Zum Kalenderblatt 28. Juni/Brachet: Hitler geboren in Versailles

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Grabert-Verlages. Der Titel des Buches von Leon Degrelle lautet „Hitler geboren in Versailles“, er ist leider vergriffen und nur noch im Antiquariat erhältlich, z. B. bei Abebooks.

Vorwort

Länger als ein halbes Jahrhundert hat die breite Öffentlichkeit vom Ersten Weltkrieg vorwiegend entstellte Berichte und einseitig übertriebene Deutungen bekommen. Sie hat mit dem Glauben eines Märtyrers auf dem Scheiterhaufen an Deutschlands Alleinschuld für die Kriegserklärung im August 1914 geglaubt.

Versucht jemand- selbst heute-ihr klarzumachen, daß es sich mit der Sache nicht so einfach verhalten habe, wie man es ihr früher beteuert hat, und daß die eigentlichen Aufwiegler des Weltkonflikts ganze andere waren, schaut sie sich den Spielverderber zwar höflich, aber doch stutzig und ungläubig an.

Ebenso hat man ihr verschwiegen, daß der »Große Krieg« sich nur deshalb vier Jahre lang hingezogen hatte, weil manche Drahtzieher des Blutbades wollten, daß dieser sich so lange hinzieht, um mit der Zeit ihre patriotischen Forderungen und ihre besonderen Bestrebun­gen zu befriedigen.

Wer war für die wahnsinnige Fortsetzung des Krieges von 1914 bis 1918 verantwortlich? In einem früheren Buch, La pseudo­Guerre du Droit, habe ich ihre Namen genannt und ihre Umtriebe aufgedeckt; ich habe sie in das grelle Scheinwerferlicht gestellt, das sie ganz entlarvt.

Reicht der Versuch, die Echtheit der geschichtlichen Vorgänge klarzustellen, um eine allgemeine Umkehr in der öffentlichen Mei­nung zu bewirken?

Man darf es bezweifeln. Millionen von anständigen Leuten wur­den mit so vielen Lügen übersättigt, ihre Bildung wurde mit so vielen gefälschten Dokumenten gespickt, daß sich die Unwahrheit in ihnen einnistete; sich in jeder Windung ihres Hirns festsetzte.

Mittlerweile ist diese Lava erkaltet, und der Irrtum ist steinhart geworden. Diese versteinerten Ströme zu verflüssigen, sie wieder zu einem Strom der Wahrheit zu machen ist beinahe heller Wahnsinn!

Bestenfalls werden einige tausend Wißbegierige die neuen Daten der Geschichte beider Weltkriege abwägen. Die mit Schwindel vollgestopfte breite Öffentlichkeit sträubt sich dagegen, sich wieder mit Fragen zu befassen, über die sie eine endgültige Meinung zu haben glaubte.

Darin gründet die Macht der zum System errichteten Lüge. Nach so viel Hin und Her in den Venen eines jeden ist die Lüge zum eigenen Blut der Geprellten geworden.

Ein weiterer Desinformationsgrund liegt darin, daß zuviele Leute, durch die Fälschungen, Lügen und Profite beider Weltkriege geseg­net, um keinen Preis wollen, daß die Wahrheit aufgedeckt werde.

Man kann sie schon verstehen. Wenn die Öffentlichkeit bis auf den Ursprung zurückgeht und nach erneuter Überprüfung der Ursa­chen, Entwicklungen und Auswirkungen des Ersten Weltkrieges erste Zweifel äußert, warum sollte sie nicht auch an der Richtigkeit der Urteile zweifeln, die man ihr nach der zweiten großen Auseinan­dersetzung gegeben hat.

Wenn man sie das erstemal angelogen hat, warum sollte man sie dann das zweitemal nicht angelogen haben!?

Zusammenhänge müssen unbedingt hergestellt werden, denn beide Weltkriege wurden 1914 und 1939 gewollt und entfesselt von Kriegstreibern mit vergleichbaren Methoden: Die einen haben ledig­lich die anderen abgelöst. Die Betrügereien aus den Jahren 1914 bis 1918 haben sich wiederholt und mit Churchills, Stalins und Roosevelts Anstößen nach 1938 sogar fabelhaft vermehrt. Der Erste und der Zweite Weltkrieg waren nichts als das Doppelgesicht desselben Januskopfes: Sie gehörten – nach Ernst Nolte – zum dreißigjährigen europäischen Bürgerkrieg unseres Jahrhunderts.

Weder über den einen noch über den anderen der großen Kriege ist die breite Öffentlichkeit ehrlich informiert worden.

Nach 1914 sprach man nur noch von Wilhelm II. als dem Übeltäter. Seit 1945 spricht man nur noch von Hitler als dem Verbrecher.

Aber man sagt nur, was man weitergeben will, was sich zur Aufrechterhaltung der Legenden eignet.

Das Gaukelspiel ist ähnlich, wenn es darum geht, die eigentlichen Ursachen des Zweiten Weltkrieges zu verwischen.

1939 stand Hitler nicht allein auf weiter Flur. Es gab anderswo, in Europa und in Amerika, hundert Zünder, die klug angebracht waren. Wer ging damit um? Wer löste sie aus?

Beide Weltkriege hätten normalerweise Tausende von Fragen aufwerfen müssen. Die Rolle des Historikers ist, nicht alles zu schlucken, sondern es zu hinterfragen. Alles zu erfragen, ob das gefällt oder nicht, ob es »volkspädagogisch erwünscht« ist oder nicht?

Nach 1945 blieben alle Fragen, die dringend zu stellen waren, unausgesprochen.

Wenn Sie heute nur die eine oder andere aufwerfen, die manche Klüngel in Verlegenheit bringen könnte, bekommen Sie sofort eine Verbrechermaske verpaßt. Man stürzt sich auf Sie, als hätten Sie ein Majestätsverbrechen verübt. Man hat besondere Strafgesetze für sie in manchen europäischen Ländern bereits erlassen.

Die von besorgten Siegern ex cathedra zusammengestellte Fas­sung beider Weltkriege ist zu einem Dogma geworden, das nicht angezweifelt werden darf.

Heute die Geschichte zu schreiben heißt für viele nur noch sagen, was zu sagen erlaubt ist. … der _Im Wirbel Fanatismen und des geistigen Terrors unserer Zeit wird eine freie Meinung immer seltener geduldet.

»Was geglaubt wird, ist wichtiger als die Wahrheit«, glossierte bereits Talleyrand.

Das Schlußwort überlasse ich Balzac:

»Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: Die eine ist die offizielle, für den Schulunterricht bestimmt; die andere ist die geheime Ge­schichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse in sich birgt.«

Eben diese Geschichte, die der Öffentlichkeit verschwiegen wird, habe ich schreiben wollen, weil die notwendige Versöhnung der Europäer nur auf der Ebene der Wahrheit erfolgen kann.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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