17 Billionen und keine Ende in Sicht – Oder doch?

A Ruckerl, a Zuckerl und go is. No ned ganz, kannt ma sogn.

Wenn man sich den letzten Ruck der USA ansieht, ruckartig stiegen die Schulden auf 17 Billionen Dollar. Die US-Granden müssen wie auf Kohlen gesessen sein. Kurz nachdem die Anhebung der Schuldengrenzen genehmigt wurde, nahmen Obamas Mannen  328 Milliarden Dollar neue Schulden auf und durchbrachen die psychologisch wichtige 17 Billionen-Dollar- Grenze. Die nächste psychologisch wichtige Grenze dürfte dann bei 20 Billionen liegen, das schaffen die Obamaleute noch spielend, bis zum Ende der Amtszeit des Präsidenten. 2009 beim Amtsantritt Obamas betrugen die Staatschulden 12 Billionen Dollar, zum Ende der Amtszeit könnten die Schulden locker mal den doppelten Umfang  angenommen haben. Da hat sich Obama doch gelohnt.
2006 betrugen die Schulden noch 8,8 Billionen Dollar, also in sechs Jahren eine Verdoppelung, das schafft Obama locker.
Yes We Can, nix könnt ihr, außer Schulden machen und Krieg führen.

Laut dem neuen Gesetz ist die Finanzierung bis zum 15. Januar 2014 gesichert, dann bzw. vorher schon, werden wir das Kasperltheater wieder erleben dürfen. Was wird das Ende vom Lied sein, natürlich eine neuerliche Anhebung der Schulden und damit neue Zahlungsverpflichtungen für den hartarbeitenden  Amerikaner und dessen Kinder und Enkelkinder.
Das neue Gesetz begrenzt die Neuverschuldung auch nicht volumenmäßig sondern lediglich zeitlich. D. h. bis zum 15 Januar sind die Staatseinrichtungen finanziert und die Regierung darf bis zum 7. Februar 2014 Geld aufnehmen.
Also rosige Zeiten für Geldverleiher und Schuldenmachern, schwarze Zeiten für diejenigen die die Schuldenlast tragen müssen.
Ob den Amerikanern, den hartarbeitenden, klar ist,  für was und wen sie denn arbeiten?
Warum ein paar Jobs gerade noch genügen, um den eigenen Lebensunterhalt, nebst Schulden, den eigenen und den staatlichen, finanzieren zu können?

So oder so, irgendwann werden sie es schon noch kapieren, wie der brave, desinformierte, gutgläubige Bundesbürger auch.
Schulden müssen eines Tages bezahlt werden. Das Problem bei der Sache ist, wir, beiderseits des Atlantiks, bleiben in der Pflicht.
Diejenigen die die Schulden zu verantworten haben, sind lange schon auf gut dotierten Posten oder in Pension, abgewählt, wie man in Demokratien sagt, und haben die „Verantwortung“ an andere abgegeben, die auch nicht verantwortlich sind, da deren Vorgänger für die Schulden verantwortlich sind, diese aber nicht mehr verantwortlich gemacht werden können, da sie nicht mehr im Amt sind und die jetzigen Amtsinhaber nur versuchen die Scherben aufzuräumen, so sagt man.
Ein feines Spiel, das da gesponnen wurde.
Wer bleibt, in der Pflicht, sind diejenigen, die am allerwenigsten mit der Verschuldung zu tun haben, die am wenigsten in den Genuss des Geld“segens“ kamen.
Für die einen ist es ein warmer Regen, für uns ist es eine kalte Dusche.

Pro Kopf beträgt die Verschuldung in den USA 54 000 US-Dollar, die jede Sekunde ansteigt. Hier ein Verweis zur US-Schuldenuhr, hier geht es zur BRD-Schuldenuhr.
Zum Vergleich die Pro-Kopf-Verschuldung in der BRD betrug zum 31. 12. 2012 25 248 Euro.
Damit aber nicht genug, die gesamte Verschuldung der USA beträgt nach Schätzung von Experten ca. 60 Billionen Dollar, also 189 500 Dollar pro Kopf. Wieviele dieser „Köpfe“ in Slums oder ähnlichen Verhältnissen wohnen und keinen Beitrag zur Zahlung der Schulden leisten können  oder zu der Kaste gehört, die nicht an der Bezahlung beteiligt wird, sondern davon profitiert, geht aus diesen Zahlen nicht hervor, damit dürfte die wirkliche Pro-Kopf-Verschuldung enorm ansteigen.
Wobei die erste Schicht zahlenmäßig eine gewaltige sein dürfte, die zweite zahlenmäßig eher nicht ins Gewicht fallen wird.

In den o. a. Schulden sind die  Verbindlichkeiten der Staaten, Städte, Unternehmen und Haushalte enthalten.

Wer bezahlt, wer profitiert?
Eine leicht zu beantwortende Frage. Bezahlen werden diejenigen die arbeiten und Steuern zahlen, profitieren werden am Ende ausschließlich die Geldverleiher, die ganz großen, vor allem jene, die in der FED sitzen und an jedem Dollar der ausgegeben wird, bestens verdienen, da dieser Dollar ein Schulddollar ist und Zinsen und Zinseszins auf „ewige“ Zeiten generiert.

Wer meint, dies wäre ein Zeichen unserer Zeit und die USA stünden bereits am Abgrund, dem sei gesagt, in den letzten 53 Jahren wurde die Verschuldungsgrenze  79mal angehoben. Natürlich ist irgendwann Schluss und mit jedem Tag, jedem Dollar kommt das Ende näher. Ob dies jedoch unmittelbar oder kurzfristig bevorsteht, bezweifle ich.
Mit der Katastrophe kann es natürlich ganz schnell gehen, ob diese jedoch das Ende einläutet oder erst der Beginn der wirklichen Katastrophe ist, sei einmal dahingestellt.

Pessimismus? Nein, nur ein Abwägen der Möglichkeiten und damit zu rechnen, dass sich das System der Geldverleiher selbst vernichtet und tatenlos zusehen wird, wie andere das Ruder übernehmen, kann selbst der größte Optimist nicht annehmen.
Die Zeichen stehen auf Sturm. Die Finanzelite hat nahezu alle Trümpfe in der Hand, vor allem die größte und gewaltigste Streitmacht, die diese Welt je gesehen hat.
Damit ist nicht nur die US-Armee gemeint, sondern alle Armeen und Sicherheitskräfte der Verbündeten, dem System angeschlossenen Staaten.
Was haben diejenigen, die die Schulden bezahlen müssen?
Diese Frage ist auch leicht beantwortet. Schulden und das, worauf die Geldhaie scharf sind, Ersparnisse, Eigentum an beweglichen und unbeweglichen Besitztümern und, nicht zu vergessen, Arbeitskraft.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
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3 Antworten zu 17 Billionen und keine Ende in Sicht – Oder doch?

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  3. AGG schreibt:

    Schuldenmachen schon, aber Krieg führen? Die können doch nur aus mehr oder weniger sicherer Entfernung alles zerkloppen und Chaos hinterlassen. Nicht mal gegen den Viet Kong haben die gewonnen und stattdessen ihre Heimkehrer in den Dreck getreten.

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