Woanders gelesen: Von Arendt bis Zitelmann – Teil 2 Gefährliche oder anstößige Autoren und Lektüre – Fortsetzung F – M

Nicht erwähnt habe ich im ersten Teil Joachim Fest,  Hans Grimm und  Thorsten Hinz. Das soll hiermit nachgetragen werden.

Fest, Joachim – Zeithistoriker, Journalist – Wenn die Hauptwerke eines konservativen Publizisten und Autors in der Bundesrepublik „kontrovers“ diskutiert werden, sind si aller Aufmerksamkeit wert: „Hitler. Eine Biographie“ und „Speer. Eine Biographie“. Wegen letzterer kündigte ihm Reich-Ranicki die nie sehr intensive Freundschaft auf. Lesenwert sind fast alle seine Essays z.B. in „Bürgerlichkeit als Lebensform“ und „Nach dem Scheitern der Utopien“ und viele mehr. (VD)

Grimm, Hans – Schriftsteller, Publizist – in der Rezeption für mich sehr zwiespältig. Seine Werke, vor allem seine Kolonialgeschichten und -Berichte wie auch das Spätwerk von  „Warum, woher, aber wohin?“ sind als Zeitdokumente verwendbar, nicht im „post festum“ Sinne. Mit „Volk ohne Raum“ wurde er später Nazi-affin und das Werk wurde von den Nazis als Pflichtlektüre in den Schulen bestimmt. Gr. hatte Sympathien für Hitler – war angeblich dessen Lieblingsdichter – trat aber nicht der NSDAP bei. Sein „Lippoldsberger Dichtertreffen“ – jährliche Lesungen nationalkonservativer Autoren, die Grimm von 1934 an in seinem Haus veranstaltete – musste er 1939 auf Druck von Goebbels hin abbrechen, da sie in Konkurrenz zu den offiziellen nationalsozialistischen Dichtertagen standen. Mit seiner Besessenheit „Volk ohne Raum“ – und der impliziten germanophoben, rassistischen Grundsicht, gerichtet gegen die „asiatischen Horden“, mit der Verteidigung des frühen Nationalsozialismus und von Hitler als „geschichtlich ahnungsvollsten Warner“ geht er bald dem heutigen Leser auf die Nerven und diskreditiert sich als Konservativer.

Hinz, Thorsten – Journalist, freier Autor – Thorsten Hinz erhielt den ersten Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten 2004 (sehr verdächtig!). Seit 1994 schreibt erregelmäßig für die JUNGE FREIHEIT. Sein Pseudonym „Doris Neujahr“ ist zum Markenzeichen der Zeitung geworden. Er prägt mit seinem Stil den Charakter der Zeitung. Leser dieser „neurechten“ Zeitung bewegen sich ja am „rechten Rand“ und so sind auch die Bücher von Thorsten Hinz, alle verlegt bei „Edition JF“, politisch nicht korrekt: „Das verlorene Land – Aufsätze zur deutschen Geschichtspolitik“, „Die Psycholgie der Niederlage – Über die deutsche Mentalität“. Er wendet sich gegen die die herrschende Sicht auf die deutsche Geschichte und die kritiklose Übernahme der Sicht der Sieger, damit wird er zum „Relaitivierer“. Mit seiner Schrift „Der Weizsäcker Komplex“ hat er fast ein Skrileg begangen, indem er auf die dunklen Flecken in deren Familiengeschichte hinwies und damit an der Semi-Divinität des Namens kratzte. Hatte doch die Bundesrepublik mit Richard von Weizsäcker durch seine Rede zum 8. Mai 1985 ihre erste (säkulare) Epiphanie erlebt.

Jensen, Peder = „Fjordmann“ –  Wikipedia:  „Unter diesem Decknamen verfasste er ab 2003 islamfeindliche Artikel in rechtsgerichteten Blogs, in denen er die Einwanderung von Menschen muslimischen Glaubens in europäische Länder als Bedrohung der westlichen Welt bezeichnete und Thesen über unausweichlich bevorstehende Bürgerkriege in Europa verbreitete.“ Es existiert ein Buch mit Texten von „Fjordmann“ auf deutsch:  „Europa verteigen“, herausgegeben natürlich in dem „extrem rechten“ Verlag Antaios. Und da der Oslo-Attentäter und Massenmörder Breivik sich auf Fjordmanns Thesen berufen habe, macht das alles die Lektüre dieses Buches extrem gefährlich, vergleichbar nur einer Schrift wie „Mein Kampf“.

Jünger, Ernst – Schriftsteller – verfasste ein „nationalistisches, anti-demokratisches und elitäres Frühwerk“ (WP). Mit „In Stahlgewittern“ schuf er das Kriegsbuch schlechthin. Sein nüchterner beschreibender Stil widert natürlich alle ideologischen Eiferer und Aufklärer an. Nach dem Krieg weigerte sich J., den Fragebogen der Alliierten zur Entnazifizierung (siehe auch Ernst von Salomon) und erhielt bis 1949 Publikationsverbot.  1951 entstand der Essay „Der Waldgang“, eine „Widerstandsfibel gegen Totalitarismus und Anpassung“. Dass Ernst Jünger zwei Jahre vor seinem Tod zum römisch-katholischen Glauben konvertierte, macht ihn natürlich zusätzlich verdächtig. (SW, VD)

Kaltenbrunner, Gerd-Klaus – Schriftsteller, Privatgelehrter – da er „bevorzugt in Organen der neuen Rechten und des Konservativismus“ publizierte (WP) macht ihn das schon höchst verdächtig.  Als führender Konservatismus-Theoretiker verantwortete er ab 1974 im Herder-Verlag die Taschenbuchreihe „Initiative“, die er bis 1988 herausgab.  Von besonderem Rang sind seine Essays in den dreibändigen Werken „Europa – Seine geistigen Quellen in Porträts aus zwei Jahrtausenden“ und „Vom Geist Europas“.  Da letzteres im MUT-Verlag von Bernhard W. Wintzek verlegt  worden war, rief das seinerzeit die publizistischen, politischen und kulturellen Blockwarte auf den Plan (u.a. DIE ZEIT), um mit infamen Artikeln das Projekt, Verfasser und Verleger in echter „antifaschistischer“ Aufwallung mit Dreck zu bewerfen. (VD,SW)

Kuby, Gabriele – Soziologin, Publzistin – „setzt .. sich für konservative und christlich-fundamentalistische gesellschaftspolitische Positionen ein, bei denen sie Positionen des kirchlichen Lehramts verteidigt. In der Einhaltung von traditionellen sexuellen Normen sieht sie eine wichtige Existenzfrage des Christentums. Sie verteidigt den Zölibat. Den sexuellen Missbrauch von Kindern sieht sie als ein Problem der Gesellschaft und nicht als spezifisches Problem der römisch-katholischen Kirche.“ (WP). Mit ihren Büchern „Die Gender-Revolution – Relativismus in Aktion“ und „Die globale sexuelle Revolution“ begab sie sich endgültig in den politisch inkorrekten Raum.

Kuehnelt-Leddihn, Erik Maria Ritter von – Publizist – bezeichnete sich selbst er als „katholischen rechtsradikalen Liberalen“. Schon der Titel „Freiheit oder Gleichheit? Die Schicksalsfrage des Abendlandes“ (SW) legt die anti-kollektivistische und anti-egalitäre Perspektive des Verfassers nahe. Er entlarvt die weltweit gefeierte Französische Revolution als „Gemetzel und barbarische Tat“; u.a. zu finden in: „Konservative Weltsicht als Chance – Entlarvung von Mythen und Klischees“. (VD,SW)

Lorenz, Konrad – Zoologe, Ethologe, Verhaltensforscher – L. soll NSDAP_Mitglied gewesen sein und „Mitarbeiter des rassenpolitischen Amtes der NSDAP mit Redeerlaubnis“, durfte also im Sinne des Nationalsozialismus agitieren, so WP. In einem Gespräch mit der Wiener Abendzeitung habe er 1973 aber die Kontinuität seiner Grundüberzeugungen dargestellt: „Es ging mir darum zu zeigen, daß die zunehmende Domestikation des Menschen seine Menschlichkeit bedroht. Dieses Problem, das mich auch heute noch intensivst beschäftigt, hat sich mir damals zum erstenmal aufgedrängt.“ (WP) Bekannt wurde seine Redewendung von der „Verhausschweinung des Menschen“. In seinem Buch „Die Rückseite des Spiegels“ legt Konrad Lorenz seine Vorstellungen über das Zusammenspiel genetischer und zivilisatorischer Einflüsse auf das Erkenntnisvermögen des Menschen dar. Die wachsende Jugendkriminalität deutet er in „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ als Zeichen eines genetischen Verfalls. (VD,SW)

Löw, Konrad – Jurist, Politologe – Hat überwiegend zur Totalitarismus -Forschung publiziert. Mit Büchern wie „Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie. Marx & Engels – Die Väter des Terrors“ und „Mythos Marx und seine Macher“ sowie anderen Schriften zu dem Thema, hat er sich heftige Feinde bei den Linken, deren „Denker“ und Publizisten, gemacht. Dann erlaubt sich Löw zudem, die Kollektivschuld-These abzulehnen. WP zitiert einen Rezensenten seines Buches „Die Schuld – Christen und Juden im Urteil der Nationalsozialisten und der Gegenwart“ folgendermaßen: „Versuch, Wissenschaft als Medium der Politik zu missbrauchen und hinter den Masken eines aufrechten Katholiken und integeren Wissenschaftlers revisionistische Geschichtspolitik zu betreiben“. Das gilt natürlich auch für „Deutsche Schuld 1933 -1945? Die ignorierten Antworten der Zeitzeugen“. Obwohl (oder weil?) Löw sich primär auf jüdische Quellen stützt. Ein Autor würdig für den „Giftschrank“. (VD)

Lübbe, Hermann – Philosoph – WP schreibt u.a. über ihn: „Lübbes Interventionen in aktuelle politische Debatten der Bundesrepublik Deutschland haben immer wieder zu Kontroversen geführt, insbesondere seine polemische Auseinandersetzung mit der Studentenbewegung und der außerparlamentarischen Opposition in den 1960er und 1970er Jahren. Lübbe warf diesen einen schädlichen Einfluss auf die zeitgenössische Schul- und Hochschulpolitik vor und rückte sie in einen Zusammenhang mit dem Linksterrorismus der 1970er Jahre“. Also kein Freund für die 68er. Interessant und aufschlussreich sein Buch „Ich entschuldige mich – Das neue politische Bußritual“.(VD)

Menuhin, Gerard – Publizist und Filmproduzent – Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin wurde wegen „rechtsextremer“ politischer Ansichten seines Amtes als Vorstandsvorsitzender der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland enthoben. In seinem Buch „Die Antwort“ rechnet Gerard Menuhin, der wie schon sein Großvater Moshe Menuhin ständiger Mitarbeiter der „National-Zeitung“ ist, mit der politisch-korrekten Maulkorb-Mafia in der Bundesrepublik ab. Zitat aus einer Buchrezension: „Wenn irgendwelche Kleingeister mir erklären wollen, wer mein Vater wirklich war, blicke ich meist freundlich drein. Der Witz dabei ist: Yehudi Menuhin hätte meine Meinung geteilt. Er wird zu unrecht als Kronzeuge für die multikulturelle Agenda benutzt. Und auch was unsere Zuneigung zu Deutschland und unser Eintreten für die Palästinenser angeht, weiß ich mich mit meinem Vater Yehudi und meinem Großvater Moshe einig“.

Meves, Christa – Kinder- und Jugendpsychotherapeutin – Böse alte Dame. In ihrer Autobiographie „Mein Leben – Herausgefordert vom Zeitgeist“ und in anderen Werken wendet sie sich gegen die Unheil ausrichtenden Auswirkungen des Zeitgeistes, sei es im dritten Reich, wie auch nach 1968: gegen Feminismus, Genderismus, Homosexualität, Sexualisierung des Alltags, Kollektiverziehung usw. Konvertierte 1987 zum Katholizismus. Ein psychoanalysierter jüdische „Erziehungswissenschftler“ meint unter Bezug auf eines ihrer Bücher, sie überschreite „die Grenzen einer engagierten, konservativen Lebensberatung in Richtung hetzerischer Weltanschauungstraktätchen“. All das adelt Christa Meves für die Aufnahme in meine Zusammenstellung.

Mises, Ludwig Heinrich Edler von – Wirtschaftswissenschaftler der „Österreichischen Schule“ – In seinen Werken „Die Gemeinwirtschaft“ und „Die Bürokratie“ zeigt er die nachwirkende Schädlichkeit staatlicher Plan- und Lenkungswirtschaft auf.  Von Mises war einer der wenigen deutschsprachigen Intellektuellen, die in den 20er und 30er Jahren am klassischen Liberalismus festhielten. Trotzdem diese Aussage zum (italienischen und spanischen) Faschismus: „Es kann nicht geleugnet werden, daß der Faszismus und alle ähnlichen Diktaturbestrebungen voll von den besten Absichten sind und daß ihr Eingreifen für den Augenblick die europäische Gesittung gerettet hat. Das Verdienst, das sich der Faszismus damit erworben hat, wird in der Geschichte ewig fortleben. Doch die Politik, die im Augenblick Rettung gebracht hat, ist nicht von der Art, daß das dauernde Festhalten an ihr Erfolg versprechen könnte. Der Faszismus war ein Notbehelf des Augenblicks; ihn als mehr anzusehen, wäre ein verhängnisvoller Irrtum“. Solcherart ruft Gegner wie Herbert Marcuse und ähnliche Gestalten gegen diesen großen Apologeten des Kapitalismus auf den Plan. (VD)

Mohler, Armin – Publizist – „Mohler gilt als Apologet der sogenannten konservativen Revolution sowie als einer der Vordenker der neuen Rechten“ (WP). Geistig von Oswald Spengler und Ernst Jünger beeinflusst, dessen Privatsekretär er eine Zeitlang war. Hat bei Karl Jaspers promoviert mit „Die konservative Revolution in Deutschland 1918–1932“. Er erhielt 1967 den Konrad-Adenauer-Preis und unterstützte in den 70ern Franz Josef Strauß und die CSU – auch als Redenschreiber, später auch Franz Schönhuber. Mein Lieblingsbuch von ihm ist „Der Nasenring – Die Vergangenheitsbewältigung vor und nach dem Fall der Mauer“, was mich sicher wiederum explizit  als dem „rechten Rand“ zugehörig ausweist. Die Konservative Revolution in Deutschland 1918–1932. (VD,SW

Wird fortgesetzt.

Teil 1

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Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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9 Antworten zu Woanders gelesen: Von Arendt bis Zitelmann – Teil 2 Gefährliche oder anstößige Autoren und Lektüre – Fortsetzung F – M

  1. Augustus schreibt:

    Servus Gerhard,

    na das sind ja alles zwielichtige Gestalten. Die bringen ja den gesamten Dogamtismus des Ministeriums für Wahrheitologie der BRD ins Wanken 😀

    Beste Grüße

  2. Moritz Haberland schreibt:

    Hallo Augustus,
    das Zwielicht von dem Du schreibst ist das Produkt eben dieser politischen „Wahrheitologen“, welche anfangs die hier genannten Publzisten noch sehr wohl verstanden haben und bekämpften, dann kam die Phase der Halb- und Mißversteher mit Beglückungsanspruch und heute werden die Bücher kaum noch selbst von den „Wahrheitsxperten“ gelesen sondern nur noch, wenn überhaupt, durch die „korrekte Sekundärliteratur“ wahrgenommen und als „Pfui“ verteufelt.

    Aber egal, die Qualität von Denksystematik ist ein bleibender Wert, da ist
    die kurzfristige Rechthaberei der „Wahrheitologen“ wirklich Nebensache.

    • Augustus schreibt:

      Hallo Moritz Haberland,

      genau darauf wollte ich anspielen. Es geht den Dogmatikern der herrschenden Elite und ihren Vasallen und Speichellecker nicht um die Wahrheit, sonst würden sie sich sachlich mit Gegenpositionen auseinandersetzen. Die Politiker sind verkommen zu einer Kaste von Schauspielern, denen von einer gezielt mit falschen Informationen gefütterten Masse zugejubelt wird. Bei der heutigen Tagespolitik handelt es sich um eine etwas niveauvollere Variante von DSDS und dem Dschungelcamp. Wer das Spiel durchschaut ist dann entweder ein Nazi, ein Verschwörungstheoretiker oder ein Spinner. Die Elite greift hier zu primitiven aber wirkungsvollen Mitteln, welche unabhängig von der Richtigkeit der Unterstellung die Leute zum schweigen bringen soll.

      Beste Grüße

      • Moritz Haberland schreibt:

        Augustus, ich habe Dich schon richtig verstanden, ich wollte nur ergänzen. Noch eine Ergänzung aus meinem Fach, das zu meiner Zeit noch den guten alten Dipl. Agraring. zum Ziel hatte:
        „Der Bachelor-Studiengang Agrarwissenschaften ist ein Ein-Fach-Bachelor-Studiengang mit 180 Leistungspunkten.“
        Wie ich inzwischen herausgefunden habe, wird Konrad Lorenz mit keinem Wort mehr erwähnt, mit anderen Worten: „Kein Leistungspunkt für den Gänse-Nazi“.

        So macht man das heute.

      • Augustus schreibt:

        Hallo Moritz Haberland,

        War mir unsicher ob das richtig angekommen war, aber dann ist gut. Danke für die Klarstellung 🙂

        Richtig, so machen die das einfach. Es zählt kein richtiges Argument, es zählt ausschließlich die Herkunft des Argumentes… Was das intellektuell bedeutet wissen wir und auch welches Zeugnis jene die so werten verdienen.

        Deutschland ist eines der ideologisch am stärksten verstrahlten Gebiete. Nur wer selbst denkt kann aufrecht stehen… Deshalb versuchen die Ideologen auch die Kinder schon in der Schule zu indoktrinieren… Damit sie kriechen…

        Beste Grüße

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Servus Augustus und Moritz,
        gute Kommentare, da gibt es nichts hinzuzufügen, nur auf einen Punkt möchte ich noch eingehen.

        Deutschland ist eines der ideologisch am stärksten verstrahlten Gebiete.

        Das hat seinen guten Grund, wenn Du Dir den Vortrag von G. Kuby anhörst, wirst Du feststellen, dass es Japan, in Bezug auf Kinder noch schlechter geht als uns, auch das hat seinen Grund. Zwei an sich kräftige Völker sollen auf diese Weise langfristig geschwächt und in Zaum gehalten werden.

        Wenn man sich die Bücherliste von Frieder ansieht, dann kann man auch erkennen, dass es ein breites Spektrum gibt. Leider hat sich in der BRD und sicherlich auch anderswo mittlerweile die Ideologie und auch die diversen Abgrenzungsstrategien dermaßen verfestigt, dass eine gedeihliche Zusammenarbeit so gut wie unmöglich geworden ist.
        Eigene Meinungen/Ziele werden vornangestellt, der Rest, die Hauptsache, unser Volk und Land ist zweitrangig geworden.
        Den Gegner freut´s und wir versumpfen immer mehr.
        Sämtliche Ideologien können zum Teufel gehen.
        Für Volk und Vaterland, der Rest kann mir gestohlen bleiben. Pöstchenjäger, Parteikarrieristen und -bonzen und jede Menge anderer Selbstdarsteller und -beweihräucherer sollen hingehen, wo der Pfeffer wächst. Sollen sie sich mit ihresgleichen die Schädel einschlagen, mir egal.
        Wir müssen unseren Weg finden und gehen. Es ist nicht einfach, manche Kröte wird zu schlucken sein, manches Mal wird sich die Faust in der Hosentasche ballen aber was hilft´s.
        Haltet den Kopf oben.
        Gruß
        Gerd

      • Gerhard Bauer schreibt:

        Nachtrag:
        Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch auf das Video „Neofaschisten und die ukrainische Opposition“ hinweisen.

        Was sich da alles abspielt, vermag ich nicht genau einzuschätzen.
        Allerdings scheint sich mir eines herauszukristallisieren, da arbeiten „Nationalisten“ mit den USA, George Soros, der EU etc. gegen das eigene Land zusammen. Die Masse/der Mob prügelt und randaliert, die Strippenzieher sitzen im Warmen und opfern die Bauern oder sollte man sagen die willigen Idioten?.

        Moritz brachte mal seine Entrüstung zum Ausdruck, als er auf ein Photo stieß, bei dem die Europäische Aktion bei einer Regenbogendemo in Russland mitmischten.
        Da spielt sich anscheinend ähnliches ab.
        Ich kann hierzu nur eines sagen, wer gegen das eigene Land, unabhängig von der Regierung oder Regierungsform, mit dem Ausland oder ausländischen Organisationen zusammenarbeitet, ist ein Landesverräter.
        Das galt im 2. Weltkrieg für die übergelaufenen Offiziere in Ost und West, für sog. Emigranten in Ost und West, das gilt heute für Parteien/Gruppen oder Einzelpersonen, die mit dem Ausland, in dessem Auftrag oder mit dessen Unterstützung gegen das eigene Land und Volk arbeiten. Kollaborateure natürlich eingeschlossen.
        Wilhelm Pieck war Hauptmann in der Roten Armee, Brandt arbeitete mit den Gegnern unseres Volkes, zu dessen Schaden zusammen. Jacke wie Hose, alle in einen Sack und es trifft keinen Falschen.

  3. Moritz Haberland schreibt:

    Hallo Augustus,
    „Nur wer selbst denkt kann aufrecht stehen…“
    Das ist die eigentliche „Kunst“ bei der Erziehung der lieben Kleinen. Mein Vater hat immer gesagt, egal, was Du gerade denkst, es muß in sich stimmen, das macht Mühe aber es ist garantiert immer erfolgreich (Wir sprachen von Mathematik.).
    So habe ich das mit meinen Mädels auch gehalten, alle notwendigen Informationen bereitstellen, dann darüber nachdenken, Für und Wider abwägen und dann eine Meinung äußern, die sich im guten Disput oder durch neue Infos auch verändern kann.
    Jetzt sind meine Enkel dran, mit meinem Großen (8 J.) spiele ich Schach – ein ausgezeichnetes Training.

    • Augustus schreibt:

      Hallo Moritz Haberland,

      richtig und das ist genau der Grund, warum der Staat die „frühkindliche Bildung“ erfunden hat. Eltern tun gut daran ihre Kinder soweit es geht selbst zu erziehen und zu bilden (sofern das Elternhaus die geistige Kapazität hat). Damit die Kinder mehr als nur Lohn- und Steuersklaven sind.

      Beste Grüße

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