Güldene Träume der Goldenen Internationale

Abschaffung des Bargelds. Unmöglich, geht nicht, Schmarrn, Hirngespinste. Das dürften die ersten Gedanken sein, die einem bei solchen Aussagen in den Sinn kommen.

Mitnichten. schaut euch dazu auch dieses Video an.
Während der Griechenlandkrise wurde darüber diskutiert, in Schweden wird darüber laut nachgedacht und auch in den USA wird offen darüber gesprochen. Der Obamaberater Larry Summers sprach in diese Richtung und zum unguten Schluss, der IWF, eines der Hauptinstrumente der Goldenen Internationale fordert die Abschaffung des Bargelds seit einigen Jahren.

Nachdem jüngst negative Zinsen für den Euroraum ins Gespräch gebracht wurden, musste auch der feuchte Traum der Goldenen Internationale wieder auf den Tisch des unfeinen Hauses. Denn wie will man den Leuten das Geld abnehmen, wenn es nicht im Zugriffsbereich der Finanzhaie ist, da die Leute das Geld unter der Matratze horten und nicht mehr den Bankräubern überlassen wollen.
Das funktioniert nur, wenn das Bargeld seine Gültigkeit verliert und alles nur noch über diese kleinen praktischen Kärtchen, einen Chip, das Handy etc. abgewickelt werden kann. Dann bucht man einfach ab und die Sache ist erledigt.

Ganz zu schweigen von den ganzen anderen „positiven“ Maßnahmen, wie Bekämpfung der Schwarzarbeit u. ä.. Der Propaganda fallen sicherlich noch viele solcher „positiven“ Argumente ein, um die Abschaffung des Bargelds zu rechtfertigen und in die Köpfe der Menschen zu bringen.

Auch hier gilt der Ausspruch Ernst Jüngers:  „Die Annahme der Frage ist der Beginn der Unterwerfung.“

Sobald darüber diskutiert wird, welche Vor- oder Nachteile die Abschaffung des Bargeldes hat, ist es schon verloren und man kämpft auf dem Feld der Goldenen Internationale. Auf diesem Feld kann man nicht gewinnen, die Propaganda ist übermächtig. In solchen Zusammenhängen wird gern die Behauptung ins Feld geführt, wer die besten Argumente hat, behält recht, die besseren Argumente setzen sich durch und so ähnlicher Blödsinn.
Damit wird auch der Parlamentarismus gerechtfertigt, damit kann alles gerechtfertigt werden, wenn man nur über genügend intellektuelle und rhetorische Fähigkeiten verfügt.
Welches das bessere Argument ist, hängt doch immer davon ab, von welchem Standpunkt aus man die Angelegenheit betrachtet und welche Grundprämisse gesetzt ist.
So können zwei Leute, die beide „Recht haben“, ihr Leben lang aneinandervorbeireden und ihrer Meinung nach die besseren Argumente haben aber nie zusammenfinden.

Für die herrschenden Machtstrukturen wäre die Abschaffung des Bargelds sicherlich eine hervorragende Lösung. Es wird einfach abgebucht, die Karte gesperrt und somit der Zugriff gesperrt oder das darauf befindliche Guthaben beschlagnahmt.
Wer jetzt an Gold, Silber, Edelsteine oder Grundstücke denkt, dem sei gesagt, Grundstücke oder Häuser liegen ebenfalls im Einzugsbereich der Goldenen Internationale und werden bestens über die Grundbücher zu verwalten sein und im Bedarfsfalle mit einer Zwangshypothek belastet. Die Abbuch erfolgt automatisch. Falls kein Geld da ist, auch kein Problem, die Immobilie wird versteigert und die Sache ist gelaufen.
Gold etc. verliert seinen Wert, wenn es nicht mehr gehandelt werden darf, ein internationales Goldverbot ausgesprochen wird, das natürlich nur für bestimmte Gruppen gilt, sog. systemrelevante dürfen es behalten und damit Handel treiben.
Was wollte man auch mit einen Kilobarren Gold oder einem Diamanten, wenn man eine Rechnung „schwarz“ bezahlen will oder sich Lebensmittel unter der Hand besorgen will oder muss. Es mag bei einigen noch funktionieren, nicht aber für die Masse der Menschen.
Mit der Abschaffung des Bargelds sind wir alle in, nein, nicht in Gottes Hand, in der Hand der Goldenen Internationale und deren Schergen.

Es empfiehlt sich, diese Kartenzahlerei erst gar nicht anzunehmen. Bargeld ist Trumpf. Ich kann mich noch erinnern, als ich mich vor ca. 20 Jahren in der Schweiz aufhielt, wollte ein Mann an der Hotelrezeption mit der Karte bezahlen, dies funktionierte aber aus irgendwelchen Gründen nicht. Ein älterer Herr der den Vorgang beobachtete,sagte lächelnd zu dem jungen Mann: „In der Schweiz wird noch bar bezahlt, mein Herr.“

Ich vermeide, wann immer es NOCH geht, die bargeldlose Bezahlung, mit der Karte bezahle ich nie, außer gelegentlich an einer Tankstelle.
Ich habe immer genügend Bargeld im Geldbeutel und kann mich oft nur wundern, wenn selbst kleinste Beträge mit der Karte bezahlt werden und junge Leute oft nicht einmal mehr 10 oder 20 Euro im Geldbeutel haben, von 50, 100 oder mehr erst gar nicht zu reden.
Das sind die ersten Schritte zur Abschaffung des Bargelds. Es ist ja so bequem und so sicher.
Wir erinnern uns an die guten Argumente der Propaganda. Was per Zwang nicht so einfach erreicht werden könnte oder zu offensichtlich wäre, wird von langer Hand vorbereitet.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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Eine Antwort zu Güldene Träume der Goldenen Internationale

  1. Augustus schreibt:

    Servus Gerhard

    Zum gestrigen Kommentar: Ungeschickte Wortwahl meinerseits (und das, obwohl ich das Wort mit italienischen Sprachkenntnisen gleich erkennen sollte). Ein gutes Beispiel dafür, wie Politaparatschiksprache doch unter die Leute gebracht wird.

    Zum Thema: Ja, die „Goldenen“ haben sich da schon ihre Gedanken gemacht. Dieser Schuss könnte sich allerdings – wenn sie ihn denn wagen – als Rohrkrepierer erweisen. Die Menschen finden immer einer Möglichkeit schwarz zu handeln (und wenn es nur einfacher Tauschhandel ist). Ich bevorzuge übrigens auch Bargeld (immer schon, noch bevor ich von diesem
    Thema Kenntnis erlangte.

    So, ich versuche es auch mal Bayrisch:

    Pfiat di

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