127 Millionen für „Gaststreitkräfte“

Die Bundesdeutschen haben so ihre Probleme mit Gästen verschiedenster Art. Da gibt es die sog. Gastarbeiter (als ob wir Deutsche unsere Gäste arbeiten lassen würden) und die ganzen Probleme die für die Einheimischen in deren Gefolge entstanden, dann gibt es aber auch noch sog. Gaststreitkräfte.
Gaststreitkräfte ist ein guter Begriff für Streitkräfte, die sich mit Bomben, Panzern und Kanonen Zutritt und Bleiberecht verschafften.
Aber sei´s wie´s sei, bleiben wir bei dem Propagandabegriff, man könnte auch Besatzungsstreitkräfte sagen, das wäre aber unschön und unseren „Gästen“ und Freinden gegenüber nicht angemessen. Wir sind ja schließlich gastfreundlich, auch gegenüber ungebetenen Gästen.

Kurzum, das Wohl unserer Gaststreitkräfte liegt uns sehr am Herzen. Nachdem unsere Gaststreitkräfte nicht nur unsere Gastfreundschaft in Anspruch nehmen, sondern auch andernorts Türen eintreten um sich Zutritt und Bleiberecht zu verschaffen, geschieht es gelegentlich, dass unfreundliche Menschen in anderen Ländern, den Gästen etwas antun, dann werden diese getötet und verletzt. Was ein gar schlimmes Verbrechen ist.
Die Verletzten müssen irgendwohin und da unsere Gaststreitkräfte, im Besonderen die US-Army aus einem Land kommen, das Pleite ist, liegt es auf der Hand, diese Verletzten dort behandeln zu lassen, wo große Gastfreundschaft herrscht. In der BRD.

Wie die DeutschenWirtschaftsNachrichten meldeten, baut die US-Army ein neues US-Militärkrankenhaus, dieses Besatzungsbauwerk soll bis 2021 fertiggestellt sein und schlappe 750 Millionen Euro kosten.
Wir dürfen uns beteiligen und machen das auch gerne. Vorläufig wird eine Beteiligung von 127 Millionen angenommen, natürlich nur vorläufig und wie wir wissen, haben die Kosten solcher Projekte die nahezu unheimliche Fähigkeit sich im Laufe von einigen Jahren nicht nur zu verdoppeln, sondern zu vervielfachen. Für unsere Gaststreitkräfte ist sowieso nur das Beste gut genug.

Ich bin auch überzeugt, dass wir außer den offiziell zugegebenen 127 Millionen wesentlich mehr, wenn nicht gar alles, bezahlen werden. Im Bundeshaushalt finden sich sicherlich Kostenstellen die für verdeckte Finanzoperationen zur Verfügung stehen.

Angekündigt haben die Amis, dass die Streitkräfte in der BRD verringert werden sollen. Tatsächlich erhöhen sie die Anzahl und bauen sowohl die Drehscheibe Ramstein und ihre Versorgungskapazitäten aus.
Dass die Amis ein Krankenhaus bauen,  um ihre verletzten Soldaten, die in Afrika und Asien zukünftig verwundet werden, ist wohl nicht so weit her mit der Gastfreundschaft in diesen Teilen der Erde, lässt darauf schließen, dass die Friedensmacht USA größeres plant und die Gastfreundschaft von noch mehreren Völkern und Staaten in Anspruch nehmen wollen.

Wie im Artikel der DWN zu lesen ist, war die Bundesregierung nicht in die Entscheidung eingebunden.  Das war ohnehin klar. Das Hausrecht ist nicht bei „unserer“ „Regierung“, sondern bei den Gästen, ein in der BRD durchaus übliches Verfahren.
Wo kämen wir auch hin, wenn wir Deutschen ein Wörtchen mitzureden hätten. Haben wir doch genug damit zu tun anschaffen zu gehen und die Rechnungen zu bezahlen, da sollen wir uns nicht auch noch mit unnötigem Dingen beschäftigen müssen.

Eine Chance haben wir jedoch, der Bund soll das Projekt realisieren, dazu ist er laut NATO-Zusatzabkommen verpflichtet (Ob es da auch geheime Zusatzabkommen gibt?). Das könnte ja bedeuten, dass dieses Projekt ähnlich gemanagt wird wie der Berliner Flughafen oder ähnliche Großprojekte.
Wobei ich mir hier nicht allzu viele Hoffnungen mache, da gibt es sicherlich genügend Aufpasser etc., die dafür sorgen, dass der Laden läuft und das Unding einigermaßen pünktlich und gebrauchstüchtig fertiggestellt wird. Man will ja schließlich weiter Türen eintreten.

Ja und dann fiel mir da noch etwas auf. Was ist denn mit den sog. Umweltschützern und/oder Friedensaktivisten und oder Kernkraftgegnern. Ich will nur ein paar namentlich aufführen,  Özdemir, Gysi, Ströbele oder Roth.
Die waren doch bei Stuttgart 21 ganz vorne in der Reihe der Demonstranten, da gab es doch eine Menge Aufruhr, von wegen ein paar Bäumen, Kosten etc..  Oder man denke an das Transrapidprojekt Stoibers, da machten sich diese Leute auch Sorgen um die Geräuschkulisse. Dies alles zählt nicht, wenn es um US-Luftwaffenstützpunkte geht oder US-Atomraketen oder wie in diesem Fall um den Neubau eines Krankenhauses für US-Türeintreter.
Auch war die Aufregung wegen eines Bischofssitzes so groß, dass man fürchten musste der buntesdeutsche Blätterwald würde entlaubt.
In diesem Fall hört man nichts, gar nichts, nada.
Auch die AfD, die vor kurzem die Kostenexplosion beim Neubau der EZB anprangerte, schweigt. Dabei hätte sie doch allen Grund sich auch über diesen Bau zu beschweren, haben wir doch nicht einmal ein Mitspracherecht, ob gebaut wird oder nicht. Unsere Gäste beschließen und wir zahlen.

Man darf sie eben nicht überfordern, sind halt alles gastfreundliche Menschen.

Ich bin gegenüber ungebetenen Gästen gar nicht gastfreundlich und daher sage ich:

AMI GO HOME

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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2 Antworten zu 127 Millionen für „Gaststreitkräfte“

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  2. Gerswind_D184 schreibt:

    Beste Grüße

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