USA geben 355 Mrd. Dollar für Atomwaffen aus

In den nächsten 10 Jahren geben die USA, lt. ihres veröffentlichten Ausgabenplans, 355 Mrd. Dollar für ihr Atomwaffenarsenal aus.
Die Ausgaben umfassen Modernisierung, Lagerung, Errichtung des Raketenschildes, Bau neuer Atomwaffen und –reaktoren etc. aus. Die Entwicklung neuer Atomwaffen wurde nicht aufgeführt, kann sein, dass diese Kosten in anderen Bereichen des Ausgabenplans untergebracht sind. Man will ja offenlegen, aber doch nicht alles.

Die Summe von 355 Mrd. Euro ist ein schöner Brocken, vor allem dann, wenn der betreffende Staat ohnehin pleite ist und ständig am Rudern ist, um den Kopf über Wasser zu halten.
Für´s Militär muss aber immer Geld da sein. Vor allem dann, wenn man weltweit soviele Freunde und vor allem Interessen hat, die beschützt werden wollen, wie die USA sie haben.

Selbstlos wie die USA sind, verbreiten und verteidigen sie Demokratie und Freiheit über und auf dem gesamten Erdball, auf eigene Kosten, selbst wenn es schwerfällt.
Gerne lässt man dann auch Probleme im eigenen Land liegen und beschäftigt sich mit dem Rest der Welt.
Alles für Gottes Lohn und ein Lächeln der solcherart befreiten und beschützten.

Soweit das Bild, das die USA gerne von sich verbreiten und  angenommen sähen.

Das wirkliche Bild sieht etwas anders aus. Kaum ein Staat oder Volk dieser Welt ist den USA noch freundschaftlich oder in Dankbarkeit verbunden.
Waren sie das je oder waren diese Bilder immer schon Propagandabilder?

Staaten und Völker sind nicht mit käuflichen Politgestalten oder mit gewissen Nimmersatts zu verwechseln, die sicherlich zu den USA „freundschaftliche“ Gefühle hegen und aus Dankbarkeit das eigene und  gegebenenfalls auch andere Völker der Freundschaft der USA ausliefern.

Wie sahen und sehen denn die Friedens- und Freundschaftshandlungen der USA i. d. R. aus?
Das Land in Schutt und Asche legen, danach Carepakete und Wiederaufbauhilfe, die wieder zurückbezahlt werden muss und/oder weitestgehend so geleistet wird, dass US-Firmen den größten Nutzen daraus ziehen.
Falls Bodenschätze in irgendeiner Form vorhanden sind, werden diese auf freundschaftlicher Art und Weise ausgebeutet und überhaupt wird nach der Devise verfahren, „Was Dir gehört, gehört mir auch und was mir gehört, geht Dich nichts an.“
Falls keine Bodenschätze vorhanden sind, werden auch gerne Patente etc. genommen.
Zum weiteren Schutz werden dann gerne Militärbasen errichtet, deren Errichtung und Unterhalt man sich vom befreiten Volk gerne bezahlen lässt. In bestimmten Fällen von Kleinkriminellen spricht man da auch gerne von Schutzgelderpressung.

Als weiterer Freundschaftsdienst wird auch das Einsetzen von Regierungen angesehen.
Meist sind ja diese Völker noch so rückständig, dass sie nicht in der Lage sind bestimmte wichtige, grundlegende Entscheidungen zu treffen.
Parteien, die in unserer Zeit Träger des politischen Willens sein müssen, werden verboten oder zugelassen. Je nachdem wie es der Freundschaft dienlich ist.

Diese und noch mehr Freundschaftsleistungen und Errungenschaften nennen sich Demokratie und Freiheit und eben für jene Dienste werden Atomwaffen und andere Massenvernichtungspotentiale gebraucht und aufgebaut.

Freundschaft hat eben seinen Preis, der Preis für Demokratie und Freiheit ist noch etwas höher und muss bezahlt werden. Wenn dieser Preis die Zerstörung ganzer Landstriche und die damit verbundene unvermeidliche Ausrottung großer Teile des jeweiligen Volkes ist, dann ist das eben so und lässt sich nicht vermeiden. Ist sozusagen alternativlos. Aber was tut man nicht alles, um das Gute zu verbreiten.
Wo gehobelt wird fallen Späne und auf grobe Klötze, gehören grobe Keile und diese groben Keile sind Atom- und andere Massenvernichtungswaffen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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