Woanders gelesen: Ferguson: die Sicherheit der Bürger geht verloren mit der Verantwortungslosigkeit der Polizei

Paul Craig Roberts

Die Ereignisse in Ferguson entwickelten sich, wie die meisten wachen Amerikaner dachten, dass sie sich entwickeln würden. Ein weißer Staatsanwalt brachte eine Grand Jury zu der Entscheidung, dass der weiße Polizist, der einen jungen schwarzen Mann angeschossen und getötet hat, im Recht war und kein Verbrechen begangen hat.

Die schwarze Mehrheit, aber politisch machtlose Gemeinschaft in Ferguson besteht aus Amerikanern, die ständig von der Polizei schikaniert und misshandelt werden. Die schwarze Gemeinschaft reagierte auf die Entlastung des weißen Polizisten wie zu erwarten war. Die Ergebnisse waren Aufstände, Plünderung und die Zerstörung von Eigentum.

Diese Reaktion bestätigte die Weißen in ihrer Anschauung, dass schwarze Menschen zur Kriminalität tendieren und eine Gefahr sind für Leben und Eigentum der Weißen.

Die Angelegenheit wurde als weiß-schwarzer Rassismus dargestellt.

In Wirklichkeit geht es um viel mehr als um Rassismus.

Ich kann mich an Zeiten erinnern, als man sich auf die Polizei in Amerika verlassen konnte. Sie hatte sich selbst unter Kontrolle und sah ihre Rolle als Helfer der Bürger und Untersucher von Verbrechen. Sie achtete darauf, nicht Anklagen gegen unschuldige Menschen zu erheben und Bürger grundlos zu töten. Die Polizei setzte ihr Leben aufs Spiel, um zu verhindern, dass Fehler beim Einsatz ihrer Macht gemacht wurden.

Diese Zeiten sind für immer vorbei. Die Polizei ist militarisiert worden, besonders nach 9/11, aber auch schon davor. Die Polizisten lernen, die Öffentlichkeit, besonders Verdächtige oder Verkehrssünder, als potenzielle Gefahr für die Polizei zu sehen. Die neue Regel, die die Polizei gelehrt wird, ist Gewalt gegen den Verdächtigen oder den Täter anzuwenden, um den Polizisten zu schützen, und Verdächtige erst zu befragen, nachdem sie sicher verwahrt sind, wenn sie noch immer am Leben sind, nachdem sie geschlagen, getasert oder angeschossen worden sind.

Diese Polizeiausbildung in Verbindung mit polizeilicher Inkompetenz, die schwer zu verstehen ist in diesen Tagen der GPS-Adressen, führt zu schweren Übergriffen auf die Wohnungen von völlig unschuldigen amerikanischen Bürgern, die nichts falsches getan haben, aber ungeachtet ihrer Unschuld Familienmitglieder und Haustiere aufgrund von unbegründeter Polizeigewalt verlieren.

Die Steuerzahler bezahlen die Polizei, um Verbrechen zu untersuchen, nicht um Mitglieder der Öffentlichkeit zu attackieren. Die Polizei jedoch wurde ausgebildet, um ihre Rolle darin zu sehen, sich selbst vor einer kriminell gesinnten Öffentlichkeit zu schützen, egal ob schwarz oder weiß.

Die Polizei gehört zum exekutiven Bereich, und seit 9/11 hat sich der exekutive Bereich erfolgreich aus der Verantwortung gegenüber Recht und Verfassung befreit. Diese Verantwortungslosigkeit hat zu einer militarisierten Polizei geführt, die jetzt straflos morden kann, da ihre zahlreichen Morde an Bürgern einen Freibrief bekommen.

http://antikrieg.com/aktuell/2014_11_26_ferguson.htm

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter USA, Woanders gelesen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Woanders gelesen: Ferguson: die Sicherheit der Bürger geht verloren mit der Verantwortungslosigkeit der Polizei

  1. Cj aka Elderofzyklons Blog schreibt:

    Hat dies auf ElderofZyklon's Blog! rebloggt.

  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:
  3. Hildesvin schreibt:

    Ich bin ein wenig befremdet: In diesem konkreten Fall war es eitel Notwehr, glasklar, eindeutig.
    Und über die moralische und intellektuelle Verfaßtheit der Mohren hat sich z.B. Albert Schweitzer auf seine alten Tage entsprechend geäußert.

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Ich weiß zwei Fälle, in einen war ich persönlich involviert, als in einem eine Polizeikontrolle durchgeführt wurde und der Deutsche von seinen amerikanischen Freunden zurückgehalten wurde „Blödsinn“ zu machen, sprich aus dem Auto auszusteigen, der andere Fall war ein allgemeines Unwohlsein, von 5 unbescholtenen, weißen Amerikanern, als ein Polizeiauto hinter ihnen herfuhr und eine Kontrolle zu befürchten war, allgemeines Aufatmen, als der Wagen abbog.
      Im Artikel von Roberts geht es darum, dass der amerikanische Bürger prinzipiell eine Gefahr darstellt, vor dem sich Poliizisten zu schützen haben.
      Auch in Bayern erlebte ich ähnliches, ein paar Kilometer von mir zu Hause entfernt, wurde ein Ortsansässiger kontrollilert, er war ein paar Jahre älter als ich, fuhr ein gepflegtes Auto, kam also sicherlich in keinem Raster vor. Ein Pollizist kontrollierte der andere stand, mit der Hand an der Waffe, neben dem Fahrzeug und passt auf.
      Es gäbe noch ein paar solcher Dinge zu berichten, sind aber alle ähnlich.

      Man muss also tatsächlich schon Angst haben, bei falschen Bewegungen angeschossen zu werden, bei nicht kooperativem Verhalten entsprechend behandelt zu werden.

      Beim zweiten Fall, dem anderen Video von Cleveland, haben sich die Polizisten saublöd angestellt und die Erschießung wäre sicher nicht erforderlich gewesen. Sauberes taktisches Vorgehen schaut anders aus.. Das ist Wildwestmanier und ich möchte solchen Typen nicht in die Hände fallen.

      Die Zeiten ändern sich, mit ihnen auch das Wesen und das Verhalten der Polizei.

Kommentare sind geschlossen.