Die bargeldlose, heile Welt

Wieder einmal zeigte sich, dass es mit der bargeldlosen, heilen Welt nicht  allzuweit her ist, welche Risiken das Bezahlen mit Karte birgt, dass der Spruch „Nur Bares ist Wahres“ so falsch nicht sein kann.

Die verstaatlichte „Royal Bank of Scotland“ hatte wieder einmal Probleme. Computerprobleme sind meist hilfreich, um die Eigentümer des Geldes an der Nase herumzuführen und etwaige schwerwiegende Probleme zu verschleiern.
Bleiben wir aber dabei, die Bank hatte Computerprobleme. Die Probleme der Bankkunden waren der Art, dass sie an keinem Geldautomaten mehr Geld abheben konnten und zu allem Überdruss fehlten auf ihren Konten dann noch Beträge. Ganz einfach weg, der Kontostand war einfach niedriger.
Selbst die Bezahlung in Geschäften oder im Netz konnten nicht mehr durchgeführt werden.
Nichts mehr ging.

„Ohne Moos, nichts los“, eine bittere Lehrstunde für alljene, die nichts mehr in der Tasche haben als ihre Bank- oder Kreditkarte und von einer ordentlichen Menge Bargeld, die man zu Hause hat, ist häufig sowieso schon nicht mehr zu reden.
Ist ja unbequem, Geld am Automaten zu holen, das Geld ist schmutzig; mit Bazillen und allem möglichem belastet; außerdem könnte man es verlieren, Diebe könnten es stehlen und vieles mehr, was gegen Bargeld spricht. Wirklich?

Wie wollte man denn etwas „so“ bezahlen, ohne, dass der Finanzminister, so heißt in manchen Familien die Ehefrau, etwas davon erfährt?
Wie sollten Männer noch schwarze Kassen anlegen, mit denen sie sich manchen Wunsch erfüllen können, etwas ansparen können, ohne, dass der „Finanzminister“ Einspruch einlegen kann oder wie sollten Ehefrauen Haushaltsgeld beiseitelegen, um sich den einen oder anderen Extrawunsch zu erfüllen?

Ohne Bargeld steht man auf dem Schlauch. Ich fühle mich gut, wenn ich Scheine im Geldbeutel habe und zwar mehr, als ich für den täglichen Bedarf benötige,  Zuhause noch was unter dem Kopfkissen habe, damit ich auch vor größeren Überraschungen sicher bin.
Vor Dieben, Einbrechern oder Trickbetrügern habe ich keine Angst, Hatte bisher keine Probleme dieser Art und wenn, so könnte ich mich meiner Haut erwehren. Was ich nicht tun kann, wenn mein Geld auf der sicheren Bank plötzlich „weg“ ist. Ich gehöre nicht zu der Art Menschen, die den staatlichen Empfehlungen Folge leisten, sich nicht zu wehren und die Wünsche des Ganoven zu erfüllen. Dass diese Empfehlungen vom Staat kommen, könnte man auch Doppeldeutigkeit sehen. Er will ja auch an unser Geld.

Geld beruhigt ungemein und Banken sind nicht mehr sicher. Die Angst vor Bankräubern ist unbegründet, es sei denn, der Bankräuber hätte die Fronten gewechselt und wäre nun Eigentümer oder Verwalter der Bank. Dann wird´s brenzlig, noch dazu dann, wenn diese ebenso schlauen, wie gewissenlosen und geldgeilen Burschen mithelfen entsprechende Gesetze zu schreiben, womit der Bankraub von innen, legalisiert wird und der Dumme, der sein Geld auf der Bank hat, auch noch für „Fehler“ des schlauen und gewissenlosen Burschen zu bezahlen hat, sprich dessen Konto einfach belastet wird.
Brenzlig wird es auch dann, wenn der Übervater Geld braucht, Vater Staat, der so gar nichts mehr mit einem braven Familienvater zu tun hat, sondern sich zu einem herrsch- und verschwendungssüchtigen Asozialen gewandelt hat, der nicht mehr genug bekommt und seinen Familienangehörigen ungeniert ins Portemonnaie greift und wer nichts oder nicht soviel geben will, wie gefordert wird oder manchmal auch nicht geben kann, dem wird der Kettenhund auf den Hals gehetzt, wird kurzerhand in den Keller oder ins „Ratzenkammerl“ gesperrt und das Geld wird einfach genommen, wenn keines da ist, wird enteignet. Nichts gehört einem wirklich, dem Staat gehört alles. Dies sollte sich jeder vor Augen halten. In letzter Konsequenz ist es so und nicht nur das Eigentum gehört diesem asozialen Vater Staat, sondern auch unser aller Leben, die, wenn er es für notwendig hält in Kriegen verheizt werden.
Sollte jemand oder irgendetwas soviel Macht über uns haben?

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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