Video: Die Dörenther Klippen am Hermannsweg

Die Dörenther Klippen sind eine rund vier Kilometer lange und bis 159 m ü. NN hohe Sandstein-Felsformation entlang des oberen Südwesthangs des Teutoburger Waldes (Osning) im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Der überwiegende Teil der Klippen gehört zum Gebiet von Ibbenbüren, der kleinere Teil befindet sich auf Tecklenburger Gebiet.

Herausragende Einzelfelsen sind der „Dreikaiserstuhl“ im ostsüdöstlichen und das „Hockende Weib“ im westnordwestlichen Teil. Zu einigen Felsgruppen und ihrer Namensgebung gibt es lokale Legenden — überregional bekannt sind die Klippen insbesondere durch das markante „Hockende Weib“, um das sich eine tragische Sage rankt.

In seiner Längsausdehnung grob begrenzt wird der Klippenzug durch zwei natürliche Pässe: Im Norden durch den Ibbenbürener Pass mit der B 219 und dem nahen wie namensgebenden Ibbenbürener Stadtteil Dörenthe, im Süden durch das Bocketal (K 24) mit der Strecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn und dem Tecklenburger Ortsteil Brochterbeck.

Die bis zu 40 m hohen frei stehenden Felsen bestehen aus kreidezeitlichem, vor etwa 120 Millionen Jahren entstandenen Osning-Sandstein. Im Bereich der Klippen gibt es einige kleine Altsteinbrüche, in denen das als Baumaterial geschätzte Gestein gewonnen wurde.

Das „Hockende Weib“ ist ein Felsgebilde im westnordwestlichen Abschnitt der Klippenkette, das einer hockenden Frau ähnelt und als ein Wahrzeichen von Ibbenbüren dient. Mit ihm verbindet sich eine weithin bekannte, in ähnlicher Form jedoch auch in anderen Regionen verbreitete Sage. Deren Inhalt zur Folge erstarrte eine heldenhafte Frau in Vorzeiten zu Stein, was namensgebend war.

Diese Frau soll als Mutter mehrerer Kinder in der Nähe der Klippen gelebt haben. Damals sollen die Meeresfluten häufig bis direkt an die Berge gereicht haben. Die Frau, die ihre Kinder vor der außergewöhnlich schnell und hoch steigenden Flut retten wollte, soll sie auf ihre Schultern gehoben und sicher über die Wassermassen gehalten haben, selbst stand bzw. „hockte“ sie dabei im Wasser. Nach langem Warten, Bangen und Beten soll Gott die Flut schließlich wieder zurückgeschickt haben, das „Weib“ wurde zu Stein, die Kinder waren jedoch gerettet. Ebenso wird das Thema in Josef Seilers Gedicht Die Dörenther Klippen und das hockende Weib mit den Anfangsversen: „Das Wasser! Das Wasser! Es kommt, es kommt!“ behandelt.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Video: Die Dörenther Klippen am Hermannsweg

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

  2. Arkturus schreibt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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