AfD kritisiert die Überlegungen zur Privatisierung griechischer Immobilen und empfiehlt den Euroaustritt Griechenlands

In einer Presseerklärung kritisiert Alexander Gauland die Forderungen, dass griechische Immobilien, die sich in staatlichem Besitz befinden, an eine Holding in Luxemburg übertragen werden sollen. Diese Kritik ist absolut richtig. Auf das Thema ging ich Mitte August bereits ein und will deshalb nicht mehr weiter drauf eingehen, es ist alles gesagt.

Zu Gauland und der AfD habe ich allerdings schon etwas zu sagen. „Kein Währungsverbund ist eine solche Entmündigung wert“, so Gauland weiter. „Griechenland sollte den Euro verlassen, wenn es die Hoheit über seine Geschicke zurück erlangen will. Deutschland hingegen sollte sich nicht an der Entmündigung eines ganzen Volkes beteiligen.“  So Gauland in der Presseerklärung.

Wie steht es denn mit der Entmündigung der BRD und der Deutschen durch die EU, die diversen Rettungsschirme etc. und wer sagt denn, dass nicht ähnliches übermorgen mit uns Deutschen geschehen kann, ich bin der Meinung es wird geschehen, wenn es so weitergeht wie bisher. Richtig, die AfD kritisiert dies auch, allerdings soll die BRD im Währungsverbund bzw. der EU bleiben, also in dem Netz, in dem sie gefangen ist.
Griechenland solle den Euro verlassen, um seine Geschicke wieder selbst in die Hand nehmen zu können. Richtig, volle Zustimmung.
Um wieviel begrüßenswerter wäre diese Aussage doch, wenn sie der Sprecher der Alternative für Deutschland, die in diesem Fall wohl eher eine Alternative für Griechenland ist, auf uns Deutsche bezöge. Hier hätte diese Alternative auch die Möglichkeit politisch zu wirken, in Griechenland hat sie diese Möglichkeit nicht.
Gute Ratschläge für andere sind billig zu geben, bei sich zu Hause anpacken, sich nicht vor der gleichgerichteten Medienmeute scheuen, sich nicht kuschen und den Schwanz nicht einziehen, bevor es überhaupt richtig begonnen hat, das ist nicht so einfach, dabei bekommt man auch den einen oder anderen Nacken- und Tiefschlag. So etwas ist wirklich nicht einfach und leicht hinzunehmen.
Aber wer sagt denn, dass der Befreiungskampf eines Volkes, in dem sich unser Volk unzweifelhaft befindet, eine einfache, leichte Sache sei?
Auch Griechen die in Griechenland für die vorgeschlagene Alternative eintreten, werden diese Schläge bekommen.

Eine Alternative muss etwas grundsätzlich anderes bieten, sonst ist sie keine echte Alternative.
Im Falle Griechenlands bietet die Alternative für „Deutschland“ eine echte Alternative, die da heißt „Raus aus dem Euro“, diesen Alternativvorschlag würde ich mir von einer Alternative für Deutschland auch wünschen. Dann könnte und würde ich auch, trotz aller anderer Bedenken „alternativ“ wählen.

Über Gerhard Bauer

Sechziger aus dem Südosten Bayerns, gebürtiger Niederbayer. Bayer mit Leib und Seele. Ehemaliger treuer CSU-Wähler. Freizeitbeschäftigung: Lesen, Radeln, Garteln und Fischen. E-Post: bayern71 (at) outlook.com
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, EU, Finanzwirtschaft abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu AfD kritisiert die Überlegungen zur Privatisierung griechischer Immobilen und empfiehlt den Euroaustritt Griechenlands

  1. Pingback: AfD kritisiert die Überlegungen zur Privatisierung griechischer Immobilien und empfiehlt den Euroaustritt Griechenlands | rundertischdgf

  2. Moritz Haberland schreibt:

    Wie alternativ kann eine „Alternative“ sein, deren Träger doch die Miterfinder dieser ganzen Katastrophe sind ?

    Mein Glaube an die Selbstheilungskräfte des bundesdeutschen Bürgertums ist mit dem AUS des „Bundes Freier Bürger – Offensive für Deutschland“ im Jahre 2000 vorverstorben. Die hatten sogar noch klare Aussagen zur Entwicklung der BRD gemacht und sich nicht so eierweich und geschmeidig in die Büsche verdrückt, wie es heute die sogenannte „AfD“ betreibt.

    Wer sich der Mühe unterzieht, die Programme dieser vergleichbaren Parteien tatsächlich zu vergleichen, wird zwangsläufig feststellen, mit welchem Gummi-Rückgrat diese „Alternative“ heute, 20 Jahre später (BfB gegründet 1994) ausgestattet ist.
    So wird das alles ganz bestimmt nichts mehr, was durchaus wünschenswert wäre.

  3. Rainer schreibt:

    Es gibt keine andere Alternative wie das man den EURO verläßt und nicht nur das den Griechen ans Herz legt.

    Wenn es uns in Zukunft durch dieses ganze Eurochaos schlecht geht, werden uns die anderen Länder auch nicht helfen … Ganz im Gegenteil!

    Das sollte man auch so in den Wahlkundgebungen der letzten Periode unumwunden sagen, das die AfD den Mut und den Willen hat, das umzusetzen.

    Dann kann man die AfD auch als eine verantwortliche Partei für die Zukunft Ernst nehmen.
    Alles andere sind Luftblasen, wie man sie von den alten, verrostetenn Parteien zu Genüge hört.

Kommentare sind geschlossen.