Woanders gelesen: Die erfundene Krankheit: ADHS

Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit ein schwieriges Kind zu sein. Immer mehr Kinder bekommen diese Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig.Vor 20 Jahren wurden in Deutschland 34 Kilo Methylphenidat (Ritalin) ärztlich verordnet – heute sind es 1,8 Tonnen – eine Goldquelle für die Pharmaindustrie.

Jeder zehnte Junge in Deutschland ist krank. Zu wild, zu laut, stört den Unterricht und kann nicht still sitzen, kann sich nicht konzentrieren und bekommt schlechte Noten, wird wütend und aggressiv, obwohl er das gar nicht will. Anstrengend – für Eltern und Lehrer. Bis der Junge irgendwann beim Kinderarzt die Diagnose ADHS bekommt. Dann ist der Junge nicht mehr schwierig, dann ist er krank.

Es gibt mehrere Gründe für schwierige Kinder. Zum Beispiel überforderte Eltern, eine zerrüttete Familie, zu viel Fernsehen und Computerspiele, untaugliche Lehrer und zu wenig Bewegung an frischer Luft. Wenn Kinder diese Diagnose bekommen, werden sie für krank erklärt und bekommen Medizin. Eine Pille die sie still macht: Ritalin.

90 Prozent der ADHS-Diagnosen sind falsch

Der Spandauer Kinderarzt Ulrich Fegeler kennt das aus seiner Praxis: Oft kommen Eltern mit ihren Kindern zu ihm und wollen die ADHS-Diagnose. Er selbst stellt sie als Kinderarzt nicht aus, sondern schickt Verdachtsfälle zu den Kinder- und Jugendpsychiatern der großen Krankenhäuser. „Ich habe noch niemanden erlebt, der ohne Diagnose zurückgekommen ist“, sagt der Kinderarzt. Noch niemanden.

Ulrike Lehmkuhl, Direktorin der Kinderklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité, erklärt: „Von zehn Kindern, die mit einer ADHS-Diagnose zu ihr geschickt werden, stellt sie bei neun eine andere Verhaltensstörung oder psychische Erkrankung fest. Kurz gesagt: 90 Prozent der ADHS-Diagnosen sind falsch“. Der Diagnosen, nicht der Kinder.

Der Erfinder der Krankheit, Leon Eisenberg höchstpersönlich, gestand kurz vor seinem Tod: ADHS sei ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.

Mit Informationen aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Über Gerhard Bauer

Mittsechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler, nun wird taktisch entschieden. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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