BKA will Zugriff auf Mautdaten

Dies meldet heute WeltOnline. Die Tinte ist noch nicht trocken und schon kommen die ersten Begehrlichkeiten. Ein Hindernis könnte der Datenschutz sein. War der schon einmal ein Problem?

Natürlich werden die Daten nur zur Verbrechensbekämpfung genutzt. Ja, ja, wir glauben auch alles was Merkel erzählt und in der Zeitung steht.

Ganz ehrlich, zur Verbrechensbekämpfung würde ich die Daten auch nutzen. Aber: „Trau, schau, wem“
Wir wissen, dass diese Daten nicht nur zur Verbrechensbekämpfung bzw. Verfolgung von Straftaten genutzt würden, sondern auch von sog. Diensten genutzt werden und natürlich auch an die befreundeten Dienste, wie NSA, CIA, Mossad etc. weitergegeben werden.
D. h. diese Dienste hätten sowieso Zugang zu den Daten, ob mit Wissen der Bundesregierung oder ohne, mit Zustimmung der Bundesregierung oder ohne.
Hinzu kommt noch, dass es durchaus im Bereich des Möglichen ist, dass diese Daten ganz offiziell an Private verkauft werden.
Gibt es noch Lebensbereiche, in denen keine Daten erhoben/gesammelt werden, keine Statistiken angelegt werden?

Erst wird uns die Ausländermaut schmackhaft gemacht, dann kommt die Verbrechensbekämpfung und ganz am Ende kommt das Recht eines jeden Staatsbeamten unsere Briefe zu lesen, unsere Bankkonten zu durchforsten und unsere Wohnung; ganz ohne Hausdurchsuchungsbefehl, zwecks Nachschau; zu betreten. In manchen Bereichen ist dies ja bereits der Fall.
Wieso dies nicht allgemein möglich machen? Wer nichts zu verbergen hat, der kann doch sein Haus öffnen, der braucht doch keine privaten Geheimnisse.
Spinnereien? Natürlich. Wer sich die kurze Geschichte der BRD und der EU ansieht, kann nur zu dem Schluss kommen, dass der Autor des Artikels einen leichten Dachschaden hat und an Paranoia leidet. Wir leben doch im freiesten Deutschland aller Zeiten und Europa, sprich die EU, ist ohnehin ein Hort von Freiheit und Selbstbestimmung.
Die Frage ist nur, für wen?

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu BKA will Zugriff auf Mautdaten

  1. Pingback: BKA will Zugriff auf Mautdaten | rundertischdgf

  2. Onkel Peter schreibt:

    Und einmal mehr wird Realität was wir sog. Verschwörungstheoretiker bereits bei der Planung von Toll Collect vorausgesagt hatten: Dass dieses System irgendwann selbstverständlich für eine PKW-Maut verwendet werden wird, aber nein das war ja nicht so gemeint, und irgendwann zur automatischen Erfassung aller PKW. Bewegungsprofile eines jeden Fahrzeugs. Was für Spinner! Tja, das haben wir doch schon immer gewusst…

  3. Hildesvin schreibt:

    Freue mich schon auf die Leserbriefe und Kommentare: „Jetzt geht es den Rasern ENDLICH an den Kragen..“ – „Also ich fahre ümmer düszüplüniert, wie es sich gehört“ – „Warum nicht? – Ich habe nichts zu verbergen“ – „Also ich würde gern mehr zahlen, wenn dafür…“ –

Kommentare sind geschlossen.