Was tun sprach Zeus?

Ratlosigkeit aller Orten. Die Lügen des politischen Systems treten immer klarer zu Tage, die Unzufriedenheit/Unsicherheit wächst, was die Zukunft bringt, an das mag keiner so richtig denken. Also wird weitergemacht wie bisher.  Es wird gewählt, nicht gewählt, demonstriert oder nicht, gemeckert oder auch nicht, es werden Artikel und Kommentare geschrieben, und, und, und.

Welche Folgen haben diese Aktivitäten oder Nichtaktivitäten?
Meiner Meinung nach ist es ziemlich unerheblich, solange nicht an den Grundfesten gerührt wird und das ist das Problem, für das es derzeit keine Lösung, ich möchte sagen nicht einmal handfeste Lösungsansätze gibt.

Die anderen überzeugen, aufklären, auf Missstände hinweisen.
Alles recht und gut. Aber mal angenommen, die Mehrheit der Deutschen wäre der Meinung, ist es vielleicht auch, dass vieles im Argen liegt, das politische System der BRD keinen Pfifferling wert ist und die Parteien keine Lösungen anzubieten haben ( sondern Teil des Problems sind), dass diese lediglich Kosmetik betreiben und hier und da ein paar Wahlgeschenke verteilen, von denen der Nutznießer erwartet, dass sie von anderen bezahlt werden (was beileibe i. d. R. nicht so ist).

Wie sollten die heutigen Zustände geändert werden?
Durch Wahlen? Dazu müsste es erst einmal ansatzweise eine Partei geben die auf breiter Basis gewählt werden kann. NPD, Reps etc. sind Nischenparteien und dienen, wenn überhaupt, lediglich als Protestpartei.
Andere politische Organisationen die breite Zustimmung finden könnten, gibt es ebenfalls nicht. Dazu muss noch berücksichtigt werden, dass die BRD nicht auf freien Wahlen gründet, die Entstehungsgeschichte dürfte hinreichend bekannt sein.

Dies alles ist Kalkül und deshalb auch erlaubt.
Die einzigen Alternativen, ich nenne es mal das rechte Spektrum, die es im rechten Spektrum gibt, sind programmatisch, personell und auch in anderen Bezügen nicht breitentauglich. Von der Anlage her sind sie teils eigenbrödlerisch, sektiererisch, rechthaberisch und/oder überheblich, die andere, die nicht den „Durchblick“ haben, als geistig nicht normal oder als mit mangelndem Verstand ausgestattet, bezeichnen und dieser Geringschätzung auch im Netz schriftlichen Ausdruck verleihen.
Wer möchte sich mit solchen Leuten schon gemein machen  bzw. sich von solchen überzeugen lassen. Stichwörter sind u. a. Bunzelbürger, deutscher Michel, Steueresel etc..

Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich auch, dass diese Alternativen im rechten Spektrum oft ein gestörtes und unkritisches Verhältnis zum NS haben. Der sicherlich nicht das verdient, was ihm gegenwärtig angetan wird; wenn man im Verhältnis sieht, wie mit anderen Diktaturen/totalitären System umgegangen wird; aber auch nicht sakrosankt ist. und die deutsche Politik der damaligen Zeit war im Inneren wie im Äußeren nicht das Verhalten eines Friedensengels. Als Unschuldslamm taugt das Deutsche Reich zu keiner Zeit, weder vor dem Ersten, noch vor dem Zweiten Weltkrieg, ebensowenig taugt es zum Teufel.
Ein Ausblenden dieser Diskussion zeugt nur davon, dass diese Leute ein eher unkritisches Verhältnis haben und ihre Meinung,aus vielfältigen Gründen, hinter dem Berg halten. Andere hingegen lächeln verschmitzt oder auch verschlagen, wenn sie Aussagen zu diesem Thema machen. Ich weiß es gibt gesetzliche Hürden die eingehalten werden müssen, andernfalls drohen Geld- und Gefängnisstrafen, mir kommt es aber so vor, als würden diese als Vorwand genommen, um die eigene Meinung zu verschweigen, es gibt durchaus Spielraum und nur das möglichst offene Wort kann Vertrauen herstellen. Es mag schwierig sein, muss aber sein, ist aber nicht.
Also alles in allem bieten sich keine Alternativen, keine Möglichkeiten vor Anker zu gehen oder das Boot zu besteigen, um mit vereinten Kräften für die Zukunft unserer Völker, Kinder und Enkel zu arbeiten.

Was würden die Mächtigen, die Beherrscher unseres Landes uns, unserem Volk und Land antun, würden wir auf breiter Basis für die Durchsetzung unserer natürlichen Rechte kämpfen?
Wären wir Terroristen? Würde unser Land wieder bekriegt und bombardiert? Die Feindstaatenklausel gilt nach wie vor und niemand hat ein Interesse bekundet diese außer Kraft zu setzen. Die werden schon wissen wieso.
Würden wir international isoliert und mit Sanktionen etc. belegt, wie dies gegenwärtig mit Russland geschieht?

Dies alles bräuchte es nicht. Wir sind ein besetztes Land, unser Volk ist entrechtet und hat keinerlei Anspruch auf Gehör im Chor der Völker. Per Federstrich und Erlassen würden sofort die notwendigen Schritte eingeleitet, die Notstandsgesetze träten in Kraft und eine unverhohlene Diktatur träte in Kraft.
Natürlich alles unter gestrenger Anleitung und Überwachung durch die westlichen Siegermächte, allen voran der wirkliche und einzige Sieger der beiden Kriege gegen unser Land, die Vereinigten Staaten von Amerika. Dem Land, dass es sich leisten kann anderen Staaten und Völker ganz offen Gewalt anzudrohen und gegem diese auch auszuüben. Völkerrecht hin oder her, das interessiert diese Herren nur insofern sie es zu ihrem Nutzen anwenden können. Wenn es ihren Interessen widerspricht ist es Makulatur.
Wir, die bundesdeutschen Länder und Steuerzahler, dürfen dienen, bezahlen, Hilfsdienste leisten und jegliche Regung diese Dienste etc. etwas einzuschränken oder zumindest nicht ansteigen zu lassen, wird sofort mit stärksten Mitteln bekämpft, ein probates Mittel ist die sog. Nazikeule. Nazis sind wir auch dann, wenn wir andere nur zum Sparen und/oder eigenverantwortlichen Tun auffordern. Ihr seht der Spielraum für uns Deutsche ist eng.

Die politische Klasse tut ihr übriges und die anderen, die sog. echte Opposition, sind im Prinzip Teil des Systems und dürfen nur bis zu genauestens einzuhaltenden Linien gehen. Damit sind nicht nur Parteien wie die NPD, Reps etc. gemeint, sondern auch andere Gruppierungen die so gut wie überhaupt nicht in Erscheinung treten, z. B. Monarchisten, Sezessionisten u. ä.

Was also bleibt Otto Normalverbraucher anderes zu tun als zu arbeiten, sich sein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, den Kopf unten halten, sich einzurichten?

Was tun? Ich habe diese Frage schon desöfteren gestellt und keine Antworten erhalten. Ich selbst habe auch keine. Die Zeiten sind so wie sind und wir können nur warten.
Das Rad dreht sich und die Zeiten ändern sich. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und selten werden die negativen oder auch positiven Zukunftserwartungen erfüllt. Meistens kommt es anders als man denkt und damit Schluss mit Gemeinplätzen und Artikel.

 

 

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Was tun sprach Zeus?

  1. rundertischdgf schreibt:

    …..Was tun? Ich habe diese Frage schon desöfteren gestellt und keine Antworten erhalten. Ich selbst habe auch keine. Die Zeiten sind so wie sind und wir können nur warten.
    Das Rad dreht sich und die Zeiten ändern sich. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und selten werden die negativen oder auch positiven Zukunftserwartungen erfüllt. Meistens kommt es anders als man denkt und damit Schluss mit Gemeinplätzen und Artikel…….

    Tun wir trotzdem etwas für die Zukunft unser Kinder und Enkelkinder! Wenn alle aufgeben, müssen wir das nicht auch tun, denn nichts bleibt so wie es ist!

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Warten hat nichts mit aufgeben zu tun. Abwarten und künftige, kommende Gelegenheiten nutzen, die es derzeit nicht gibt.
      Aber auch das Nutzen von Gelegenheiten dürfte nicht so einfach sein, es fehtl an, wie auch immer gearteten, Organisationsformen und hier kommt wieder der elende Wurm der deutschen Zwietracht zum Tragen, dass der eine nicht mit dem anderen will oder kann und so vergeht die Zeit, die Leute werden alt und älter und eines Tages war es das dann und Freund Hein oder wie wir sagen, der Boandlkramer klopft an die Tür..
      Das ist beileibe kein Pessimismus sondern eine realistische Einschätzung der/unserer Lage.

      Es reicht nicht aus „Bescheid zu wissen“, auch dann nicht, wenn 90 % der Deutschen „Bescheid wissen“, worauf man sowieso bis zum St. Nimmerleinstag warten kann.
      Irgendetwas zu tun, damit man wenigstens etwas macht, ist sicherlich nicht falsch, aber ist es zielführend?

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