Demokratie ist – Wenn man´s trotzdem macht II

Unter obiger Überschrift habe ich schon einmal einen Artikel verfasst, hier nachzulesen .

http://livingscoop.com/watch.php?v=MzY2OA==
gefunden beim Runden Tisch Dingolfing

Wer sich eine halbe Stunde Zeit nehmen will, kann sich gelebte Demokratie anschauen und lernen.

In Spanien wurde von der Zentralmacht das Begehren Kataloniens abgelehnt eine demokratische Entscheidung über den Verbleib bei Spanien oder Eigenständigkeit. Per Gerichtsbeschluss wurde das geplante Referendum abgeschmettert. Katalonien verlor seine Autonomie nach dem Bürgerkrieg in Spanien und wurde gegen seinen Willen von Franco eingegliedert, im Deutschen Reich nannte man diesen Vorgang Gleichschaltung. Also Zentralismus in seiner reinsten Form.
Seltsamerweise, bleiben solche Dinge auch nach der Beendigung solcher Herrschaftsverhältnisse erhalten. Wie auch in der BRD ohne großes Heckmeck einiges aus der Zeit des NS übernommen wurde, wie es den herrschenden Kreisen halt in den Kram passt.
Das eine ist unbeschreibliches Unrecht und wird sofort abgeschafft, das andere, mit denselben Wurzeln, von denselben Leuten initiiert und durchgesetzt, bleibt stillschweigend erhalten.Seltsam, seltsam. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Wie es auch sei, obiges Video ist nur ein Beispiel der gelebten Demokratie. Ich sage daher, ich könnte auf die Demokratie gut verzichten.

Was bedeutet denn Demokratie?
Parteienherrschaft und nichts anderes.

In Hongkong gibt es gerade eine Regenbogenrevolution, siehe auch Orange Revolution, Bunte oder Farbige Revolution oder Arabischer Frühling etc., die Urheber dürften dieselben sein.
In Hongkong darf frei gewählt werden, aber nur jene Kandidaten, die die Partei aus dem fernen Peking zur Wahl stellt. Gut oder nicht gut, das mag man nun halten wie man mag.

Wie ist es aber bei uns, dem freiesten Deutschland aller Zeiten?
Wer von uns stellt denn Kandidaten auf, werden bei uns Kandidaten vom Volk gekürt?
Weit gefehlt. In den Parteihinterzimmern werden die Kandidaten gekürt, wer nicht spurt, fliegt raus. Die Parteichefs und damit deren direkte/indirekte Herren wählen aus, was uns zur Wahl gestellt wird. Wo ist der Unterschied zu China?
Ich sehe keinen. Gut, die Chinesen haben eine Partei, wir haben ein paar mehr. Wo sind aber die Unterschiede zwischen den Parteien?
Gibt es auch nur EINE Partei, die sich totale Opposition nennen kann oder darf?
Darf eine Partei am Grundpfeiler dieser Demokratie auch nur rütteln? Was bei uns Demokratie ist, ist festgelegt und daran gibt es nichts zu rütteln und wer dagegen aufmuckt, wird verboten. So einfach ist das. Die FDGO ist das Grundprinzip an diesem Prinzip darf nicht gerüttelt werden, es ist sakrosankt. In der FDGO ist aber genau das erwähnte und oben lebhaft vorexerzierte Demokratieprinzip geschrieben. Also hört mir auf mit Demokratie. Siehe hier das Beispiel der Sozialistischen Reichspartei.
Demokratie ist nichts anders als ein Versorgunsprinzip für ansonsten untaugliche Menschen, die sich mit Politik über Wasser halten und manche werden sogar reich, sehr reich. Auf jeden Fall heben sich diese demokratischen Politker weit über das gemeine Fuß-, Wahl- und Zahlvolk.
Wer sich auch nur den Anschein gibt dem Volks auf´s Maul zu schauen oder Interessen des Volkes zu erwähnen (oder was er dafür hält), die nicht mit der Monopolmeinung der demokratischen Parteien übereinstimmt, ist bestenfalls populistisch. Ganz leicht kann er, diese Partei oder Organisation, aber auch zu einem Outlaw werden, der kurzerhand für vogelfrei erklärt wird.

Grundsätzlich ich halte nichts von dem ganzen Demokratiegeschrei, nach mehr Demokratie und den ganzen Schmarrn. Wer würde sich schon gerne der Mehrheit unterordnen, sich von der Mehrheit vorschreiben lassen, wie und was er zu leben hat. Demokratie ist ein totalitäres Prinzip. Keinerlei Gewaltenteilung, nichts ist vor ihr sicher. Ganz egal, ob Volksdemokratie, parlamentarische Demokratie oder in welchem Gewand sie noch daher kommt. Alles derselbe Krampf.
Es muss ein Prinzip entwickelt werden, dass ich mal Leistungsprinzip nenne, auf Grund dieses Leistungsprinzips können Menschen mitentscheiden, Einfluss nehmen. Je mehr Leistung, umso mehr zu sagen.
Diese Leistung kann sich aus beruflichen und privaten Leistungen zusammensetzen, beurteilt werden muss auch, in welchem Maße diese Leistungen für die Gemeinschaft positiv wirken. Egoisten und andere Ellenbogenmenschen würden hier ausscheiden. Als Stichwort möchte ich den Begriff „Leistungsadel“ in den Raum stellen.
Ich möchte jetzt keine speziellen Zielgruppen nennen, wer ließe sich schon gerne von XY vorschreiben wie er zu leben hat, wie das Land geführt werden soll?
Aber genau jene Menschen haben genau das gleich Stimmrecht wie andere. Ich finde ein bisschen ein Unterschied muss schon sein. Gewichtung ist nicht verwerflich, wenn auch in der Bunten Republik sehr, sehr ungewohnt. Warum wohl?
Es wird ja gewichtet, nur wird das Gewichten verbrämt. Wer glaubt seine Stimme hätte dasselbe Gewicht, wie die der Merkel oder beispielsweise die von George Soros, kann dies gerne untermauern. Ich bin gespannt.
Die Gewichtung muss nur vernünftig genutzt werden. Dann wird ein Schuh draus.
Nicht im Einflussbereich des Leistungsadels darf der private Bereich des einzelnen stehen. Ich weiß, das ist leicht dahergesagt und Bedarf auch gewisser Regelungen, aber das BGB und Strafgesetzbuch des Kaiserreiches dürften hier vollauf genügen, an die Gegenwart und ihre Erfordernisse angepasst, dürfte es keinen großen Handlungsbedarf mehr geben.
Der Privatbereich darf nur in ganz außergewöhnlichen Situationen durch den Staat heimgesucht werden und MUSS ein absoluter Ausnahmefall sein.

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu Demokratie ist – Wenn man´s trotzdem macht II

  1. rundertischdgf schreibt:

    Dazu passt ganz gut diese Expertenansicht:

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/10/02/freihandelsabkommen-ein-trojaner-des-organisierten-geldes/

    Wenn die Wirklichkeit nur noch Satire ist?

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