Kriegsgefahr im Osten

Putin stellte klar, dass Russland die Russen in der Ukraine schützen werde, um dieser Aussage Nachdruck zu verleihen, testete er mit einem Übungsalarm die Einsatzbereitschaft der Truppen in West- und Zentralrussland und sandte damit auch ein klares Signal an den Westen.
Russland erkennt zudem die Putschregierung der Ukraine nicht an, sehr zum Missfallen des Westens, der nichts eiligeres zu tun hatte, als die Putschistregierung anzuerkennen und das obwohl bei der sog. Vermittlung durch die 3 Außenminister Frankreichs, Polens und der BRD die Zusage gegeben wurde die Regierung Janukowitsch als Verhandlungspartner anzuerkennen und diese Position auch zu schützen.
Eigentlich ein unnötiges Vorgehen, die Regierung der Ukraine war im Amt, kein Staat dieser Welt bezweifelte die Legitimation dieser Regierung und von daher ist einzig diese Regierung berechtigt für diesen Staat zu sprechen. Wer eine solche Regierung mittels Gewalt aus dem Amt jagt, ist ein Putschist und zu Unrecht im Besitz der Macht, daran ändern auch Folgewahlen nichts, die ja doch unter Aufsicht der Putschisten stattfinden.

Recht haben und Recht bekommen, sind halt zwei Paar Schuhe.

Um´s Recht bekommen geht es. Der Westen drohte politisch und militärisch während der Unruhen in der Ukraine und unterstützte so die Putschisten. Janukowitsch wurde offen gewarnt, weder das Militär einzusetzen, noch mit der notwendigen Härte gegen die Aufrührer vorzugehen.
Die regulären Wahlen wären im nächsten Jahr gewesen, also normalerweise kein Grund die Regierung aus dem Amt zu jagen, wenn man sich sicher gewesen wäre, dass der „Diktator“ und „Massenmörder“ Janukowitsch ohnehin abgewählt worden wäre.
Die Möchtegernalleshaber des Westens waren sich sicher, dass ihre Mannen nicht siegreich aus den Wahlen hervorgegangen wären. Sonst hätten sie abwarten und Tee trinken können. Den Boxer mit den schwulstigen Lippen hätten sie ein bisschen auf die Straße und vor die Mikrofone schicken können und auch ansonsten hätten sie ihre NGOs weiter wühlen lassen können.
Dies alles taten sie nicht, sie taten genau das, wovor nun die NATO Russland warnt.
Sie mischten sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine ein und nicht nur mit Worten in die Kameras der heimischen Propagandaanstalten. Nein, gewichtige Politbonzen des Westens fuhren  nach Kiew, um den Aufrührern zu zeigen, ihr seid nicht allein, wir stehen hinter euch, jagt die Kerle zum Teufel.
Klitschko besuchte Berlin noch einmal, dann ging die Post ab. Janukowitsch machte seinen letzten Zugeständnisse und bekam danach den Tritt in den Allerwertesten.
WeltOnline war seine Flucht eine besondere Schlagzeile wert und zwar, dass Janukowitsch seine Brille auf der Flucht vergaß. Wohlgemerkt seine Brille, wahrscheinlich seine einzige.Springer ist halt immer dabei.

Die NATO warnt, der Russe macht Manöver und tut das was ein anständiger Staat auch macht, er verspricht seinen Volksangehörigen Schutz und zeigt, dass er es ernst meint.
Was macht die NATO, sie hält dagegen und sagt die Russen sollen sich raushalten und gibt den Putschisten in der Ukraine indirekt zu verstehen, die NATO steht hinter ihnen.
Der nächste Schritt wären Garantien und Beistandszusagen von Seiten der NATO.
Dann wären wir in etwa dort, wo wir 75 Jahren waren. Ein Wadlbeißerstaat unterdrückte fremde Volksgruppen, der Westen gab Garantien und damit die trügerische Sicherheit vor einem Angriff. Der Rest ist bekannt.
Um Russland werden systematisch solche Wadlbeißerstaaten aufgebaut, z. B. Georgien und nun die Ukraine.
Russland soll provoziert werden den ersten Schritt zu tun, obwohl eines klar sein muss, nicht der erste Schuss ist der Beginn eines Krieges. Sowie eine Währungsreform nicht mit dem Prägen der Münzen beginnt, so beginnt ein Krieg nicht mit dem ersten Schuss. Kriege beginnen lange Zeit vorher, der erste Schuss ist nur das Sichtbarwerden des Krieges und der der den ersten Schuss abgibt, ist nicht zwangsläufig der Aggressor.
Wenn jemand in die Ecke gedrängt wird, gibt es einen Punkt, an dem er sich entweder bedingungslos aufgibt (und drunter macht es der demokratische Westen nicht) oder setzt sich zur Wehr.
Russland wird langsam aber sicher in diese Ecke gedrängt. Die Frage ist, wann schlägt Russland zu und gibt der Westen NOCH nach oder nützt er die Gelegenheit und sucht die Entscheidung? Alles nur eine Frage der Zeit, irgendwann ist der Punkt erreicht.
Der Westen spielt ein gefährliches Spiel. Er spielt mit unser aller Leben und warum.
Weil einige geld- und machtgeile Säcke nie und nimmer genug bekommen. Mögen sie an ihrer Gier ersticken, sie und alle anderen Gierschlünde gleich mit ihnen. Sie würden so der Welt einen großen Dienst erweisen.
Was haben denn Frankreich und die BRD in der Ukraine für Interessen?
Polen lasse ich mir eingehen, die wollen Teile der Ukraine zurück; wenn möglich auch noch ein schönes Stück von Weißrussland; die sie dem Sowjetimperium in den Zwanzigern entrissen haben, mit einem Angriffskrieg wohlgemerkt.
Polen hat immer noch so gewisse Mittelmachtträume, ist aber letztendlich nichts anderes als auch so ein fremdfinanzierter und -gestützter Wadlbeißerstaat, der derzeit kräftig gen Osten beißen darf.

Es droht Krieg und ich bin gespannt, wie Putin diese Krise meistert und was die falschen, verlogenen Westler noch alles machen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu Kriegsgefahr im Osten

  1. Augustus schreibt:

    Servus Gerhard,

    ich teile Deine Ansicht voll und ganz. Interessant ist auch, wie China darauf reagieren wird. China wird sich durchaus bewußt sein, daß die NATO in Asien ebenfalls zündeln will. Es ist kaum zu erwarten, daß China die Füße still halten wird, denn dort wäre der nächste Konfliktpunkt. Die Rußen machen gerade das einzig Richtige: Bereitschaft prüfen und zeigen. Die europäischen Staaten sind militärisch ohnehin wohl alles andere als ein ernstzunehmender Gegner. Auf Unterstützung in der Bevölkerung dürfen die europäischen Staaten sich ebenfalls kaum verlassen, insbesondere in Deutschland. Der Patriotismus wurde hier niedergetrampelt. Wer sollte sich hier schon melden? Die Antifa? Lachhaft. Hoffen wir einfach, das alles friedlich bleibt 🙂

    Beste Grüße

    • Gerhard Bauer schreibt:

      Servus Augustus,
      „Viele Hunde sind des Hasen Tod.“ Als Verbündete oder zumindest gemeinsam agierende Mächte könnten die beiden, Russland und China, schon ein bisschen was reißen und den Einfluss der Amis etwas zurückdrängen.
      Nur, es ist umgekehrt. Die Phalanx der amerikahörigen Staaten wächst und steht fest in Reih und Glied. Die Bündnisse der Nachkriegszeit sind Geschichte, einzig die NATO blieb und wächst zusehends. Was sie auch muss, stellt sie ihr Wachstum ein, ist das System erledigt, wie auch das liberal-kapitalistische Wirtschaftssystem. Darin ähneln sich der Staatssozialismus der UdSSR und das westliche System. Sobald es gelingt das Wachstum zu stoppen, ist es vorbei und der Zerfall beginnt.
      Gruß
      Gerd

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