätigkeit einstellen würden?

 

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, EU, Politik abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Wo steht´s geschrieben? – Die Antwort – Kommentare

  1. Augustus schreibt:

    Servus Gerhard,

    gehe gleich erst mal auf Deine Antwort auf meinen Kommentar gestern ein, aber vorab:

    Servus KM, falls Sie das lesen bestelle ich Ihnen – unbekannterweise – mal herzliche Grüße zurück.

    So, nun zum Thema:

    Die These, daß die BRD möglicherweise niemals ein Rechtsstaat war, sondern lediglich am Fundament des Reichs (nicht des Dritten) zehrte ist interessant. Selbstverständlich war die BRD niemals ein souveräner Staat, wie denn auch unter Besetzung. Ob man sich heute dem Usurpator in Washington aus Zwang oder aus freiwilliger kleinmütigkeit unterordnet ist dabei eher zweitrangig.

    Mit dem schönen Alten (Gebäuden, Bauwerken und so weiter) hast Du vollkommen Recht. Die neu hingestellten Bauten sind manifestierte Häßlichkeit. Hier kann man sicher darüber diskutieren, ob es sich um Wohlstandsverwahrlosung oder um die Bauliche Darstellung der Wegwerfgesellschaft handelt. Ich tippe hier klar auf Wohlstandsverwahrlosung, welche eine Mentalität hervorbringt, die einfach nicht darauf ausgelegt ist langfristig zu denken, was überhaupt erst die Wegwerfgesellschaft möglich macht. Man schaue sich die Bauten in der EU-Hauptstadt Brüssel einfach mal an. Kultur soll hier zur zweitrangigen Volklore degradiert werden. Ich hatte mal einen interessanten Artikel gelesen, in dem auch gesagt wurde, daß Goebbels es gar nicht so schlecht fand das viele Städte in Schutt und Asche lagen, da man so leichter eine neue Struktur und Kultur begründen könnte. Auch viele Bomebenangriffe der Angelsachsen – diesseits und jenseits des Atlantiks – zielten bewusst auf kulturelle Zentren. Das sind keine Zufälle.

    Nun zum eigentlichen Thema:

    Auch ich traue den Parteien nicht. Allerdings ist das Land und das Volk – gerade jetzt – in großer Not durch die Asyleinladung der BRD-Regierung. Ich denke schon das man taktisch wählen sollte, denn die einzige Meinungsbekundung gegen diesen Willkommenswahnsinn ist die AfD.

    Klar dürfte doch auch sein, daß die AfD – selbst wenn sie wollte – nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen kann. Gleichzeitig dann gegen EU, NATO, eigene Regierung und alle angeschlossenen NGOs? Ausgeschlossen.

    Die Grünen sind allerdings ein starkes Beispiel (erst gegen, dann für NATO) das man wachsam sein muß. Danke für dieses starke Beispiel.

    Nur wie gesagt – auch wenn’s abgedroschen klingt – „Politik ist die Kunst des Möglichen“. Möglich ist es meines Erachtens nicht, mit allen gleichzeitig den Kampf aufzunehmen.

    Zumal man, selbst wenn man gegen die Westanbindung ist, behutsam sein muß. Auch hier sind viele NGOs tief verankert, die Gift spucken können. Man hat es in der Ukraine beobachten dürfen, oder auch – hier in den Medien nicht erwähnt – Venezuela. Die VSA mobilisieren einfach die von Ihnen verblendete Masse und schon geht die Party auf den Straßen los. Verantwortungsvolles Handeln bedeutet hier behutsames und strukturell geduldiges Vorgehen. Wichtig ist nun erst mal, daß der Austausch des Volkes gestoppt wird, denn niemand hat den Politikern das Mandat erteilt die Tore für die Unterschicht der dritten Welt zu öffnen. Die Politik Ungarns ist hier als beispielhaft für verantwortungsvolles Handeln hervorzuheben. Auch Polen – wenn auch antideutsch – setzt hier wichtige und richtige Zeichen.

    Mit den Querschlägern in den Parteien (die ab und zu bewußt in Szene gesetzt werden) gebe ich Dir Recht. Ihnen wirft man ab und an ein Stöckchen hin. Manche begreifen irgendwann selbst, daß sie nur eine Schachfigur sind. Prominentes Beispiel: Gauweiler. Mittlerweile hat er ja Konsequenzen gezogen. Das zeigt zumindest, daß er selbst erkannt hat, daß er lediglich benutzt wurde um Konservative zu binden.

    Würde gerne ausführlicher schreiben, muß aber arbeiten. Vielleicht später mehr.

    Wünsche einen schönen Tag.

    Beste Grüße

    Augustus

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Servus Augustus,
      passt schon, mir ist schon klar worauf Du hinauswillst, wir kennen uns ja schon etws länger.
      „An allen Fronten kämpfen“
      Nein, das verlangt weiß Gott niemand, aber an den richtigen, das verlange ich schon und diese Glaubensbekenntnisse sind entweder gelogen (was ich nicht annehme) oder kommen aus tiefster Überzeugung (was ich annehme).
      Falls sie falsch wären und nur aus taktischen Gründen geschrieben wurden:
      Dann wird getäuscht, gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen und auf was könnte man sich dann überhaupt verlassen.
      Mit demselben Recht könnte ich dann schreiben, sie versuchen nun Wählerstimmen einzusammeln, deshalb die ganze Aufregung mit Flüchtlingen etc.
      Dann stünde Behauptung gegen Behauptung und wir kämen keinen Schritt voran.
      Falls diese Punkte aus tiefster Überzeugung geschrieben wurden, ist diese Partei keinesfalls eine Alternative. Dann ist sie bestenfalls eine Alternative innerhalb des Systems und mal ganz ehrlich welche Alternative hat das System schon zu bieten? Evtl. verlangsamt sich das Ganze oder es wird etwas besser getarnt.

      Um evtl. Missverständnissen vorzubeugen, betone ich, dass meine Kritik eine generelle ist und nicht die Arbeit und Leistung von gutgläubigen Parteileuten schmälern möchte. Diese gibt es sicherlich auch noch in Parteien wie der CDU und CSU. Die haben halt das Parteiensystem noch nicht durchschaut, sind aber guten Willens. Schade um die vertane Kraft.

      Ich könnte die AfD oder eine andere Partei verstehen, wenn sie ungefragt keine Antwort auf NATO etc. gäbe.
      Wenn sie allerdings gefragt wird, MUSS sie die richtige Antwort geben, d. h. Austritt, Neutralität, keine Militärbündnisse, kein Einsatz der Bundeswehr außerhalb der Grenzen unseren Landes; es sei denn, wir würden angegriffen und müssten einen unserer Nachbarn über die Grenze verfolgen, das wäre aber in einem föderalen System deutscher Länder nahezu auszuschließen. Schauen wir uns nur mal unsere Länder an, welche Nachbarn wir hätten und welche Streitigkeiten hier anstehen.
      Was eine Partei aber keinesfalls machen darf, aus welchen Gründen auch immer, Falsches verabschieden und niederschreiben, egal aus welchen Gründen. Das wäre so etwas wie Trotzkismus. Falschheit lehne ich ab.
      Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ich verstehe die Gründe, wieso einige Leute der AfD derzeit zulaufen und in ihr eine Heilsbringerin sehen. Nichtsdestotrotz laufen sie dem Falschen hinterher und die Sache wird ausgehen wie das Hornberger Schießen. Viel Lärm um nichts.

      Meine Einstellung zur AfD hat sich in keiner Weise geändert, nicht seit den ersten Tagen der Wahlalternative XY und entsprechenden Wahlbündnissen. Die AfD ist ebensowenig „reformierbar“ wie beispielsweise die EU oder die NATO.
      Am Anfang verlangte die Wahlalternative, danach die AfD, eine unbedingte Anerkennung der FDGO, nun ist die EU unabdingbar, die Westbindung, Kriegseinsätze im nationalen Interesse usw.
      Die kommen nicht einmal soweit wie die Grünen. Forderten sie erst die Wiedereinführung der DM, dauerte es ein paar Fernsehinterviews lang, dann rückten sie von dieser Forderung ab und sprachen von einem Nordeuro u. ä.

      Du hast Recht, wer sich mit dem System anlegt muss mit Angriffen rechnen. Der Gegner ist stark und scheint schier unüberwindlich. Die offene „Feldschlacht“ ist nicht zu gewinnen. Die geistige Schlacht, das wäre die „Feldschlacht“, auf dem medialen Feld ist nicht zu gewinnen. Was aber getan werden kann und muss, ist die kleine Arbeit, die kleinen Nadelstiche.
      Mao sagte mal, der Revolutionär muss sein wie der Fisch im Wasser. Wir sind keine Revolutionäre, wir brauchen uns nicht zu verstellen, wir sind die Fische im Wasser und haben uns um unsere Mitfische zu kümmern, nicht um politische Einflussnahme, um mediale Anerkennung usw. usf.

      Wer sich mit Politik befassen will, soll das tun und damit das Mögliche, das nicht viel ist, wenn überhaupt etwas erreicht wird. Der Wunsch nach Politikfähigkeit ist der Wunsch nach Einordnung und ich verspreche Dir eines, auf dem (partei)politischen Weg wird sich nichts zum Besseren ändern.

      Meine Stimme gebe ich auch taktisch ab, wohlwissend, dass sich nichts ändern wird. Aber ich möchte ein bisschen ärgern, tratzn auf bairisch und deshalb gebe ich meine Stimme nicht NATO- und EU-Befürwortern, sondern einer Fundamentalopposition. Ein paar Euro sind´s auch die ich somit den Systemlern abzwicke und an eine andere Stelle fließen lasse.
      Sollte sich die Fundamentalopposition mausern, werde ich mich auch mit deren politischen Inhalten öffentlich auseinandersetzen. Vorläufig lohnt dies allerdings nicht.

      Zu Deiner Aussage, dass niemand den Politikern das Mandat erteilt hat in großem Stile Ausländer anzusiedeln. Das ist richtig. Genauso hat natürlich niemand der AfD ein Mandat gegeben sich dagegen auszusprechen. Sie tun es einfach, wie es Politiker halt so machen. Das ist einfach so. Bei der Betrachtung dieser Angelegenheit ist immer der Standpunkt wichtig. Es gibt auch viele Menschen die der Flüchtlingspolitik ebenso zustimmen, wie diese auf der anderen Seite abgelehnt wird.
      Indirekt haben wahrscheinlich mehr Menschen das Mandat zur gegenwärtigen Politik gegeben, als es zählbare Gegenstimmen gibt.
      Sich auf diesem Pflaster zu bewegen, bedeutet auf den Allerwertesten zu fallen.

      Man muss die Sache vom Grundsatz her angehen und das bedeutet einfach, es wird dort entschieden, wo gelebt wird. Dort wird entschieden, dort wird verdient UND bezahlt.
      Beim Thema Flüchtlinge würde dies bedeuten, wer Flüchtlingen helfen will (oder wie immer man zu der Sache steht), hat dafür Sorge zu tragen, dass dies auch funktioniert und bezahlt wird und zwar nicht von anderen.
      So etwas ähnliches wie das Demokratieprinzip (ich mag dieses Wort nicht), kann nur im Kleinen funktionieren, wo Entscheidung und Verantwortung im richtigen Verhältnis stehen und direkte Auswirkungen auf die jeweiligen Entscheidungsträger hat.
      Z. B. hätte dann niemand das Recht, weil es ihm niemand gäbe, seine Wünsche mit dem Geld anderer zu finanzieren.

      Im Grundsatz geht es darum, dass wir in der Lage sein müssen eigene Entscheidungen zu fällen, eigene Veranwortlichkeiten einzugehen. Auf diesem Weg werden dann einige Stolpersteine, Blockaden und Barrikaden auftauchen. Ob diese NATO, EU, BRD, Parteien oder wie auch immer heißen, ist dabei nicht so wichtig.
      Was man allerdings nicht machen darf, ist Stolpersteine oder Barrikaden als Verbündete oder gar als unabdingbar anzusehen. Wer dies tut, kann schreiben was er will, kann demonstrieren gegen was er will und in Agitation und Propanda in die Köpfe hämmern was immer er will. Er ist und bleibt ein falscher Fuffziger.
      Aber nun genug für heute. Morgen ist auch noch ein Tag und vielleicht haben ja andere auch was zum Thema zu sagen.
      Pfiat di
      Gerd

      • Augustus schreibt:

        Servus Gerhard,

        versteh mich nicht falsch, ich bin nun wirklich kein Freund des Parteiensystems oder ein „Fanboy“ der AfD.
        Ich bin lediglich der Meinung, daß die AfD – bezüglich dieses Themas (NATO/ Westanbindung) alles Andere als einig ist. Siehe beispielsweise Gauland, der eher dazu tendiert die Beziehungen mit dem großen Nachbarn im Osten auszubauen. Gauland beispielsweise würde ich nicht unterstellen, daß er sofort unter den Schutz eines anderen Hegemons kriechen will.

        Meiner Meinung nach ist das auch der Schlüssel. Wenn wir souverän sein wollen, dann brauchen wir einen Verbündeten, der das möglich machen kann. Die VSA sind strukturell zu verwurzelt in der BRD, als daß man sich allein aus ihren Klauen lösen könnte.

        Und natürlich hast Du Recht wenn Du sagst, daß diese Partei keine Alternative im reinen Sinn ist. Das kann sie auch nicht sein, weil sie schlicht nur teilhaben will. Allerdings sehe ich den dringenden Handlungsbedarf wegen „Rautes“ all in (Du weißt dennoch meine).
        Du dürftest auch wissen, daß ich nicht gehäßig bin und keine wirklich Freude daran verspüre, wenn andere Menschen fallen, aber – wie Du auch hier im Blog festgestellt hast – muß klar sein, daß die „Raute“ weg muß. Es stellt sich auch überhaupt erst mal nicht, was danach als Regierungschef kommt, denn die Raute hat zu sehr den Blick für das Logische verloren. Wie soll es auch anders sein: So lange unumstritten an der Macht, von klein auf auf Agitation (egal in welchem System) gedrillt und kinderlos. Ja erwartet man von so einer Person tatsächlich einen Blick der über das Gegenwärtige hinausgeht? Sie ist wie sie ist, aber sie ist falsch für den Posten den sie besetzt. Viel zu lange hatte diese Frau die Möglichkeit, Untätigkeit als Politik und Taktik zu verkaufen. Sie hat lediglich verwaltet. Dazu sind aber Beamte da. Politik hat zu gestalten, und nun, wo sie versucht zu gestalten (scheinbar den Umbau der Gesellschaft) versagt die Raute. Sie hat ihre Aufgabe schlicht nicht verstanden, denn sie ist Volksdienerin, denkt aber das Volk müße ihr dienen. Aber ich schweife ab. Es geht schlicht um eines: Alles was die Raute schwächt ist gut für das Volk. Manch einer wird einwenden: Eine schwache Regierungschefin kann nichts mehr bewegen und nützt niemandem. Diese Regierungschefin aber will auch überhaupt nichts machen. Jeder Bananenstaat ist in der Lage seine Grenzen einigermaßen zu sichern, aber eine Wirtschaftsmacht wie die BRD kann das nach ihren Aussagen nicht.

        Nochmals zu meiner Aussage, daß niemand den Politikern das Mandat zur Grenzöffnung erteilt hat und Deine Entgegnung, daß der AfD (oder welcher Partei auch immer) niemand das Mandat erteilt hat dagegen anzugehen:

        Da besteht für mich ein gewaltiger Unterschied: Auf der einen Seite stehen die von mir genannten Mandatsträger. Diese Mandatsträger haben sich in erster Linie als Volksdienerin zu sehen, denn sie vertreten ebendieses nur.

        Die andere Gruppe bewirbt sich um diese Mandate und ist daher nicht mit jenen gleichzusetzen, die ihr Mandat so grob mißbrauchen. Was hier vorgeht ist übrigens ein Lehrbeispiel dafür, warum ich die repräsentative Demokratie ablehne und eher für eine plebiszitäre Demokratie bin. Auch die plebiszitäre Demokratie hat sicherlich enorme Defiziten (mögliche Beeinflussung durch Propaganda beispielsweise) aber sie ermöglicht nichts desto trotz größere Chancen den tatsächlichen Volkswillen zu ermitteln. Ich bin mir allerdings auch im Klaren darüber, daß Demokratie immer auch die Diktatur der Mehrheit ist, da gibt es keine Illusionen.

        Und natürlich hast Du Recht: Die Politik ist ein verlogenes Geschäft. Wer sich dort zurechtfinden will, der muß das Lügnerhandwerk gut beherrschen. Und ja, es gibt gewiss aufrichtige Leute in den Parteien. In den unteren Ebenen findet man sie wahrscheinlich sogar recht zahlreich.

        Noch eine Sache – und ich finde es sehr schön, daß Du sie angesprochen hast: Die NATO war ganz sicher nicht der Garant für die Sicherheit und ist es heute noch weniger. Es war tatsächlich das bedachte Handeln der Sowjetunion, welches den Krieg verhindert hat. Ich würde Deine These nicht mal als gewagt bezeichnen, denn jeder geschichtlich gebildete Mensch weiß, daß dies Fakt ist.
        Ich möchte noch hinzufügen, daß es eine gewaltige zivilisatorische Leistung der Sowjets war, daß es beim Auseinanderfallen der Sowjetunion nicht zum Knall kam. Wenn man die Geschichte durchforstet so ist mir kein Beispiel bekannt, welches in solch einer Situation auf eine ähnliche Leistung verweisen kann.

        Einen schönen Tag

        Pfiat di

        Augustus

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Guad Moing Augustus,
        danke für Deine ausführliche Antwort. Wir sollten uns tatsächlich mal per Mail ausführlicher über einzelne Fragen unterhalten und über längere Zeit einen Meinungsaustausch durchführen. Wir können dies aber auch gerne hier im Blog machen. Ich werde dann evtl. mit Artikeln antworten, da der jeweilige Beitrag ja immer schnell nach unten rutscht und nicht mehr gefunden wird.
        Zu Merkel. Ich stimme Deiner Aussage in dem Punkt nicht ganz zu, dass es egal ist was Merkel schwächt oder nach ihr kommt und dies gut für das Volk, also für uns, sei.
        Ich agitiere für Merkels Rücktritt ganz bewusst. Nur für ihren Rücktritt und zwar aus folgendem Grund:
        Es wäre ein Novum und damit ein ungeheurer Fortschritt, wenn eine Regierungschefin auf Grund ihrer verfehlten Politik, auf Grund des Schadens den sie anrichtete zum Rücktritt gezwungen werden könnte.

        Findet ihr Abgang sozusagen in geordneten Bahnen statt, ist nichts gewonnen. Dann ist es fast egal wer nach ihr kommt: Ich sage fast, da man ja dachte, nach Schröder/Fischer geht´s nicht mehr tiefer. Falsch gedacht. Die Tiefen sind noch nicht ausgelotet.
        Demokratie in dieser oder jener Form ist für mich keine Option und kein Weg für den ich mich starkmachen würde.
        Vor einer wie auch immer gearteten oder vertretenen Mehrheit gibt es keinen Schutz, keine Gewaltenteilung, nichts und niemand wäre letztendlich vor dem Willen der anderen sicher.
        Nein, Demokratie ist und bleibt ein Schlagwort um die verblendeten Massen zu nasführen und das was als echte Demokratie bezeichnet oder gesehen wird, wäre nichts anderes als eine letztendlich schreckliche Diktatur, in der alles und jedes dem Willen der Meute unterworfen wäre.
        Nein danke.
        Für einen Neubeginn müssen wir dort anknüpfen, wo es einmal aufgehört hat und zwar vor und nach der Gründung des Bismarckschen Reiches.
        Das Thema Demokratie, die damit verbundene Republik und die damit unlösbar verbundene Parteienherrschaft und damit verbundene Austausch, der Herrschaft von Grund und Boden durch die Herrschaft des Geldes muss überwunden werden.
        Nun aber Schluss, sonst wird es wieder ewig lang.
        Pfiat di
        Gerd

      • Augustus schreibt:

        Servus nochmal, Gerhard.

        Ich wollte auch nicht sagen, daß Rautes Nachfolger automatisch besser ist. Aber viel verheerender kann er auch nicht sein (innenpolitisch zumindest). Solange man Raute weiter mit Verstößen gegen das Gesetz- an das sie eigentlich gebunden sein sollte – durchkommen läßt, wird auch jeder Nachfolger dies als Praxis entdecken. Raute muß – bestenfalls – durch zuvilen Ungehorsam gestürzt werden (hach, welch schöne Utopie).

        Im Übrigen ist es tatsächlich so, daß Demokratie nur im kleinen wirkliche Demokratie sein kann. Was heute als Demokratie bezeichnet wird wäre für die alten Griechen ein Grauß. Bei den Griechen durften tatsächlich lediglich die Waffenträger wählen.
        Weiter wären nach deren Logik Steuern untersagt, weil diese eine unfreiwillige Tributabgabe darstellen, ein Mittel das direkt der Tyrannis entspringt.

        Zur „Alternativlosigkeit“. Da kann man nur lachen. Denken wir mal an die vergangenen 100 Jahre.

        Da war ein Kaiser, von Himmels Gnaden und die Legitimation für immer.

        Darauf folgte die Republik, welche sich selbst für unentbehrlich erklärte.

        Dann folgte einer, der „von der Vorsehung“ auserkoren war ein Reich für 1000 Jahre zu errichten.

        Dann folgte (in einem Teil Deutschlands) der Sozialismus, welcher unweigerlich in den Kommunismus als höchste und ultimative Gesellschaftsform mündet.

        Dann die vereinigte BRD mit dem Kapitalismus als Sieger des kalten Kriegs und „das Ende der Geschichte“ (Fukuyama).

        Nun die „alternativlosen“ der EU.

        Über einen Gedankenaustausch per E-Mail würde ich mich sehr freuen.

        Dir und Deinen Lieben ein schönes Wochenende.

        Pfiat di

        Augustus

Kommentare sind geschlossen.