Video: Handwerk und Technik – Brettchenweberin bei der Arbeit

Der Ursprung des Brettchenwebens ist nicht geklärt. Es wurde ein elfenbeinernes Brettchen aus Susa aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. entdeckt. Aus Europa liegt als ältester Fund ein einzelnes quadratisches Vierlochbrettchen aus der Spätbronzezeit vor, welches bei Göttingen gefunden wurde. Allerdings können Einzelfunde dieser Art nicht als Belege für die Technik des Brettchenwebens gelten, da sie auch zur Herstellung einfacher Schnüre benutzt wurden. Das älteste europäische Brettchengewebe stammt aus einem Grab der villanovazeitlichen Nekropole Sasso di Fubara in Italien aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Die Funde aus dem Grab des Keltenfürsten von Hochdorf sind die ältesten deutschen Funde. Sie werden auf die Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. datiert. In Russland, China, Indien, Japan sowie den Arabischen Ländern hat sich die Handwerkstechnik des Brettchenwebens ungebrochen bis in die Gegenwart erhalten. Auch in Finnland, Norwegen und Island ist sie als echte Volkskunst zu finden.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu Video: Handwerk und Technik – Brettchenweberin bei der Arbeit

  1. Arkturus schreibt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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