Pressesplitter: Rekordernte in Afghanistan

Da lohnt sich doch der Einsatz der Buntenwehr und der Tod deutscher junger Männer und überhaupt hat sich dieser Krieg gelohnt. Mädchenschulen wurden gebaut; Brunnen gebohrt; die Ernten erhöht; die Anbauflächen vergrößert; zigtausend Afghanen getötet, auch ohne Waffe in der Hand, also sog. Zivilisten.
Kurzum ein lohnendes Unternehmen. Vor allem auch für Drogenbarone und -händler.
Es hat sich nicht die Ernte von Getreide oder anderen Lebensmitteln erhöht, sondern die Opiumernte ist auf einem Rekordhoch angekommen. Dies meldete die FAZ. Trotz der „Antidrogenkampagne“ steigt die Anbaufläche, sie steigt und steigt und steigt.
Letztes Jahr wurden noch 5500 Tonnen produziert, dieses Jahr sollen es schon 6400 Tonnen sein. Da freut sich das Herz des Marktwirtschaftlers, es gibt sie noch, die traumhaften Wachstumsraten.
Der Markt hat immer recht und nicht nur Linke und Grüne, Traumtänzer und Spinner fordern die Freigabe von Drogen, sondern auch knallharte Marktwirtschaftler, die sich den Markt als Götzen, auch das Goldene Kalb genannt, auserkoren haben. Hauptsache es wird Geld verdient, der Markt hat immer recht.
Das schönste daran ist, wir dürfen dabei sein. Wir die Buntesdeutschen leisten einen erheblichen Beitrag, um das Wachstum zu fördern.
Wir sind dabei. Wie heißt es so schön: „Dabei sein ist alles.“

Apropos Geldverdienen, in den gleichgerichteten Medien wird immer wieder berichtet, die Kriege der USA, Afghanistan, Irak usw., wären ein Verlustgeschäft, sie würden die USA am Tag soundsoviele Milliarden kosten. Wie üblich ist dies wieder zu kurz gesprungen und nur ein Teil der Tatsachen.
Wohin kommen die Milliarden? Wer kassiert das viele Geld?

Meist kommt es in die Taschen jener, die sich dem sog. freien Markt verschworen haben, ihre Seele dem Teufel verschrieben haben, sich jede staatliche Einmischung verbieten; wenn es um IHR Geld, um IHRE Aktivitäten geht, aber sich gleichzeitig den Staat untertan machten, um ihn und damit die Steuerzahler und Malocher, für IHRE Interessen arbeiten zu lassen.
Die Drogenmilliarden sind gegen die Gewinne dieser Ganoven ein Klacks, obwohl man dazusagen muss, dass diese Gratler auch im Drogengeschäft ihre dreckigen Finger drin haben (Geld stinkt nicht) und sich auch für die Freigabe von Drogen in unseren Ländern stark machen. Die USA, das „freistete“ Land, für die Machenschaften dieser Herrschaften, lassen grüßen. „The land of the free“, das mag schon stimmen aber nur für dieses Gschwerl.
Sie verdienen auf der legalen und auf der illegalen Seite, wie auch schon zu Zeiten der Prohibition und des Drogenhandels durch das Britische Empire, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Auf gut bairisch gsogt, Gratler, wia´s das niagendwo sunst fintsd.
Wie nennt man Staaten, die im Besitz von Verbrechern sind?
Wie nennt man die Leute, die diesen Verbrechern mit Hingabe und Leidenschaft zum eigenen Vorteil dienen?
Das sind rein rhetorische Fragen, die Antworten können wir uns getrost sparen. Nicht, dass wir von diesen Kerlen noch ein Anzeige wegen Beleidigung oder übler Nachrede bekommen. Empfindlich sind sie ja, da ist es schnell Schluss mit lustig, sprich der Freiheit.

Die Verschuldung, die Ausgaben des Staates sind auf der anderen Seite Einnahmen und das nicht zu knapp.
Bei den liberal-kapitalistischen Staaten ist es im Prinzip so, dass die Verarmung/Verschuldung der Staaten sich in einer stetig wachsenden Anzahl von Mill- und Multimilliärdären niederschlägt.
Diese Staaten bezeichnet man dann als reich. Insofern sind wir reich, wenn es auch andere sind die reich sind. Macht aber nix, wir sind alle Menschen und alle gleich. Dass ein paar gleicher sind, darf einen nicht stören.
Den Pöbel, also diese gleicheren, darf man sich dann gelegentlich im Fernsehen anschauen, sich die lange Nase zeigen lassen und sich zeigen lassen, wie gut man doch auf Kosten der Allgemeinheit leben kann.

„Ich will mehr, ich will alles.“ „Ersticken sollst Du daran, Du Sauhund.“
Das ist es, was letztlich allen Gierschlunden geschehen wird, sie werden sich überfressen, die Gier nach Geld und Macht wird sie vom Thron stoßen. Über kurz oder lang geht die Geschichte ihren Weg und sie werden Geschichte.

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Pressesplitter: Rekordernte in Afghanistan

  1. rundertischdgf schreibt:

    Wobei noch zu sagen oder besser zu fragen ist, wieso kann der Rauschgiftmarkt aus Afghanistan so florieren, angesichts der allwissenden Geheimdienste CIA, NSA, BND, Verfassungsschutz und der unzähligen anderen. Zumal die Wege zu den Konsumenten sehr weit sind. Das hat uns schon immer gewundert, wie die Drogenhändler auf unseren oder den amerikanischen Markt ihre Geschäfte machen können.

    https://rundertischdgf.wordpress.com/2013/04/05/billionen-drogengeschaft-in-afghanistan-unter-natoaufsicht/

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Dass die CIA und auch andere Geheimdienste im Drogenanbau mitmischen, ist seit den 70er Jahren bekannt.
      Vielleicht ist dem einen oder anderen das Goldene Dreieck noch bekannt, zu Zeiten des Vietnamkrieges war dies das Hauptanbaugebiet für Opium, dies ging verloren. Heute ist es, im Bereich Opium, Afghanistan. Haschisch kommt bereits seit Jahrzehnten von dort, Hippies machten sich in den 70ern mit VW-Bussen auf nach Afghanistan.

      Drogenhandel ist seit jeher ein Instrument von angelsächsischen Regierungen, siehe auch hier:
      https://deutscheseck.wordpress.com/2011/10/24/drogenproduktion-in-afghanistan-verdoppelt/

      Informationen hierüber sind auch hier und hier zu finden.

      Ob der KGB auch an solchen Geschäften beteiligt war, weiß ich nicht, ist aber anzunehmen, da es natürlich im Interesse des Gegners ist, die Jugend des anderen zu schwächen und dem KGB unterstelle ich ebenfalls keine Gewissensbisse. Das Ausmaß dürfte jedoch kleiner gewesen sein, da der Markt vom Westen beherrscht wurde/wird.

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