„Kräfte der Verneinung und des Minderwertigkeitsgefühls“

Studie zum Aufstieg rechts- und nationalpopulistischer Parteien erschienen

Mit diesen Worten wird die Studie „Europa – Nein danke“, die von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Auftrag gegeben wurde, auf der Netzseite der CDU-Stiftung vorgestellt.

Die DeutschenWirtschaftsNachrichten widmen dieser Studie einen etwas längeren Artikel. Ich möchte aus diesem Artikel nur ein Zitat aus der Studie veröffentlichen.
Diese Neinsager, die EU-Kritiker, fordern grauenhafte Abhilfe:

 „Einwanderungsstopp, striktere Anwendung der Einwanderungsgesetze und Maßnahmen des Wohlfahrtstaats, Ausweisung von kriminellen oder nicht integrationswilligen Einwanderern, Aufbrechen des ,Elitenkartells‘, Ende weiterer EU-Integration und weiterer Finanztransfers“.

Außerdem haben diese Leute was gegen Eliten, das Establishment und sind natürlich Ausländerfeinde.

Das zu kommentieren lohnt nicht der Zeit. Sich bei den Urhebern und Auftraggebern dieser Studie zu beschweren, ebenfalls nicht.

Die politische Elite lässt sich mit solchen Studien ihren Kurs auf „wissenschaftliche“ Art und Weise bestätigen. So brauchen sie keine eigene Meinung zu vertreten, sie vertreten ja „wissenschaftliche“ Erkenntnisse, wie anno dazumal Volker Beck, als er noch öffentlich für die Freigabe von Pädophilie eintrat. Die Wissenschaft wird´s schon richten.

Was soll man sich mit denen und ihren Breznsalzern darüber unterhalten. Bringt doch nichts.

Interessant ist jedoch zu beobachten, dass derzeit eine Offensive gegen „Neinsager“ gefahren wird. Ein deutliches Zeichen, dass ihnen der Arsch auf Grundeis geht, also ein Grund für Zuversicht.
Hat doch vor kurzem erst der Buntesverteidigungsminister gegen die Neinsager gewettert und diesen unterstellt, dass diese von Volksabstimmungen strukturell bevorzugt würden, weshalb es auch keine Volksabstimmungen geben dürfe. Außerdem funktioniere ja die repräsentative Demokratie hervorragend und die Regierung müsse unpopuläre Entscheidungen durchsetzen (dann ist ja alles gut und wir können beruhigt sein).
Als Beispiel nannte er die von den Westmächten befohlene Wiederbewaffnung der BRD, die damals von den Deutschen auf breiter Front abgelehnt worden wäre.

Ist auch klar wieso Volksabstimmungen nicht zugelassen werden. Wenn befürchtet werden muss, dass das Durchregieren nicht funktioniert, dann darf man dergleichen eben nicht zulassen, der Pöbel hat zu schweigen und zu gehorchen.
Das ist nur logisch und Ausdruck der herrschenden Machtverhältnisse.
Da hilft kein Jammern und kein Lamentieren.

Diese Studie, wurde wie alle anderen Studien, dieser parteinahen Stiftungen, mit Steuergeld bezahlt.

Ich möchte hier mal einige Zahlen auflisten, die u. a. in der Wikipedia für jedermann zugänglich sind aber doch meist nicht beachtet werden. Die aufgeführten Beträge sind die Beträge, die wir Steuer- und Abgabenzahler, diesen Parteibonzen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Macht sichern und abgeschobene Parteifreinde finanzieren können.

Konrad-Adenauerstiftung: 2009 ca. 118 Mill. Euro

Friedrich-Ebert-Stiftung: 2007 ca. 112 Mill. Euro

Friedrich-Naumann-Stiftung: 2009 ca. 38 Mill. Euro

Heinrich-Böll-Stiftung: 2007 ca. 37 Mill. Euro ohne Baumittel

Hanns-Seidel-Stiftung: Jahresbudget ca. 50 Mill., wenn man sich den Staatsfinanzierungsgrad der anderen Stiftungen ansieht, dann dürfte das vereinnahmte Steuergeld bei ca. 45 Mill. Euro liegen

Rosa-Luxemburg-Stiftung: Keine Zahlen auffindbar. Da die SED-Nachfolger in etwa die Größenordnung der Grünen haben, dürfte sich der Betrag auf eine ähnliche Größenordnung belaufen.

Die Republikaner wollten eine „Franz-Schönhuber-Stiftung“ gründen, dies wurde ihnen untersagt, da nach Ansicht der Gerichte und der Stiftungsaufsicht diese Stiftung das Gemeinwohl gefährde. Ist sie nicht rührend, diese Sorge um unser Wohl. Ach was fühl ich mich geborgen.

Kräfte der Verneinung und des Minderwertigkeitsgefühls, das haben sie doch vornehm ausgedrückt.
Von Minderwertigen zu sprechen verbietet (noch) der politische Anstand oder besser gesagt die Taktik.
Wer Minderwertigkeitsgefühle hat ist nicht minderwertig, fühlt sich aber minderwertig und wer sich selbst für minderwertig hält, der kann nicht hoch- oder gleichwertig sein; es wird ja seinen Grund haben, wieso sich jemand selbst für minderwertig hält und damit stellen diese Propagandisten des Jasagens und der Überheblichkeitsgefühle alle EU-Kritiker als minderwertig an den Pranger.

Da ich ja einer dieser Neinsager bin, auch das Establishment ablehne und gegen die herrschenden Eliten bin, gehöre ich also auch zu dieser minderwertigen Spezies, die den Worten der Studie folgend, außerhalb des demokratischen Spektrums steht und von diesen Leuten als populistisch oder mit schlimmeren bezeichnet wird.

Nur, ich kann sagen, dass mir das meilenwert am Allerwertesten vorbeigeht und ich mich nicht herablassen werde, zu versuchen diesen Leuten irgendetwas zu widerlegen.
Ich weiß, dass sie auch von meinen Steuern leben, das reicht mir vollkommen, sie fressen auch aus meinem Napf, ich aber nicht aus ihrem. Das sagt wohl alles.
So tief kann ich mich gar nicht bücken, ich habe Rücken, auch meine Knie beugen sich so schlecht. Sie sind einfach außerhalb meiner Reichweite, es sei denn – aber lassen wir das.

Die AfD wurde übrigens aus der Reihe der EU-Kritiker ausgenommen, dies nur am Rande angemerkt.

Die Studie empfahl auch ein äußerst wirksames Rezept zur Behebung der Glaubwürdigkeitskrise und überhaupt der breiten EU-Ablehnung. Es sei auch kein Problem der EU und deren Eliten, sondern ein Problem der EU-Kritiker, dieser National- und Rechtspopulisten, und des ihnen nachlaufenden Pöbels die allzu dumm seien die Segnungen der EU zu erkennen, die Segnungen die ihre jeweiligen Heimatländer heimsuchen.
Daher müssen die europabefürwortenden Parteien für eine breitere Zustimmung sorgen, ohne populistische Maßnahmen zu ergreifen.
Also rhetorisch vom Leder ziehen, was das Zeug hält, in der Sache aber keinen Millimeter zurück. Die Stellung ist zu halten, bis zur letzten Parole sozusagen.

Zum Schluss noch eines, die Studie wurde von der EU-Lobbyvereinigung „Center for European Studies“ unterstützt. Dies ist eine Lobbyvereinigung der fälschlicherweise als konservativ bezeichneten Parteien Europas, die sich ebenfalls aus Steuergeldern finanziert und zusätzlich durch Spenden von Großkonzernen und Banken gesponsert wird.
Von Bestechung und Korruption mag in diesem Zusammenhang niemand sprechen, ist es auch gaaanz sicher nicht. Großkonzerne und Banken geben Geld aus reiner Freundlichkeit und Freude am Geben.

Die Wahlen zum Europäischen Parlament stehen vor der Tür und ich kann nur hoffen, dass jeder EU-Kritiker zur Wahl geht und sein Kreuzchen an der richtigen Stelle macht. Ausreden gelten nicht, Ausreden sind wie Mauselöcher, überall ist eines zu finden.
Kein Kreuzchen ist ein Kreuzchen für Parteien wie diese, die uns als minderwertig bezeichnet.
Zeigen wir ihnen, wo der Bartl den Most holt und wählen allesamt EU-kritische Parteien. Die Auswahl ist nicht groß, insofern sollte es nicht schwerfallen eine Wahl zu treffen. Lassen wir uns von der Propaganda nicht beeinflussen. Jede Stimme zählt, wenn sie auch nichts wesentliches verändert, aber ärgern können wir sie mit dem Kreuzchen am „falschen“ Platz schon und alleine die langen Gesichter am Wahlabend sind doch schon ein Grund zur Wahl zu gehen.

Ich sage JA zu RAUS AUS DER EU

So, jetzt bin ich ein Jasager.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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3 Antworten zu „Kräfte der Verneinung und des Minderwertigkeitsgefühls“

  1. Moritz Haberland schreibt:

    Eingedenk H.C. Andersens Märchen stelle ich fest, sie (die „Eliten“) laufen schon, für alle erkennbar, im Unterhemd und in Unterhose herum.
    Das sollte Grund genug dafür sein, ein ausgewachsenes Minderwertigkeitsgefühl zu entwickeln und, es bestenfalls auch einzugestehen.
    Ich trage häufig Hemd und Hose und Gummistiefel, manchmal auch Anzug und geputzte Schuhe, mir ist jedes Minderwertigkeitsgefühl fremd.

    Auch ich bin ein Ja-sager im Sinne des Beitragsschlusses,
    in diesem Sinne, tschüß Neue Weltordnung, kein Volk ist doof.

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